Bauunternehmen für sicheres Bauen
Wohnungssanierung Berlin
  • Kurzfristiger Baubeginn
  • Festpreise
  • Kostenlose Besichtigung durch Bau-Experten
  • Hohe Qualität in der Ausführung
  • Transparente Abrechnung
Kostenloses Angebot erhalten
Ø Angebot innerhalb von einer Woche
5,0·47 Google-Bewertungen
Sanierung
Ausbau
Neubau
Wärmedämmung
Abriss
Baugutachten
Sonstiges

Ort des Bauvorhabens

Details zum Bauvorhaben

Dateien hierher ziehen oder klicken – bis zu 50 Dateien

Objekttyp

Einfamilienh.
Mehrfamilienh.
Wohnung
Doppelhaus
Reihenhaus
Dachgeschoss
Bungalow
Gewerbe
Video: Wohnungssanierungvon Neuwest Bauleitern empfohlen
Planung & Fachausführung

Wohnungssanierung in Berlin — Fachbetrieb für Planung und Ausführung

Eine Wohnungssanierung reicht von der Teilsanierung einzelner Gewerke bis zur vollständigen Kernsanierung mit Rückbau auf Rohbau. Die kostspieligsten Fehler entstehen nicht beim Material, sondern bei der gewerkeübergreifenden Koordination: Estrich vor Abschluss der Rohinstallation, fehlende Revisionsöffnungen vor dem Verkleiden oder Bodenbelag auf nicht ausgetrocknetem Untergrund.

In Berliner Altbaubeständen der Baujahre 1950 bis 1993 erfordert jede Sanierung mit Rückbauarbeiten zwingend eine Schadstoffkartierung nach TRGS 519 (Asbest) und TRGS 521 (KMF), bevor Stemmarbeiten beginnen. PAK-haltige Bitumenklebstoffe unter Parkett und Fliesen sowie KMF-Dämmstoffe sind typische Befunde, die Ablauf und Kosten erheblich beeinflussen.

Leistungsumfang

Was umfasst eine Wohnungssanierung?

  • Schadstoffkartierung und kontrollierter Rückbau (TRGS 519/521)
  • Rohinstallation Sanitär, Elektro, Heizung — gewerkeübergreifend koordiniert
  • Trockenbau, Dämmung und Schallschutz nach DIN 4109
  • Estricharbeiten inkl. CM-Feuchtemessung vor Bodenbelagsverlegung
  • Wandbekleidungen, Innenputze, Fliesenarbeiten
  • Bodenbeläge, Malerarbeiten, Türen und Endmontage

Jede Sanierungsphase baut auf dem Abschluss der vorherigen auf — Rohinstallation vor Schlitzschließung, Estrich vor Belagsarbeiten, CM-Messung vor Fliesen. Ein gewerkeübergreifender Ablaufplan mit Trocknungspuffern und festgelegten Revisionsöffnungen ist die Grundlage für termingerechte Fertigstellung ohne kostspielige Nacharbeiten.

400–800 €/m²Vollsanierung Wohnfläche (Standard)
6–16 WochenTypische Bauzeit Kernsanierung
max. 8 % p.a.Mietumlage Modernisierung (§ 559 BGB)
10–20 %Typischer GU-Aufschlag auf Gewerkekosten
Kostenstruktur nach Sanierungstiefe (€/m² Wohnfläche) – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Pflicht-Lüftungskonzept nach DIN 1946-6: Was Sanierer systematisch übersehen

DIN 1946-6 schreibt vor, dass bei luftdichtheitsverbessernden Maßnahmen — insbesondere Fenstererneuerung oder nachträglicher Dämmung der Gebäudehülle — ein Lüftungskonzept erstellt werden muss. Das Konzept gliedert sich in vier Lüftungsstufen: Feuchteschutzlüftung (Mindeststufe), reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung.

Unterschreitet die sanierte Wohnung einen n50-Wert < 1,5 h⁻¹ (Blower-Door-Test nach DIN EN ISO 9972), ist eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung planungspflichtig. Dieser Schwellenwert wird nach vollständiger Fenstersanierung im Gründerzeitaltbau regelmäßig unterschritten — trotzdem wird das Konzept in der Praxis oft erst auf Nachfrage eingeplant.

Fehlt das Lüftungskonzept, liegt ein Planungsmangel vor, der bei späterem Schimmelbefall zu Gewährleistungsansprüchen führt. Die Erstellung durch einen Fachplaner kostet 300–800 EUR — gegenüber dem Schadensrisiko ein vernachlässigbarer Betrag.

Querschnitt einer sanierten Altbauwohnung mit zentralem Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung, Zu-/Abluftkanälen, luftdichten Fenstern und Blower-Door-Messgebläse.
Preise & Kosten

Was kostet Wohnungssanierung?

Richtwerte für Berlin (netto, ohne MwSt.). Die Kosten variieren stark nach Bestandszustand, Ausstattungsstandard und Gewerkeumfang.

LeistungPreis-Spanne (Richtwert)
Schönheitssanierung (Maler, Bodenbelag)30–80 EUR/m² Wohnfläche
Nassraum-Kernsanierung (Bad/WC)600–1.200 EUR/m² Badfläche
Elektroinstallation komplett neu80–150 EUR/m² Wohnfläche
Heizungsanlage erneuern (Wärmepumpe inkl. HV)8.000–18.000 EUR je Wohnung
Fenster erneuern (Dreifach-ISO, inkl. Einbau)600–1.400 EUR je Fenstereinheit
Innenputz komplett erneuern (Wand)35–70 EUR/m² Wandfläche
Vollsanierung Standard (alle Gewerke)400–650 EUR/m² Wohnfläche
Vollsanierung gehoben / denkmalgerecht700–1.500 EUR/m² Wohnfläche

Richtwerte für Berlin/Brandenburg, projektabhängig — kostenloses Festpreis-Angebot anfragen.

Verbundabdichtung Nassbereich: Wassereinwirkungsklassen W0–W3 nach DIN 18534

DIN 18534 'Abdichtung von Innenräumen' (Ausgabe 2017) löste die innenraumseitige Nassbereichsabdichtung aus DIN 18195 heraus und gliedert Anwendungsbereiche in vier Wassereinwirkungsklassen W0–W3: W0 (kein direkter Wasserkontakt), W1 (mäßige Beanspruchung, Spritzwasser neben Badewanne), W2 (mittlere Beanspruchung, Privatdusche) und W3 (hohe, dauerhafte Beanspruchung, öffentliche Duschen).

Für Duschen im Wohnungsbau gilt in der Regel Klasse W2: Abdichtungsstoff mindestens 1 mm Trockenfilmdicke, systemzugehörige Gewebeverstärkung an Wandecken, Boden-Wand-Anschlüssen und Bewegungsfugen. Der Untergrund muss egalisiert, saugfähig reguliert und rissfrei sein.

Typischer Fehler: Fliesen ohne systemzugehörige Verbundabdichtung verlegen und nur die Fugenmasse als Abdichtungsebene betrachten. Dies entspricht keiner der Klassen W1–W3 und führt mittelfristig zu Hinterfeuchtung, Schimmel und Schäden an der Rohbaukonstruktion.

Interaktiv

Kostenschätzer: Was kostet Ihre Wohnungssanierung?

Basis: Teilsanierung (Bad 25 %, Böden 15 %, Wände/Decken 20 %, Elektro 15 %, Heizung 25 %). Schönheitssanierung (nur Malerarbeiten, Böden): Gesamtbetrag × 0,3. Vollsanierung inkl. kompletter Haustechnik-Erneuerung: Gesamtbetrag × 1,8. Preisbasis: Berlin, mittlerer Ausstattungsstandard, Bestandsbau.

Material & Gewerke
Richtkosten inkl. Arbeit

Unverbindlicher Richtwert – der genaue Preis hängt von Untergrund, Aufwand und Ausführung ab.

So gehen wir vor

Ablauf einer Wohnungssanierung

1

Bestandsaufnahme & Schadenskartierung

Technischer Bericht zu Putz, Feuchte, Tragwerk, Haustechnik. Schadstoffe-Screening (Asbest, PAK, PCB) bei Baujahr vor 1993 — vor Abbrucharbeiten zwingend erforderlich.

2

Fachplanung & Konzepte

Lüftungskonzept (DIN 1946-6), Brandschutznachweis bei Grundrissänderung, statischer Nachweis bei Wanddurchbrüchen, ggf. Denkmalschutzabstimmung (§ 11 DSchG Bln).

3

Leistungsverzeichnis & Vergabe

LV nach VOB/C je Gewerk oder Pauschalvergabe an GU. Schnittstellenregelungen (Abnahmeprotokoll Vorunternehmer vor Beginn Nachfolgegewerk) vertraglich festlegen.

4

Baugenehmigung einholen

Genehmigungspflichtig nach BauO Bln: Eingriffe in Tragstruktur, Grundrissänderungen im Denkmal. Vorlaufzeit 4–12 Wochen je nach Verfahrensart einkalkulieren.

5

Abbruch & Entkernungsarbeiten

Demontage Haustechnik, Abbruch nichttragender Wände, Entfernung Bodenbeläge. Entsorgungsnachweis nach LAGA-Einstufung (Bauschutt, schadstoffhaltige Materialien).

6

Rohbau-Eingriffe

Wanddurchbrüche mit geprüfter Abfangkonstruktion, Kernbohrungen für Leitungen, Schachtöffnungen — ausschließlich nach freigegebenen Ausführungszeichnungen des Tragwerksplaners.

7

Haustechnik Rohinstallation

Alle Leitungsführungen (FBH, Sanitär-Entwässerung, Elektro-Leerrohre) vollständig koordiniert verlegen und abnehmen, bevor der Estrich eingebracht wird.

8

Ausbau & Feinausbau

Reihenfolge nach Trocknungszeiten: Putz → Estrich (Belegreife: CM-Messung) → Trockenbau → Fliesen → Parkett → Innentüren → Malerarbeiten.

Gefahrstoff-Epochen-Matrix: Baujahr und TRGS-Pflichten – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Tragende Wände entfernen: Statikpflicht, Baugenehmigung und Abfangkonstruktionen

Jeder Eingriff in tragende oder aussteifende Wände erfordert eine statische Berechnung durch einen eingetragenen Tragwerksplaner — nach Eurocode 6 (Mauerwerk, DIN EN 1996) oder Eurocode 2 (Stahlbeton, DIN EN 1992) je nach Konstruktionsart. In Berlin ist dieser Eingriff nach BauO Bln genehmigungspflichtig; bei Mehrfamilienhäusern ist häufig zusätzlich ein Prüfingenieur für Standsicherheit einzuschalten.

In der Praxis werden zur Abfangung meist IPE- oder HEB-Stahlprofile eingesetzt, beidseitig auf Stützen oder in Auflagermauerwerk eingespannt. Kritischer Detailpunkt: Die Lasteinleitung muss innerhalb der zulässigen Druckspannung des Mauerwerks bleiben — bei altem Vollziegel oft nur 1,5–2,5 N/mm² (EC 6), was breite Auflagerplatten oder Stahlbeton-Auflagerbänke erfordert.

Wird ohne Nachweis ausgeführt, haftet der Ausführende nach §§ 633 ff. BGB für Sach- und Personenschäden; zudem droht eine behördliche Nutzungsuntersagung. Baugenehmigungen rückwirkend zu legalisieren ist aufwändig und scheitert bei ungünstiger Statik vollständig.

Querschnitt einer Wanddurchbruch-Abfangung: Stahlträger auf breiten Auflagerplatten und Stahlbeton-Auflagerbank leitet Last in altes Vollziegel-Mauerwerk ein.
Im Vergleich

Generalunternehmer vs. Einzelgewerke: Entscheidungsmatrix

KriteriumGeneralunternehmerEinzelgewerke
MängelhaftungEinheitlich beim GU (§ 278 BGB)Je Gewerk separat, Abgrenzung nötig
SchnittstellenrisikoTrägt GU internLiegt beim Bauherrn
KostentransparenzPauschalpreis möglich, 10–20 % AufschlagEinzelpreise transparent, Gesamtsumme schwer kalkulierbar
ÄnderungsflexibilitätNachtrag über GU läuftDirektabstimmung mit Gewerk, schneller
BauzeitsteuerungGU koordiniert Subunternehmer-TerminplanBauherr trägt Terminrisiko
EmpfehlungVollsanierung, knappe Zeit, wenig EigenressourcenEinzelmaßnahmen, hohes Eigenengagement

Modernisierungsmietrecht §§ 555b–559 BGB: Ankündigungspflicht und Mieterhöhungsgrenzen

§ 555b BGB definiert Modernisierungsmaßnahmen (energetische Verbesserung, altersgerechter Umbau, Schaffung neuen Wohnraums). Nach § 555c BGB ist mindestens 3 Monate vor Maßnahmenbeginn schriftlich anzukündigen: Art, Umfang, voraussichtlicher Beginn, Dauer und erwartete Mieterhöhung. Fehlt die Ankündigung, verliert der Vermieter temporär das Recht auf Mieterhöhung.

Nach Abschluss darf der Vermieter gemäß § 559 BGB maximal 8 % der aufgewendeten Modernisierungskosten jährlich auf die Miete umlegen. Seit der Mietrechtsanpassung 2019 gilt eine zusätzliche Kappungsgrenze: Die Miete darf sich durch Modernisierung innerhalb von 6 Jahren um höchstens 3 EUR/m²/Monat erhöhen (§ 559 Abs. 3a BGB).

Reiner Instandhaltungsaufwand ist vor der Umlage herauszurechnen — z.B. der anteilige Restwert einer ohnehin erneuerungsbedürftigen Heizanlage. Die Rechtsprechung des BGH verlangt eine nachvollziehbare, dokumentierte Abgrenzung zwischen Modernisierungs- und Instandhaltungskosten — ein häufig unterschätzter Rechenposten bei Mischmaßnahmen.

Lösungs-Finder

Sanierungsumfang-Empfehler: Welche Gewerke haben Priorität?

Baujahr, Zustand und Nutzungsziel — welches Profil beschreibt Ihre Wohnung?

Vollsanierung empfohlen. Elektrik: TN-S-System, FI-Schutzschalter nach DIN VDE 0100-410, Aluminium-Altleitungen vollständig tauschen. Heizung: Übergang auf ≤ 55 °C Vorlauftemperatur (WP-Kompatibilität sichern). Bad: Entwässerung auf HT-Rohr, Lüftungsnachweis nach DIN 18017-3. Substanzprüfung Holzbalkendecke auf Fäulnis nach DIN 68800-3 — Befund entscheidet über Ertüchtigung oder Austausch. Bei Verkauf deckt die Sanierungsinvestition i. d. R. 100–130 % als Mehrerlös ab.
Gezielte Kernsanierung mit mietrechtlichem Fokus. Heizung: Pflichtaustausch ab 30 Jahren Betriebszeit (§ 72 GEG). Elektro: Mindestabsicherung 3 × 63 A, RCD-Pflicht in Küche und Bad. Innenputz auf Sulfatgehalt prüfen — Gipsputz auf hydraulischem Altputz treibt und reißt. Sanierungsmieterhöhung nach § 559 BGB: 8 % der umlagefähigen Modernisierungskosten p. a. zulässig — Wirtschaftlichkeitsberechnung vor Beauftragung empfohlen.
Selektive Modernisierung ausreichend. Böden: Estrich auf Risse und Hohlstellen abklopfen, Belegreife F CM ≤ 2,0 % bei Parkett/PVC, ≤ 0,5 % bei lösemittelfreien Klebstoffen nach GEV-Emicode-Klasse EC1. Bad: mechanische Lüftung nach DIN 18017-3 nachrüsten. Wände: Innendämmung ab sd > 0,5 m bauphysikalisch sinnvoll, fRsi ≥ 0,70 nach DIN 4108-2 sicherstellen. Elektro meist ausreichend, DGUV-V3-Prüfprotokoll empfehlenswert. Kostenrahmen: 150–350 €/m².
Instandsetzung nach Schadensursache, keine Pauschalsanierung. Feuchteschäden: Leckortung via Thermografie oder Druckprüfung nach DIN EN 1610. Estrichrisse: Klassifizierung nach Rissbreite (< 0,2 mm: Injektion; > 0,5 mm: Schnittfuge + Dübel, Lastfall prüfen). Schimmel: Feuchtemessprotokoll erstellen, Verursachernachweis Bauphysik vs. Nutzungsverhalten nach WTA-Merkblatt 4-1. Kein Gewerk ohne systematische Befundaufnahme beauftragen — Folgekosten durch Fehldiagnose häufig höher als die ursprüngliche Maßnahme.
Im Überblick

Sanierungsumfang: Von der Schönheitssanierung zur Kernsanierung

Schönheitssanierung

Malerarbeiten, Bodenbelag, Innentüren. Kein Eingriff in Haustechnik oder Tragwerk; kein Lüftungskonzept erforderlich, solange keine Fenster gewechselt werden. 30–80 EUR/m² Wohnfläche.

Nassraum-Sanierung

Bad/WC komplett neu: Verbundabdichtung nach DIN 18534 (Klasse W2), Fliesen, Sanitärinstallation, ggf. mechanische Lüftung. 600–1.200 EUR/m² Badfläche.

Haustechnik-Paket

Heizung, Elektro und Sanitär als koordiniertes Gewerkepaket. Planungsaufwand für Schachtführung und Installationsebene vor Estricheinbau ist erheblich und oft unterschätzt.

Energetische Sanierung

Neue Fenster, kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL), Dämmung von Decken/Kellerdecken. Pflicht-Lüftungskonzept nach DIN 1946-6. Förderung über BEG-Einzelmaßnahmen (BAFA) oder KfW 261 möglich.

Kernsanierung

Entkernung bis auf Rohbau, alle Gewerke komplett neu. Lüftungsplanung, Statik, Brandschutznachweis und Schadstoff-Screening sind vollumfänglich zu bearbeiten. 400–800 EUR/m² Wohnfläche.

Denkmalgerechte Sanierung

Erhalt schutzwürdiger Substanz (Stuck, Holzdielen, Kastenfenster) unter Erlaubnisvorbehalt (§ 11 DSchG Bln). GEG-Befreiung nach § 105 GEG möglich. 700–1.500 EUR/m² Wohnfläche.

Schallschutzklassen VDI 4100 vs. gesetzliches Mindestmaß DIN 4109 – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Brandschutz bei Wohnungssanierung: Wann REI- und EI-Anforderungen steigen

Wohnungstrennwände und -decken müssen nach BauO Bln und den Technischen Baubestimmungen definierte Feuerwiderstandsklassen erfüllen: REI 90 für tragende, raumabschließende Bauteile und EI 90 für nicht tragende Trennbauteile. Die Nomenklatur nach DIN EN 13501-2: R = tragfähig, E = raumabschließend, I = wärmedämmend — Zahl = Mindestdauer in Minuten.

Kritischer Sanierungsfall: Jede Öffnung durch eine Wohnungstrennwand — für Leitungen, Kabel oder Lüftungskanäle — muss mit systemzugehörigen Brandschutzmanschetten, Schottungen (EI 90) oder Brandschutzklappen (EI 90 S) dauerhaft geschlossen werden. Fehlt dieser Abschluss, erlischt der Feuerwiderstandsnachweis für das gesamte Bauteil.

Neue Wohnungstrennwände in Trockenbauweise erfüllen EI 90 nur mit klassifizierten Systemaufbauten nach Herstellernachweis (DIN EN 13501-2). Eine einfache Doppelbeplankung ohne Mineralwoll-Dämmeinlage und ohne systemzugehörige Fugenausbildung genügt nicht — ein Fehler, der bei Bestandssanierungen häufig auftritt.

Cutaway einer Trockenbau-Wohnungstrennwand EI 90 mit Mineralwolle, Brandschutzmanschette an Rohr, Kabelschott und Brandschutzklappe im Lüftungskanal.
Technische Daten

Technische Kennwerte und Normgrenzwerte im Überblick

KennwertGrenzwert / Norm
Altputz Haftzug (Mindest-Substrateignung)≥ 0,25 N/mm² (WTA-Merkblatt 2-9; Prüfmethode: DIN EN 1015-12)
n50-Schwellenwert für Lüftungskonzeptpflicht< 1,5 h⁻¹ (DIN 1946-6; Blower-Door: DIN EN ISO 9972)
Feuerwiderstand Wohnungstrennwand (tragend)REI 90 (BauO Bln; Klassifizierung: DIN EN 13501-2)
Feuerwiderstand Wohnungstrennwand (nicht tragend)EI 90 (BauO Bln; Klassifizierung: DIN EN 13501-2)
Badabdichtung Privatdusche (Klasse W2, Trockenfilm)≥ 1 mm (DIN 18534)
Max. Modernisierungsumlage (jährlich)8 % der Modernisierungskosten (§ 559 BGB)
Kappungsgrenze Mieterhöhung (6-Jahres-Fenster)≤ 3 EUR/m²/Monat (§ 559 Abs. 3a BGB)
Ankündigungsfrist Modernisierungsmaßnahmen≥ 3 Monate vor Beginn (§ 555c BGB)
Zul. Druckspannung Vollziegel-Mauerwerkca. 1,5–2,5 N/mm² (Eurocode 6, DIN EN 1996)

Neuer Putz auf Altputz: WTA-Merkblatt 2-9, Haftzugprüfung und Schadensursachen

Das WTA-Merkblatt 2-9 'Beurteilung und Instandsetzung von Putzsystemen' fordert vor dem Aufbringen eines neuen Putzes eine Haftzugprüfung des vorhandenen Untergrunds nach DIN EN 1015-12. Als Mindestwert für die Substrateignung gilt ≥ 0,25 N/mm²; bei Unterschreitung ist der Altputz vollflächig zu entfernen.

Wird dieser Schritt übersprungen, entstehen Schichtenspannungen durch unterschiedliche Elastizitätsmodule: Kalkputz (E-Modul ca. 2.000–4.000 N/mm²) auf Zementputz (E-Modul ca. 10.000–15.000 N/mm²) erzeugt bei Temperatur- und Feuchtewechsel Schubspannungen in der Grenzschicht und führt zu systematischen Rissen im neuen Putz.

Besonders kritischer Schadensfall: Sulfatangriff auf Zementputz-Untergrund (Ettringit-Bildung, erkennbar an weißlichen Ausblühungen und Ablöseblasen). Eine neue Putzschicht überdeckt das Problem temporär — WTA 2-9 fordert Ursachenanalyse und Substratbehandlung als Voraussetzung jedes Instandsetzungsputzes.

Interaktiv

Taupunkt-Checker: Innendämmung Altbau (DIN 4108-3)

Referenzwand: 36,5 cm Vollziegel (λ = 0,68 W/mK). Dämmstoff: Kalziumsilikatplatte (λ = 0,065 W/mK). Innenklima: 20 °C / 50 % rF — Außenklima: −10 °C / 80 % rF (Bemessungsgrenzwerte nach DIN 4108-3:2018-10, Glaser-Methode). Taupunkttemperatur der Innenluft bei diesen Bedingungen: ≈ 9,3 °C.

Innendämmstärke

Asbest-Screening vor Abbrucharbeiten (Baujahr vor 1993)

Bodenbeläge (Vinyl-Fliesen), Spritzputz, Rohrisolierungen und Bitumenpappen können Asbest enthalten. Vor Abbruch ist eine Probenahme und Laboranalyse erforderlich. Arbeiten an asbesthaltigen Materialien dürfen ausschließlich zugelassene Fachbetriebe mit behördlicher Anzeige durchführen (TRGS 519).

Installationsebene vor Estricheinbau abschließend koordinieren

Alle Leitungsführungen (Fußbodenheizung, Sanitär-Entwässerung, Elektro-Leerrohre) müssen vollständig verlegt, geprüft und abgenommen sein, bevor der Estrich eingebracht wird. Nachträgliche Korrekturen erfordern Stemmarbeiten und Neueinbau — vielfach teurer als der Koordinationsaufwand vorab.

BEG-Einzelmaßnahmen und KfW 261 kombinierbar

BAFA-Förderung (BEG Einzelmaßnahmen) und KfW-Programm 261 sind für energetische Maßnahmen kombinierbar, sofern kein Doppelförderungsverbot greift. Voraussetzung: Bestätigung durch einen nach GEG § 88 zugelassenen Energieberater (BEA). Antragstellung zwingend vor Vergabe der Leistungen — nachträgliche Förderung ist ausgeschlossen.

Estrich-Belegreife: CM-Grenzwerte Zementestrich vs. Calciumsulfat – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Sanierung unter Denkmalschutz: Erlaubnispflichtige Eingriffe und Abstimmungsprozess

In Berlin unterliegen eingetragene Baudenkmäler dem Berliner Denkmalschutzgesetz (DSchG Bln). Nach § 11 DSchG Bln ist eine Erlaubnis der Unteren Denkmalschutzbehörde (UDB) beim Bezirksamt erforderlich für jeden Eingriff in das äußere Erscheinungsbild, die historische Substanz oder raumbildende Ausstattungsmerkmale — etwa Stuckdecken, historische Holzdielen, Kastenfenster und Kachelkamine.

Typische Genehmigungspunkte: Fensterersatz (Originalprofile, Holzrahmen, Sprossenmuster), Fassadenputz (Farb- und Kornstruktur nach Befunduntersuchung), Grundrissänderungen im denkmalwürdigen Raumgefüge. Die Abstimmung mit der UDB sollte 6–12 Wochen vor Planungsabschluss beginnen — Auflagen nach fertiggestellter Ausführungsplanung erzwingen kostspielige Überarbeitungen.

Energetische Anforderungen nach GEG können bei Baudenkmälern vollständig oder teilweise entfallen (§ 105 GEG: Ausnahme für Baudenkmäler). Dies betrifft besonders Außenwanddämmung und Fenster-U-Werte. Die Inanspruchnahme muss im Energieausweis und in den Bauunterlagen ausdrücklich dokumentiert werden.

Cutaway eines Berliner Altbaus mit denkmalgeschützten Bauteilen: Holzfenster mit Sprossen, Fassadenputz nach Befund, Raumgefüge und ungedämmte Außenwand.

Wer bei der Wohnungssanierung das Lüftungskonzept als Letztes plant, zahlt es zweimal — als Planungsnachtrag und als Schimmelschaden. DIN 1946-6 ist keine Empfehlung, sondern ein Planungsbestandteil, der vor der Fenstervergabe stehen muss.

Aus der bauphysikalischen Praxis

Generalunternehmer vs. Einzelgewerke: Haftung, Schnittstellenrisiken und Koordinationsaufwand

Beim Generalunternehmer haftet dieser dem Bauherrn für alle Mängel seiner Nachunternehmer — unabhängig davon, welches Subgewerk den Schaden verursacht hat (Erfüllungsgehilfenhaftung nach § 278 BGB). Der GU regressiert intern beim Verursacher; für den Bauherrn entsteht ein einheitlicher Ansprechpartner für Mängelrügen, Abnahmen und Gewährleistung.

Trocknungsverfahren-Vergleich: Kondensation / Adsorption / Mikrowelle – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Querschnitt eines Fussbodens: fertiger Estrich links, beschaedigte Schnittstelle mit Installationsleitung des Nachgewerks rechts, Uebergabepunkt markiert.

Bei Einzelvergabe trägt der Bauherr das Schnittstellenrisiko vollständig selbst: Beschädigt der Installateur den fertig verlegten Estrich des Vorunternehmers, streiten beide Gewerke über Verursachung. Ohne schriftliche Abnahme des Vorunternehmers vor Beginn des Nachfolgegewerks — geregelt im LV oder Schnittstellenprotokoll — verbleibt das Kostenrisiko beim Bauherrn.

GU-Aufschläge liegen typisch bei 10–20 % auf die Netto-Gewerkekosten. Bei Vollsanierungen mit acht und mehr Gewerken und engem Terminrahmen ist dieser Aufschlag durch das übertragene Koordinations- und Terminrisiko wirtschaftlich begründet. Bei Einzelmaßnahmen (nur Bad, nur Elektro) ist Direktvergabe an das Gewerk fast immer günstiger.

Zeitlicher Ablauf

Typischer Zeitplan einer Wohnungssanierung

  • Bestandsaufnahme & Schadenskartierung1–2 Wochen
  • Fachplanung (Statik, Lüftung, Brandschutz, LV)3–6 Wochen
  • Behördliche Genehmigungen (wenn erforderlich)4–12 Wochen
  • Abbruch & Entkernungsarbeiten1–2 Wochen
  • Rohbau-Eingriffe (Wände, Durchbrüche, Schächte)1–3 Wochen
  • Haustechnik Rohinstallation (Heizung, Sanitär, Elektro)2–4 Wochen
  • Ausbau (Putz, Estrich, Trockenbau)2–4 Wochen
  • Feinausbau (Fliesen, Böden, Türen, Maler)2–4 Wochen
  • Abnahme & Mängelbeseitigung1–2 Wochen
Kurz erklärt

Wichtige Begriffe rund um Wohnungssanierung

REI 90 / EI 90
Feuerwiderstandsklasse nach DIN EN 13501-2: R = tragfähig, E = raumabschließend, I = wärmedämmend; Zahl = Mindestdauer in Minuten. REI 90 für tragende Wohnungstrennwände, EI 90 für nicht tragende Trennbauteile.
n50-Wert
Luftwechselrate bei 50 Pascal Druckdifferenz, gemessen im Blower-Door-Test (DIN EN ISO 9972). Unterschreitung von 1,5 h⁻¹ löst nach DIN 1946-6 die Lüftungskonzeptpflicht aus.
Haftzugfestigkeit
Zugkraft je Fläche (N/mm²) zum Abreißen einer Schicht vom Untergrund. Prüfmethode: DIN EN 1015-12. Mindesteignung Putzuntergrund vor Neuputz: ≥ 0,25 N/mm² (WTA-Merkblatt 2-9).
Wassereinwirkungsklasse W0–W3
Einstufung nach DIN 18534: W0 = kein Wasserkontakt, W1 = mäßig (Spritzwasser), W2 = mittel (Privatdusche), W3 = hoch/dauerhaft (öffentl. Nassbereich). Bestimmt Abdichtungsaufbau und Mindest-Trockenfilmdicken.
Erfüllungsgehilfe (§ 278 BGB)
Person, die der Schuldner zur Erfüllung seiner Vertragspflicht einsetzt. Der GU haftet gegenüber dem Bauherrn für Mängel seiner Nachunternehmer wie für eigene Mängel.
Modernisierung vs. Instandhaltung (§ 555b BGB)
Modernisierung verbessert den Zustand über den bisherigen Standard und ist nach § 559 BGB anteilig umlagefähig. Instandhaltung erhält lediglich den Sollzustand — nicht umlagefähig. Die Abgrenzung muss vor der Mieterhöhungsankündigung dokumentiert sein.
GEG § 105 (Ausnahme Baudenkmal)
Baudenkmäler können von energetischen GEG-Anforderungen (Dämmung, Fenster-U-Wert) ganz oder teilweise ausgenommen werden, wenn die Maßnahmen die Eigenart des Denkmals beeinträchtigen würden. Inanspruchnahme muss ausdrücklich dokumentiert sein.

Wohnungssanierung Fragen & Antworten

Was kostet eine Wohnungssanierung in Berlin pro Quadratmeter?
Die Kosten richten sich nach der Sanierungstiefe. Eine Teilsanierung (z.B. Bad und Böden) kostet typisch 150–350 €/m² Wohnfläche. Eine Kernsanierung bis auf Rohbau — mit vollständigem Leitungstausch, neuem Estrich, Trockenbau und Neuinstallation — liegt in Berlin je nach Altbausubstanz und Ausstattungsstandard bei 450–900 €/m². Hauptkostentreiber sind Schadstoffentsorgung (Asbestböden: 80–150 €/m² Aufschlag), unvorhergesehene Rohbaumängel und fehlende Revisionsöffnungen in Bestandsleitungen. Eine belastbare Kostenaussage setzt immer eine Bestandsaufnahme vor Ort voraus.
Wann ist ein Schadstoffgutachten vor der Sanierung rechtlich verpflichtend?
Vor Abbruch- und Rückbauarbeiten schreibt die TRGS 519 eine qualifizierte Erkundung auf Asbest vor; die TRGS 521 gilt für künstliche Mineralfasern (KMF). Als Faustregel gilt: Gebäude vor Baujahr 1993 → Asbestvoruntersuchung immer erforderlich; vor 1980 → zusätzlich PAK-haltige Bitumenklebstoffe unter Parkett und Fliesen wahrscheinlich. Die Erkundungspflicht liegt beim Auftraggeber. Wer ohne Kartierung rückbaut und dabei Asbest freisetzt, haftet für die vollständige Dekontamination des betroffenen Gebäudebereichs — und riskiert erhebliche Bußgelder.
Gilt bei Kernsanierung der Neubaustandard nach DIN 4109 für den Schallschutz?
DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) unterscheidet zwischen Neubau und wesentlicher Änderung. Wird ein schallschutztechnisch relevantes Bauteil — etwa eine Geschossdecke oder eine Trennwand — vollständig ersetzt oder neu errichtet, greift der Neubaustandard. Reiner Oberflächenersatz (neuer Belag auf Bestandsestrich) bleibt dagegen unter Bestandsschutz. Kritischer Ausführungsfehler in der Praxis: Randdämmstreifen beim schwimmenden Estrich werden nicht lückenlos geführt oder von Mörtelbrücken unterbrochen — die Schallbrücke macht den gesamten Trittschallschutz wirkungslos, ohne dass dies bei der Abnahme sichtbar wäre.
Wie lange muss Estrich trocknen, und wann ist die Verlegung des Bodenbelags erlaubt?
Die Faustformel für Zementestrich (CT) ohne Heizung: ca. 1 mm Estrichdicke pro Tag unter Normbedingungen (20 °C, 65 % rF) — bei 60 mm Aufbauhöhe rund 6 Wochen. Maßgeblich ist jedoch nicht die Zeit, sondern die gemessene Restfeuchte per CM-Messung (Calciumcarbid-Methode): Zielwert ≤ 1,8 CM-% für beheizten Untergrund, ≤ 2,0 CM-% für unbeheizten. Anhydritestrich (CA) trocknet schneller, reagiert aber deutlich empfindlicher auf Restfeuchte (Zielwert ≤ 0,5 CM-%). Fehlt das CM-Messprotokoll, erlischt bei Schäden regelmäßig die Gewährleistung des Bodenlegers — unabhängig davon, wer tatsächlich den Fehler verursacht hat.
Welche GEG-Anforderungen gelten bei der Wohnungssanierung?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG, §47 i.V.m. Anlage 7) schreibt vor: Werden Außenbauteile (Außenwand, Dach, Fenster, erdberührende Bodenplatte) ersetzt oder erstmals gedämmt und übersteigt die betroffene Fläche 10 % der jeweiligen Bauteilgesamtfläche, müssen die dort genannten U-Wert-Grenzwerte eingehalten werden (z.B. Außenwand-Neubeschichtung mit Dämmung ≤ 0,24 W/(m²K)). Rein innenliegende Bauteile — Innenwände, Estrich, Innenputz — unterliegen dieser Pflicht nicht. Eine Verpflichtung zum Nachweis eines Gesamtgebäude-Energiestandards oder KfW-Effizienzhaus-Niveaus entsteht durch die Wohnungssanierung allein nicht.
Was ist der mietrechtliche Unterschied zwischen Kernsanierung und Modernisierung?
Nach §555b BGB gilt als umlagefähige Modernisierungsmaßnahme nur, was den Gebrauchswert nachhaltig erhöht, den Wohnkomfort verbessert oder Energie einspart — nicht die bloße Wiederherstellung des vertragsgemäßen Zustands. Vermieter dürfen nach §559 BGB 8 % der reinen Modernisierungskosten jährlich auf die Miete umlegen. Eine Kernsanierung, die marode Leitungen und verschlissene Böden ersetzt, ist steuerlich und mietrechtlich Erhaltungsaufwand und nicht umlagefähig. Problematisch wird es, wenn Erhaltung und Modernisierung vermischt werden: Beide Kostenanteile müssen nachvollziehbar getrennt dokumentiert sein, sonst ist die Mieterhöhung anfechtbar.
Warum ist die Gewerke-Reihenfolge bei der Kernsanierung so entscheidend?
Die korrekte Sequenz lautet: Rückbau → Rohinstallation (Wasser, Elektro, Heizung) → Schlitze schließen → Trockenbau → Estrich → Trocknungsphase → Fliesen/Putze → Böden → Maler → Endmontage. Jede Abweichung erzeugt überproportional hohe Nacharbeitskosten: Estrich vor Abschluss der Elektroarbeiten = Aufstemmkosten; Fliesen ohne CM-Messung = Hohlstellen und Risse; Malerarbeiten vor Trockenbau-Endschliff = Verschmutzung. Besonders unterschätzt: Revisionsöffnungen für Absperrventile und wartungspflichtige Armaturen müssen vor dem Verkleiden geplant und eingebaut sein — eine nachträgliche Öffnung in gefliester Wand kostet ein Vielfaches der eingesparten Planungszeit.
Was ändert sich technisch und rechtlich, wenn die Wohnung während der Sanierung bewohnt ist?
Mieter müssen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen nach §555a BGB dulden, müssen aber mindestens 3 Monate im Voraus schriftlich informiert werden (§555c BGB, Modernisierungsankündigung). Technisch entstehen erhebliche Mehraufwände: staubdichte Schleusensysteme zwischen Arbeits- und Wohnbereich, bei Schadstoffarbeiten Unterdruckhaltung im Arbeitsbereich, Einschränkung der Bauzeiten auf Werktage innerhalb der ortsüblichen Ruhezeiten. In der Praxis verlängert sich die Baudauer bei bewohnten Wohnungen um 30–50 % gegenüber Leerstandssanierung — ein Faktor, der bei der Kostenkalkulation häufig unterschätzt wird.
Unsere Projekte

Wohnungssanierung Referenzen & Beispiele

Weitere Referenzen ansehen

Die folgenden FAQ klären häufige Fach- und Kostenfragen zur Wohnungssanierung in Berlin auf Basis aktueller Normen, Regelwerke und Berliner Altbaupraxis.

Bereit für Ihr Bauprojekt?

Kostenlose Besichtigung & Festpreis-Angebot – meist innerhalb von 24 Stunden.

Jetzt kostenlos anfragen

Wohnungssanierung: Bauwissen & Ratgeber