Ablauf-Ratgeber · bundesweit

Entkernung: Ablauf Schritt fuer Schritt

Die Entkernung laeuft in klar getrennten Phasen ab: Planung und Schadstoffpruefung, Genehmigung und Anmeldung, Vorbereitung und Absicherung, eigentliche Durchfuehrung, Abnahme sowie fachgerechte Entsorgung. Je nach Objektgroesse dauert eine Entkernung meist zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen. Als grobe Orientierung liegen die Kosten bundesweit etwa zwischen 30 und 90 Euro pro Quadratmeter, bei Schadstoffbelastung oder aufwendiger Statik auch deutlich darueber.

Ablauf im Überblick

  • Objektgroesse und zu entkernende Flaeche in Quadratmetern
  • Schadstoffbelastung wie Asbest, Mineralwolle oder PCB
  • Umfang des Rueckbaus vom Bodenbelag bis zum Estrich
  • Statischer Aufwand und moegliche Eingriffe in tragende Bauteile
  • Entsorgungs- und Containerkosten je nach Abfalltrennung
  • Zugaenglichkeit der Baustelle sowie Etage und Transportwege

Kurzueberblick: Die Phasen der Entkernung auf einen Blick

Eine Entkernung bezeichnet das vollstaendige Entfernen des Innenausbaus eines Gebaeudes bis auf den tragenden Rohbau. Bodenbelaege, Estrich, Trennwaende, Decken, Leitungen, sanitaere Anlagen und Einbauten werden zurueckgebaut, waehrend die tragende Struktur aus Aussenwaenden, Stuetzen und Geschossdecken erhalten bleibt. Sie ist typischer Startpunkt einer Kernsanierung oder Umnutzung.

Der Ablauf gliedert sich in sechs aufeinander aufbauende Phasen: erstens Planung inklusive Bestandsaufnahme und Schadstoffanalyse, zweitens Genehmigung und behoerdliche Anmeldung, drittens Vorbereitung und Baustellensicherung, viertens die eigentliche Durchfuehrung des Rueckbaus, fuenftens Abnahme und Qualitaetskontrolle und sechstens die getrennte Entsorgung nach Abfallarten.

Wichtig ist die Reihenfolge: Zuerst werden lose Einbauten und Ausstattung demontiert, danach Installationen wie Elektro-, Heizungs- und Sanitaertechnik getrennt, anschliessend nichttragende Waende und Estrich entfernt. Tragende Bauteile bleiben grundsaetzlich stehen; Eingriffe daran erfordern immer einen Statiknachweis und gehoeren nicht zur klassischen Entkernung.

Schritt fuer Schritt: Planung, Genehmigung und Durchfuehrung

Phase 1 Planung und Bestandsaufnahme: Das Gebaeude wird begangen, Grundrisse und tragende Bauteile werden dokumentiert, und ein Schadstoffgutachten klaert, ob Asbest, kuenstliche Mineralfasern, PCB, PAK oder Schimmel vorliegen. Diese Phase dauert je nach Objekt etwa ein bis drei Wochen und entscheidet ueber Verfahren, Schutzmassnahmen und Budget. Ein sauberes Schadstoffkataster ist die Grundlage fuer alle weiteren Schritte.

Phase 2 Genehmigung und Anmeldung: Eine reine Entkernung ohne Eingriff in tragende Bauteile ist vielerorts genehmigungsfrei, doch bei denkmalgeschuetzten Gebaeuden, Aenderungen an der Statik oder am aeusseren Erscheinungsbild ist eine bauaufsichtliche Zustimmung noetig. Werden Schadstoffe wie Asbest entfernt, ist zwingend eine Anzeige bei der zustaengigen Arbeitsschutzbehoerde nach der Gefahrstoffverordnung erforderlich. Diese Phase umfasst wenige Tage bis mehrere Wochen.

Phase 3 Vorbereitung: Strom, Wasser und Gas werden fachgerecht abgeklemmt, Zufahrten und Container organisiert, Staubschutz und Absturzsicherungen errichtet sowie zu erhaltende Bauteile geschuetzt. Phase 4 Durchfuehrung ist der eigentliche Rueckbau in der genannten Reihenfolge und dauert je nach Groesse einige Tage bis mehrere Wochen. Phase 5 Abnahme prueft, ob der Rohbau sauber, tragfaehig und frei von Restinstallationen ist. Phase 6 Entsorgung trennt Bauschutt, Holz, Metall, Kunststoff und Sondermuell nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und dokumentiert die Verwertung ueber Entsorgungsnachweise.

Dauer je Phase und haeufige Fehler beim Ablauf

Die Gesamtdauer haengt von Flaeche, Zustand und Schadstoffbelastung ab. Als Faustwerte gelten: Planung und Gutachten ein bis drei Wochen, Genehmigung und Anmeldung wenige Tage bis mehrere Wochen, Vorbereitung ein bis wenige Tage, Durchfuehrung bei einer Wohnung etwa drei bis zehn Tage und bei groesseren Objekten mehrere Wochen. Abnahme und Endentsorgung schliessen sich innerhalb weniger Tage an. Puffer fuer Ueberraschungen im Bestand sind einzuplanen.

Ein haeufiger Fehler ist der Start ohne Schadstoffgutachten: Wird Asbest erst waehrend des Rueckbaus entdeckt, drohen Baustopp, Kontamination und hohe Sanierungskosten. Ebenso riskant ist das Abklemmen von Leitungen durch Laien, das Beschaedigen tragender Bauteile ohne Statiker sowie unsortierter Mischabfall, der die Entsorgungskosten stark erhoeht.

Weitere typische Fehler sind fehlende Genehmigungen bei Denkmalschutz, unzureichender Staub- und Laermschutz gegenueber Nachbarn, zu klein dimensionierte Container und die Verwechslung von tragenden mit nichttragenden Waenden. Eine belastbare Planung, klare Zustaendigkeiten und eine dokumentierte Entsorgung vermeiden die meisten dieser Probleme.

Wann ein Fachbetrieb Pflicht ist und was Sie selbst duerfen

Nicht jeder Ruckbau darf in Eigenleistung erfolgen. Sobald Schadstoffe wie Asbest, alte Mineralwolle oder PCB im Spiel sind, ist ein zertifizierter Fachbetrieb nach TRGS 519 gesetzlich vorgeschrieben; diese Arbeiten unterliegen strengen Schutz-, Anzeige- und Entsorgungspflichten und duerfen nicht privat durchgefuehrt werden. Gleiches gilt fuer das Trennen von Gas-, Strom- und Wasserleitungen, das anerkannten Fachkraeften vorbehalten ist.

Auch Eingriffe in die Statik, also das Entfernen oder Durchbrechen tragender Waende und Decken, erfordern einen Tragwerksplaner und in der Regel eine Genehmigung. Reine nichttragende Rueckbauarbeiten wie das Entfernen von Bodenbelaegen, Tapeten oder leichten Trennwaenden koennen handwerklich geuebte Eigentuemer teils selbst uebernehmen, sofern Schadstofffreiheit belegt ist und die Entsorgung geregelt wird.

Fuer die meisten Vorhaben ist ein spezialisierter Entkernungs- und Abbruchbetrieb wirtschaftlich und rechtlich sinnvoll: Er verfuegt ueber Sachkunde, Versicherung, geeignete Technik und uebernimmt die fachgerechte, nachweispflichtige Entsorgung. Eine serioese Firma erstellt vorab ein Aufmass, weist Referenzen nach und legt ein transparentes Angebot mit klaren Positionen vor.

Entkernung Kosten – Häufige Fragen

Wie laeuft eine Entkernung Schritt fuer Schritt ab?

Der Ablauf umfasst sechs Phasen: Planung mit Bestandsaufnahme und Schadstoffgutachten, Genehmigung und behoerdliche Anmeldung, Vorbereitung mit Absperren der Medien und Baustellensicherung, Durchfuehrung des Rueckbaus vom losen Einbau bis zum Estrich, Abnahme des Rohbaus und schliesslich die getrennte, nachweispflichtige Entsorgung.

Wie lange dauert eine Entkernung?

Die reine Durchfuehrung dauert bei einer Wohnung meist drei bis zehn Tage, bei groesseren Objekten mehrere Wochen. Rechnet man Planung, Gutachten, Genehmigung und Entsorgung hinzu, sollte man je nach Umfang mehrere Wochen bis wenige Monate einplanen.

Braucht man fuer eine Entkernung eine Genehmigung?

Eine reine Entkernung ohne Eingriff in tragende Bauteile ist haeufig genehmigungsfrei. Bei Denkmalschutz, Aenderungen an Statik oder Fassade ist eine bauaufsichtliche Zustimmung noetig, und beim Entfernen von Asbest oder aehnlichen Schadstoffen ist eine Anzeige bei der Arbeitsschutzbehoerde Pflicht.

In welcher Reihenfolge wird entkernt?

Zuerst werden lose Einbauten und Ausstattung demontiert, danach Elektro-, Heizungs- und Sanitaerinstallationen fachgerecht getrennt, anschliessend nichttragende Waende und der Estrich entfernt. Tragende Waende, Stuetzen und Decken bleiben stehen und werden nur mit Statiknachweis angetastet.

Kann ich eine Entkernung selbst durchfuehren?

Nichttragende Arbeiten wie das Entfernen von Bodenbelaegen oder leichten Trennwaenden koennen geuebte Eigentuemer teils selbst uebernehmen, sofern Schadstofffreiheit belegt ist. Schadstoffsanierung, das Trennen von Gas-, Strom- und Wasserleitungen sowie Eingriffe in die Statik sind dagegen Fachbetrieben vorbehalten.

Wann ist ein Fachbetrieb Pflicht?

Ein zertifizierter Fachbetrieb ist verpflichtend, sobald Schadstoffe wie Asbest nach TRGS 519 entfernt werden, wenn Medienleitungen getrennt werden und wenn in tragende Bauteile eingegriffen wird. Diese Arbeiten unterliegen Sachkunde-, Anzeige- und Entsorgungspflichten und duerfen nicht privat erfolgen.

Konkretes Festpreis-Angebot statt grober Schätzung?

Die Neuwest GmbH erstellt Ihnen nach kostenloser Besichtigung einen verbindlichen Festpreis für Ihre Entkernung – in Berlin und Umland.

Zur Entkernung-Leistung & Anfrage