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Was kostet eine Fassadensanierung? Kosten pro m² im Überblick (2026)

Eine Fassadensanierung kostet in Deutschland je nach Objekt, Region und Aufwand ca. 80–250 €/m² inklusive Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Reine Instandsetzungen ohne Dämmung liegen oft günstiger bei ca. 30–90 €/m². Die tatsächliche Summe hängt stark von Fassadenfläche, Zustand, Materialwahl und Gerüstkosten ab – eine belastbare Zahl liefert nur ein Vor-Ort-Angebot.

Kostenfaktoren im Überblick

  • Art der Maßnahme: Neuanstrich, Neuverputz oder WDVS mit Dämmung
  • Zustand des Untergrunds: Risse, Feuchte, alter Putz oder Schadstoffe
  • Material- und Dämmstoffwahl: zum Beispiel EPS, Mineralwolle oder Holzfaser
  • Fassadenfläche, Gebäudehöhe und Zugänglichkeit inklusive Gerüststandzeit
  • Gerüst-, Entsorgungs- und Nebenkosten separat einkalkulieren
  • Region, Auftragslage und Jahreszeit sowie Detailgrad der Fassade

Fassadensanierung Kosten pro m²: realistische Preisspanne 2026

Als grobe Orientierung gilt bundesweit eine Spanne von ca. 80–250 €/m² für eine energetische Sanierung mit WDVS. Wird nur die vorhandene Fassade gereinigt, ausgebessert und neu gestrichen, sind es eher ca. 30–90 €/m². Diese Werte verstehen sich als Richtwerte je nach Objekt, Region und Aufwand und ersetzen kein konkretes Angebot.

Grob lassen sich die Maßnahmen einordnen: Reinigen und Streichen ca. 30–60 €/m², Neuverputz ca. 50–100 €/m², WDVS mit Dämmung, Putz und Anstrich ca. 120–250 €/m². Hinzu kommen fast immer Gerüstkosten von ca. 8–15 €/m² Gerüstfläche sowie eventuelle Kosten für Entsorgung und Reparaturen am Untergrund.

Weil sich Grundfläche und Fassadenfläche unterscheiden, wird pro m² Fassade gerechnet – Fenster- und Türflächen werden je nach Betrieb teilweise abgezogen oder pauschal mitkalkuliert. Vergleichen Sie Angebote daher immer auf gleicher Berechnungsbasis.

Diese Faktoren bestimmen den Preis

Den größten Einfluss haben Umfang und Art der Maßnahme: Ein reiner Neuanstrich ist deutlich günstiger als eine energetische Sanierung mit Dämmung. Auch das Dämmmaterial spielt eine Rolle – EPS-Platten sind meist preiswerter als Mineralwolle oder Holzfaser.

Der Zustand des Untergrunds ist ein häufiger Kostentreiber: Risse, Feuchteschäden, alter Putz oder Schadstoffe müssen vor der Sanierung behandelt werden. Ebenso beeinflussen Gebäudehöhe, Zugänglichkeit und die Gerüststandzeit den Preis, weil sie den Aufwand für Gerüst und Arbeitssicherheit erhöhen.

Regionale Unterschiede bei Handwerkerlöhnen, die aktuelle Auftragslage und die Jahreszeit wirken sich ebenfalls aus. Detailreiche Fassaden mit Erkern, Gesimsen oder vielen Fenstern kosten pro m² mehr als glatte Flächen, weil sie mehr Handarbeit erfordern.

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit WDVS

Ein typisches freistehendes Einfamilienhaus hat rund 150 m² zu sanierende Fassadenfläche. Bei einer WDVS-Sanierung mit ca. 150 €/m² ergeben sich überschlägig etwa 22.500 € für die eigentliche Dämm- und Putzarbeit. Der Wert ist ein Richtwert je nach Objekt und Region.

Hinzu kommt das Gerüst: Bei ca. 250 m² Gerüstfläche und ca. 12 €/m² sind das rund 3.000 €. Kleinere Reparaturen am Untergrund, neue Fensterbänke und Entsorgung können weitere ca. 1.500–3.000 € ausmachen. In Summe landet dieses Beispiel bei grob ca. 27.000–29.000 €.

Für eine solche energetische Sanierung sind je nach aktueller Förderlage staatliche Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite möglich, etwa über die KfW oder das BAFA. Prüfen Sie die aktuellen Programmbedingungen vor Auftragsvergabe, da eine Antragstellung meist vor Baubeginn erfolgen muss und oft eine Energieberatung voraussetzt.

Spartipps und wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist

Sparen lässt sich vor allem durch das Bündeln von Maßnahmen: Wer Fassade, Fenster und Dach in einem Zug saniert, spart doppelte Gerüstkosten. Mehrere Angebote einzuholen und die Berechnungsbasis zu vergleichen, senkt den Preis oft spürbar. Auch Fördermittel und eine gute Terminplanung außerhalb der Hauptsaison können helfen.

Eigenleistung ist bei einfachen Arbeiten wie Vorbereiten oder Streichen begrenzt möglich, sollte aber realistisch eingeschätzt werden. Bei Dämmung, Brandschutz und statisch relevanten Eingriffen ist Fachwissen unverzichtbar, um Bauschäden zu vermeiden.

Ein Fachbetrieb ist dringend sinnvoll oder Pflicht bei WDVS-Montage, Feuchte- und Schimmelschäden, Arbeiten an Denkmalobjekten sowie bei allen förderfähigen Maßnahmen, die eine Fachunternehmererklärung verlangen. Fehler bei der Dämmung können zu Feuchteschäden und Wärmebrücken führen – die spätere Instandsetzung ist meist teurer als die fachgerechte Ausführung.

Fassadensanierung Kosten – Häufige Fragen

Was kostet eine Fassadensanierung pro m²?

Je nach Objekt, Region und Aufwand liegen die Kosten bei ca. 80–250 €/m² mit WDVS und Dämmung. Ein reiner Neuanstrich mit Ausbesserung ist mit ca. 30–90 €/m² deutlich günstiger. Genaue Zahlen liefert nur ein Vor-Ort-Angebot.

Was kostet die Fassadensanierung eines Einfamilienhauses?

Für ein typisches Einfamilienhaus mit rund 150 m² Fassadenfläche und WDVS ergeben sich überschlägig ca. 25.000–30.000 € inklusive Gerüst und kleineren Reparaturen. Der Betrag schwankt je nach Zustand, Materialwahl und Region.

Sind die Gerüstkosten im Quadratmeterpreis enthalten?

Nicht immer – häufig wird das Gerüst separat mit ca. 8–15 €/m² Gerüstfläche berechnet. Achten Sie beim Angebotsvergleich darauf, ob Gerüst, Entsorgung und Untergrundvorbereitung enthalten sind, damit die Angebote wirklich vergleichbar sind.

Gibt es Förderungen für die Fassadensanierung?

Für energetische Sanierungen mit Dämmung sind je nach aktueller Förderlage Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite möglich, etwa über KfW oder BAFA. Anträge müssen meist vor Baubeginn gestellt werden und setzen oft eine Energieberatung voraus – prüfen Sie die aktuellen Bedingungen frühzeitig.

Kann ich die Fassade selbst sanieren?

Einfache Arbeiten wie Vorbereiten oder Streichen sind in Eigenleistung begrenzt möglich. Bei Dämmung, Brandschutz oder Feuchteschäden sollte ein Fachbetrieb ran, da Ausführungsfehler zu teuren Bauschäden führen können.

Warum schwanken die Preise so stark?

Weil Umfang, Untergrundzustand, Material, Gebäudehöhe, Fassadendetails sowie regionale Löhne und Auftragslage stark variieren. Deshalb sind alle Angaben Richtwerte mit ca. und je nach Objekt, Region und Aufwand zu verstehen.

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