Ein Abbruch laeuft bundesweit in sechs Phasen ab: Planung, Genehmigung, Vorbereitung, Durchfuehrung, Abnahme und Entsorgung. Je nach Objektgroesse und Schadstofflage dauert das Ganze von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Die Kosten liegen erfahrungsgemaess zwischen 20 und 60 Euro pro Kubikmeter umbautem Raum, ein Einfamilienhaus kostet komplett meist rund 15.000 bis 40.000 Euro.
Schritt 1 Planung: Zuerst wird das Objekt begutachtet und ein Schadstoffkataster erstellt, das Asbest, kuenstliche Mineralfasern, PCB oder teerhaltige Stoffe erfasst. Auf dieser Basis entstehen ein Abbruchkonzept, ein Entsorgungskonzept und die Kalkulation. Fehlt diese Bestandsaufnahme, drohen spaeter teure Nachtraege und Gefahren fuer die Arbeiter.
Schritt 2 Genehmigung: In vielen Bundeslaendern sind reine Abbrueche verfahrensfrei, dennoch gelten baurechtliche Anzeige- oder Nachweispflichten sowie der Standsicherheitsnachweis fuer Nachbargebaeude. Bei denkmalgeschuetzten oder unter Bestandsschutz stehenden Objekten ist eine Abbruchgenehmigung zwingend. Ver- und Entsorgungsleitungen wie Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation muessen nachweislich abgemeldet und freigeschaltet sein.
Schritt 3 Vorbereitung: Die Baustelle wird eingerichtet, gesichert und abgesperrt, Nachbarn werden informiert. Es folgt der Rueckbau von innen: Moebel, Bodenbelaege, Fenster, Tueren und Installationen werden getrennt ausgebaut, damit Wertstoffe sauber getrennt anfallen. Schadstoffe werden vorab durch zugelassene Fachbetriebe saniert.
Schritt 4 Durchfuehrung: Der eigentliche Abbruch erfolgt maschinell mit Bagger und Abbruchzange oder bei beengten Lagen teilweise haendisch. Staub wird durch Benetzung gebunden, Laerm- und Erschuetterungsschutz wird beachtet. Der Bauschutt wird direkt nach Fraktionen wie Beton, Ziegel, Holz und Metall sortiert.
Schritt 5 und 6 Abnahme und Entsorgung: Nach dem Abbruch wird das Grundstueck beraeumt und die Sohle geprueft, oft folgt eine Abnahme mit Protokoll. Der Bauschutt wird in zugelassenen Anlagen verwertet oder entsorgt, Entsorgungsnachweise dokumentieren den ordnungsgemaessen Verbleib gefaehrlicher Abfaelle.
Planung und Schadstofferkundung nehmen je nach Objekt ein bis vier Wochen in Anspruch, inklusive Laborauswertung der Materialproben. Wer frueh beauftragt, vermeidet Wartezeiten bei Gutachtern und Laboren.
Die Genehmigungs- beziehungsweise Anzeigephase dauert bei verfahrensfreien Vorhaben nur wenige Tage, bei genehmigungspflichtigen oder denkmalgeschuetzten Objekten mehrere Wochen bis Monate. Die Abmeldung der Medien sollte mit mehreren Wochen Vorlauf eingeplant werden.
Vorbereitung und Entkernung dauern bei einem Einfamilienhaus meist zwei bis fuenf Arbeitstage, bei groesseren Objekten entsprechend laenger. Eine Schadstoffsanierung verlaengert diese Phase deutlich.
Der maschinelle Abbruch selbst ist oft schnell: Ein freistehendes Einfamilienhaus faellt haeufig in ein bis drei Tagen, das Sortieren und Abfahren des Schutts sowie die Beraeumung nehmen weitere Tage in Anspruch. Insgesamt sollte man fuer ein Haus je nach Lage mit ein bis vier Wochen Gesamtdauer rechnen.
Der teuerste Fehler ist der Verzicht auf ein Schadstoffgutachten. Wird Asbest oder eine andere Belastung erst bei der Durchfuehrung entdeckt, steht die Baustelle still und die Entsorgungskosten steigen erheblich. Ebenso riskant ist das eigenmaechtige Loesen von Schadstoffen ohne Fachbetrieb.
Ein weiterer klassischer Fehler ist die unsaubere Trennung des Bauschutts. Vermischter Abfall gilt als teurer Mischabfall, sortenreine Fraktionen sind dagegen guenstiger zu entsorgen oder sogar verwertbar. Wer bereits bei der Entkernung trennt, spart bares Geld.
Unterschaetzt wird oft die Standsicherheit angrenzender Gebaeude und Leitungen. Ohne Statiknachweis und ohne bestaetigte Abmeldung von Gas, Strom und Wasser drohen Einsturz, Havarien und Haftungsfaelle. Auch fehlende Absperrung und Staubschutz fuehren regelmaessig zu Konflikten mit Nachbarn und Behoerden.
Schliesslich wird der Vorlauf haeufig zu knapp geplant. Gutachten, Behoerdenlaeufe und Medienabmeldungen brauchen Zeit, ein zu spaeter Start verzoegert das gesamte Bauvorhaben.
Sobald Schadstoffe im Spiel sind, ist ein zugelassener Fachbetrieb rechtlich vorgeschrieben. Asbestarbeiten duerfen bundesweit nur von Betrieben mit Sachkundenachweis nach der Gefahrstoffverordnung und der einschlaegigen technischen Regel ausgefuehrt werden, Gleiches gilt fuer viele kuenstliche Mineralfasern und PCB-belastete Bauteile.
Auch statisch anspruchsvolle Rueckbauten, Abbrueche in dichter Bebauung oder an Nachbargrenzen gehoeren in fachkundige Haende, weil hier Standsicherheit und Arbeitssicherheit ueber Leben und Sachwerte entscheiden. Ein Fachbetrieb bringt die noetige Technik, Versicherung und Dokumentation mit.
Fuer die Entsorgung gefaehrlicher Abfaelle sind Nachweise und teils zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe erforderlich. Der Fachbetrieb uebernimmt die korrekte Deklaration und liefert die Entsorgungsnachweise, die Bauherren spaeter rechtssicher absichern.
Kleinere, schadstofffreie Rueckbauten im Innenbereich koennen Geuebte in Eigenleistung erledigen, doch schon beim Verdacht auf Altlasten oder bei tragenden Bauteilen ueberwiegen die Argumente fuer den Profi klar.
Ein Abbruch gliedert sich in Planung, Genehmigung beziehungsweise Anzeige, Vorbereitung mit Entkernung, maschinelle Durchfuehrung, Abnahme und die fachgerechte Entsorgung des Bauschutts.
Das haengt vom Bundesland und Objekt ab: Viele Abbrueche sind verfahrensfrei, es gelten aber Anzeigepflichten und Statiknachweise. Denkmalgeschuetzte oder bestandsgeschuetzte Gebaeude brauchen eine ausdrueckliche Abbruchgenehmigung.
Der reine maschinelle Abbruch eines Einfamilienhauses dauert oft nur ein bis drei Tage. Mit Planung, Genehmigung, Entkernung und Beraeumung sollte man insgesamt mit ein bis vier Wochen rechnen.
Als Richtwert gelten 20 bis 60 Euro pro Kubikmeter umbautem Raum. Ein komplettes Einfamilienhaus kostet meist zwischen 15.000 und 40.000 Euro, Schadstoffe und schwierige Zufahrt erhoehen den Preis.
Bei Schadstoffen wie Asbest, bei statisch heiklen Rueckbauten und bei der Entsorgung gefaehrlicher Abfaelle ist ein zugelassener Fachbetrieb Pflicht. Kleine schadstofffreie Innenrueckbauten sind in Eigenleistung moeglich.
Der Schutt wird nach Fraktionen wie Beton, Ziegel, Holz und Metall getrennt und in zugelassenen Anlagen verwertet oder entsorgt. Fuer gefaehrliche Abfaelle sind Entsorgungsnachweise erforderlich.
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