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Fassadensanierung Berlin
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Fachbetrieb für Putz & Fassade

Fassadensanierung in Berlin fachgerecht ausführen lassen

Eine Fassadensanierung beginnt nicht mit dem Mörtel, sondern mit der Untergrunddiagnose. Haftzugfestigkeit, Karbonatisierungstiefe und Feuchtegehalt entscheiden, welches System dauerhaft hält — und ob eine Überschichtung oder der vollständige Rückbau des Putzaufbaus notwendig ist. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert Systemversagen innerhalb weniger Wintersaisonen.

Hinzu kommen normative Anforderungen, die viele Eigentümer überraschend treffen: Die Erneuerung von mehr als 10 % einer Bauteilfläche löst gemäß § 48 GEG die Dämmpflicht aus. Brandschutz, Fugenplanung und Dampfdiffusion müssen systemübergreifend abgestimmt werden — Fehler an diesen Schnittstellen verursachen Folgeschäden, die teurer sind als die ursprüngliche Sanierung.

Leistungsumfang

Was umfasst eine Fassadensanierung?

  • Untergrunddiagnose: Haftzugfestigkeitsprüfung (Zielwert ≥ 0,15 N/mm²), Karbonatisierungstiefe, Feuchtemessung
  • Schadenserfassung und Rissklassifizierung nach WTA-Merkblatt 2-2 (Haarriss bis Strukturriss)
  • Rückbau schadhafter Putz- und Dämmschichten inkl. Schadstoffprüfung (Asbest, PAK) bei Bestandsgebäuden vor 1993
  • Untergrundvorbereitung: Reprofilierung, Rissarmierung, systemkonforme Grundierung
  • Applikation des Putzsystems oder WDVS inkl. Armierungsgewebe, Anschlussdetails und Brandschutzriegel
  • Schlussbeschichtung, Dehnfugenplanung nach BFS-Merkblatt Nr. 2 und Abnahmedokumentation

Jede Ausführung beginnt mit einer schriftlichen Untergrundbeurteilung. Systemkomponenten — Dämmung, Kleber, Armierung, Oberputz — werden ausschließlich aufeinander abgestimmt und zugelassen eingesetzt. Ein Mischsystem aus verschiedenen Herstellern würde die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) des Gesamtsystems ungültig machen.

≥ 0,25 N/mm²Haftzugfestigkeit WDVS-Untergrund (ETA-Anforderung)
HBW ≥ 25Pflicht-Hellbezugswert Endbeschichtung auf EPS-WDVS
4 / 5 JahreGewährleistung Putzarbeiten (VOB/B § 13 / BGB § 634a)
sd < 0,5 mEmpfohlener Diffusionswiderstand der Außenputzschicht
WDVS-Schichtaufbau nach ETA-Zulassung — Toleranzen und Mindestdicken – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Haftzugprüfung: Warum die Klopfprobe keine Systemeignung belegt

Das Abklopfen der Fassade zeigt nur großflächige Hohllagen — es liefert keinerlei Aussage über die Haftzugfestigkeit des Untergrunds. Für die Beurteilung, ob ein Altputz als Untergrund für ein neues Putzsystem oder WDVS taugt, ist eine messtechnische Prüfung nach DIN EN 1542 erforderlich: Prüfstempel werden mit Epoxidharz aufgeklebt, nach Aushärtung mit einem kalibrierten Abreißgerät belastet, und der Bruchspannungswert in N/mm² abgelesen.

Die Europäischen Technischen Bewertungen (ETAs) für WDVS fordern je nach Systemtyp Mindestwerte zwischen ≥ 0,08 N/mm² (Renovierputz auf Altputz) und ≥ 0,25 N/mm² (WDVS-Klebemörtel). Werden diese Werte unterschritten, ist die Systemzulassung formal ungültig — unabhängig davon, ob die Klopfprobe unauffällig war.

Querschnitt eines WDVS mit Haftzuggerät: Prüfstempel, Zugkraft senkrecht zur Wand und Bruchebene an der Klebemörtel-Fuge zur Systemeignungsprüfung.
Preise & Kosten

Was kostet Fassadensanierung?

Nettokostenrahmen je m² Fassadenfläche, Berlin, Stand 2024. Gerüst (ca. 8–15 EUR/m²) und Planung nicht enthalten. Stark abhängig von Untergrundqualität, Systemwahl und Gebäudehöhe.

LeistungPreis-Spanne (Richtwert)
Sicht- und Klopfprüfung2–4 EUR/m²
Haftzugprüfung nach DIN EN 1542 (inkl. Protokoll)8–15 EUR/m²
Altputz abtragen, Stemmverfahren15–25 EUR/m²
Altputz abtragen, Hochdruckwasser20–35 EUR/m²
Mineralputzsystem neu (UP + OP, ohne Dämmung)35–55 EUR/m²
WDVS 100 mm EPS, schlüsselfertig90–130 EUR/m²
WDVS 160 mm EPS, schlüsselfertig110–155 EUR/m²
WDVS 100 mm Mineralwolle, schlüsselfertig120–170 EUR/m²
Silikonharzputz / -anstrich auf Bestand12–20 EUR/m²
Sockelsanierung inkl. Abdichtung und Sockelputz45–80 EUR/m²
Algenschutz-Beschichtung (biozidhaltig, Silikonharzbasis)8–15 EUR/m²

Richtwerte für Berlin/Brandenburg, projektabhängig — kostenloses Festpreis-Angebot anfragen.

Detaillierte Preisbeispiele, Rechenwege und Kostentreiber je m²: Fassadensanierung Kosten pro m².

μ-Wert und Glaser-Diagramm: Warum die Putzwahl über Feuchteschäden entscheidet

Der Wasserdampf-Diffusionswiderstand μ (dimensionslos, nach DIN EN ISO 10456) ist bei Fassadensanierungen oft kritischer als der Wärmedämmwert. Wird auf einen bestehenden diffusionsarmen Dispersionsputz (μ ≈ 150–250) eine dampfbremsende Deckschicht aufgebracht, zeigt das vereinfachte Rechenverfahren nach DIN 4108-3 (Glaser-Diagramm), dass Tauwasser im Schichtübergang kondensieren kann — mit Frostschäden und Abplatzungen bereits im zweiten Winter als Folge.

Diffusionsoffene Außenputzsysteme halten den sd-Wert der Außenschale unter 0,5 m: Kalk-Zement-Putze (μ ≈ 15–25), Silikatputze (μ ≈ 40–70) und Silikonharzputze (μ ≈ 50–100, zugleich hydrophob) leiten Wasserdampf schadlos nach außen ab. Der Schichtaufbau muss vor Ausführung rechnerisch auf Tauwasserfreiheit geprüft werden — das Glaser-Diagramm ist das Werkzeug, nicht die Optik der Putzoberfläche.

Interaktiv

Kostenrechner: Fassadensanierung Berlin

Richtwert-Kalkulation für Berlin 2025 (inkl. Gerüst, Untergrundvorbereitung, EPS-Dämmplatten 100 mm, Armierungsmörtel mit Glasfasergewebe, Edelputz, Anschlussprofile). Systemvarianten: Neuputz auf Bestand ca. 30–40 EUR/m² günstiger; WDVS-Sanierung über Alt-WDVS: +10–20 EUR/m² Zuschlag (Mehrdübelkosten, Brandriegel); Vollrückbau + Neuaufbau: weiterer Zuschlag 25–40 EUR/m² für Abbruch, Entsorgung und Neuvorbereitung.

EPS-032-Dämmplatten 100 mm (inkl. Kleber, Dübel, Zubehör)
Richtkosten inkl. Arbeit

Unverbindlicher Richtwert – der genaue Preis hängt von Untergrund, Aufwand und Ausführung ab.

Im Überblick

Fassadensysteme im Überblick: Welches passt zu welchem Substrat?

WDVS EPS

Wärmedämmverbundsystem mit expandiertem Polystyrol, λ = 0,031–0,040 W/(m·K). Höchste Energieeinsparung bei niedrigstem Systempreis — aber diffusionsbremsend und HBW-sensibel (Farbton ≥ HBW 25 Pflicht).

WDVS Mineralwolle

Diffusionsoffenes, nichtbrennbares System (Baustoffklasse A1). Keine HBW-Einschränkung, geeignet für dunkle Farbtöne und Objekte mit erhöhten Brandschutzanforderungen.

Renovierputzsystem

Leichtputz auf tragfähigem Altputz — setzt Haftzug ≥ 0,08 N/mm² und Systemfreigabe in der ETA voraus. Spart Abtragkosten; kein Dämmeffekt.

Silikonharz-Beschichtung

Hydrophob (Kontaktwinkel > 100°) und diffusionsoffen (μ ≈ 50–100). Kein Wärmedämmeffekt, aber ideal zur Lebensdauerverlängerung bei gutem Bestandsputz und auf algengefährdeten Nord-/Westseiten.

Vorgehängte Fassade (VHF)

Hinterlüftete Konstruktion nach DIN 18516-1. Kein Tauwasserrisiko in der Dämmebene, Bekleidungstafeln einzeln austauschbar. Höchste Dauerhaftigkeit, aber deutlich höhere Investitionskosten.

Thermoputz

Kapillaraktiver Leichtputz mit Perlite oder Blähglas, λ ≈ 0,07–0,10 W/(m·K). Nur für Einzelbauteile (Laibungen, Pfeiler) sinnvoll; als flächiges Fassadensystem unwirtschaftlich.

Rissklassen im Außenputz — Ursache und zulässige Sanierungsmethode – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Hellbezugswert (HBW): Warum dunkle Fassadenfarben WDVS-Zulassungen außer Kraft setzen

Der Hellbezugswert (HBW) — ein photometrischer Reflexionsgrad von 0 (Schwarz) bis 100 (Weiß) — ist bei WDVS-Fassaden zulassungsrelevant. Europäische Technische Bewertungen (ETAs) für Systeme mit EPS-Kerndämmung begrenzen die Endbeschichtung auf HBW ≥ 25: Dunkle Oberflächen können sich im Sommer auf über 80 °C aufheizen, was EPS dauerhaft verformt und die Systemzulassung formal erlöschen lässt.

Bei Farbwunsch unter HBW 20 bestehen drei zulassungskonforme Alternativen: Wechsel auf WDVS Mineralwolle (temperaturunempfindlich, formstabil), EPS-System mit erweiterter ETA für dunkle Töne, oder vorgehängte Fassade. Den HBW-Wert des Wunschtones vor Vertragsschluss schriftlich fixieren und vom WDVS-Systemhersteller gegen die ETA freigeben lassen — dieser Schritt wird in der Praxis häufig übersprungen.

Querschnitt-Vergleich dreier Fassadensysteme für dunkle Farbtöne unter HBW 20: Mineralwolle-WDVS, EPS mit erweiterter ETA und hinterlüftete Fassade.
So gehen wir vor

Ablauf: Fassadensanierung von der Substratprüfung bis zur Abnahme

1

Substratdiagnose

Sicht-, Klopf- und Haftzugprüfung nach DIN EN 1542, Feuchtemessung (CM-Methode, Zielwert ≤ 3 M.-%), Rissprotokoll. Ergebnis bestimmt Systemwahl und Abtragsnotwendigkeit.

2

Altputz-Entscheidung

Vollabbruch bei Hohllagen > 20% oder Haftzug < 0,08 N/mm². Überputzen nur bei Hohllagen < 10% und Systemfreigabe durch ETA. Grauzone 10–20%: sachverständige Einzelfallbewertung.

3

Untergrundvorbereitung

Hohllagen lokal stemmen, Risse ≤ 0,2 mm kraftschlüssig schließen, Primer nach Systemvorschrift. Applikation erst bei Feuchte ≤ 3 M.-% (CM-Methode).

4

Dämmplatten kleben und dübeln

Klebeanteil und Dübelmenge nach ETA und Windlastkategorie (Regelfeld ca. 6–8 Stk./m², Randzone ca. 8–12 Stk./m²). Stumpfstoß ohne Kreuzfugen, Laibungsplatten stets im Verband.

5

Armierungsputz einbetten

Alkali-resistentes Einbettgewebe (≥ 160 g/m²) vollflächig in Armierungsmörtel einbetten. Mindestschichtdicke nach Systemzulassung (i.d.R. 3–6 mm), Gewebeüberlappung ≥ 100 mm.

6

Oberputz und Anstrich

HBW-Wert der Endbeschichtung gegen ETA prüfen. Systemgebundene Applikation — kein Herstellermix. Ausführung nur bei > 5 °C und < 30 °C, kein direkter Sonnenbrand auf frischem Putz.

7

Sockel- und Anschlussdetails

Sockelprofil setzen, Fensterbankanschluss mit vorkomprimiertem Dichtband ausführen. Tropfkante an Laibungen mit ≥ 5% Mindestgefälle. Dehnungsprofile an Gebäudetrennfugen zwingend.

8

Abnahme und Fotodokumentation

Schichtweise Fotodokumentation (Klebeauftrag, Dübelverteilung, Gewebelage) als Grundlage für spätere Mängelansprüche. Formale Abnahme nach VOB/B § 12 mit schriftlichem Protokoll.

Altputz überschichten oder abtragen? Die Entscheidungsmatrix nach Qualitätsstufen

Die Entscheidung richtet sich nach drei messbaren Parametern: Hohllagenanteil (Klopfprüfung), Haftzugfestigkeit (DIN EN 1542) und Rissbreite. Bei Hohllagen unter 10%, Haftzug ≥ 0,08 N/mm² und Rissen unter 0,2 mm ist systemkonformes Überputzen möglich — sofern die ETA des Folgesystems diesen Untergrundtyp explizit freigibt. Ab 20% Hohllagen oder Haftzug < 0,08 N/mm² ist Vollabbruch zwingend: Eine verlässliche Verbundebene ist rechnerisch nicht mehr gesichert.

Die Grauzone (10–20% Hohllagen) erfordert Einzelfallbewertung. Entscheidend sind Lage und Verteilung: Gleichmäßig verteilte Kleinsthohllagen sind weniger kritisch als wenige zusammenhängende Flächen > 0,5 m², die unter Eigengewicht oder thermischer Last als Ganzes abreißen können. Hier ist ein sachverständiges Kurzgutachten wirtschaftlich vertretbar — es entscheidet über Tausende Euro Mehrkosten beim Vollabbruch.

Lösungs-Finder

Systemfinder: Welches Fassadensystem passt?

Wandkonstruktion, Schutzstatus und energetisches Ziel — kombinierte Auswahl:

Empfehlung: WDVS mit EPS-032, min. 120 mm. GEG 2023 Anlage 7 (zu § 48) schreibt U ≤ 0,24 W/(m²·K) bei Bauteiländerung vor; auf Bestandsmauerwerk (U_alt ≈ 1,0–1,5 W/(m²·K)) wird dieser Wert mit EPS-032 ab 110–120 mm erreicht. Systemzulassung als Europäische Technische Bewertung (ETA) nach EAD 040083. Mindest-Dübelmenge: 6 Stk./m² nach Bemessung; Windbeanspruchung nach DIN EN 1991-1-4 mit nationalem Anhang prüfen.
Empfehlung: WDVS mit Mineralwolle-Lamelle (WLG 035) ≥ 160 mm oder EPS-032 ≥ 180 mm. BEG-Technische Mindestanforderungen (BAFA/KfW, Außenwand-Einzelmaßnahme): U ≤ 0,20 W/(m²·K). Mineralwolle (Baustoffklasse A1, nichtbrennbar) ist ab OK letzter Nutzeinheit > 22 m nach LBO Berlin und MBO vorgeschrieben. Wärmebrückennachweis nach DIN 4108 Bbl. 2 und Anschlussdetailplanung (Fensterbank, Rolladenkasten, Attika) erforderlich.
Empfehlung: Wärmedämmputz (λ ≤ 0,065 W/(m·K), z. B. Baumit open reflect oder Sto Calce) bis max. 60 mm — erhält Gliederungsprofile und Fassadenrelief. Bei zwingend erhaltenspflichtiger Außenoberfläche: diffusionsoffene Innendämmung mit Calciumsilikat (μ = 3–5, kapillaraktiv). Abstimmung mit Landesdenkmalamt Berlin vor Planung zwingend. Ausnahme von GEG § 48 möglich über § 102 Abs. 2 GEG; Feuchteprüfung nach DIN 4108-3 (Glaser-Verfahren oder hygrothermische Simulation) obligatorisch.
Empfehlung: Holzfaser-Außendämmplatte (diffusionsoffen, sd ≤ 0,2 m) oder Putzträgerplatte (z. B. Knauf Aquapanel Outdoor, zementgebunden). Gesamtaufbau-sd-Wert nach DIN 4108-3 beachten: Innen dampfbremsender als außen. EPS-Vollverklebung direkt auf Holzunterkonstruktion vermeiden — fehlende Hinterlüftung führt zu Feuchteakkumulation im Holz. Befestigungsmittel in Edelstahl A2/A4 (galvanische Korrosion an Holz).
Zulässig bei: Altschicht ≤ 60 mm, Haftzug des Altputzes ≥ 0,08 N/mm² (Prüfung nach DIN EN 1542), Altputz rissfrei und eben. Neue Dübel müssen Altschicht vollständig durchdringen und im tragfähigen Untergrund verankert sein; Auszugsversuch vor Ort je Untergrundklasse obligatorisch. Brandriegel aus Mineralwolle (Breite ≥ 200 mm) zwingend an jeder Geschossdecke und umlaufend um alle Öffnungen. Systemzulassung des Neusystems muss Überputz-Anwendung ausdrücklich abdecken.
Empfehlung: Klinkerriemchen-WDVS (EPS-Trägerplatte mit aufgeklebtem Riemchen, ETA erforderlich) oder mineralische Thermohaut. Betonglattfläche erfordert mineralische Haftbrücke (Spritzbewurf oder Betonkontakt-Primer), Haftzugnachweis ≥ 0,3 N/mm² (DIN EN 1542). Dübel-Auszugswerte stark untergrundabhängig (Transportbeton C20/25 vs. Altbeton). Taupunktlage im Betonquerschnitt und an Fertigteilstößen simulieren (DIN EN ISO 10211) — Wärmebrücken an Verankerungen kritisch.
Technische Daten

Technische Grenzwerte: Fassadensanierung auf einen Blick

Haftzugfestigkeit Untergrund für WDVS-Klebemörtel≥ 0,25 N/mm² (nach ETA)
Haftzugfestigkeit für Renovierputz auf Altputz≥ 0,08 N/mm² (nach ETA)
Feuchtegehalt Untergrund vor Putzauftrag (CM)≤ 3 M.-%
Rissbreite: kraftschlüssig schließen≤ 0,2 mm
Rissbreite: bewegliche Fuge erforderlich> 0,5 mm (Setzungsriss)
HBW Endbeschichtung auf EPS-WDVS (Standard-ETA)≥ 25
Armierungsgewebe Flächengewicht, alkali-resistent≥ 160 g/m²
Armierungsputzdicke (systemabhängig)3–6 mm
Dübelmenge EPS-WDVS, Regelfeld6–8 Stk./m² (windlastabhängig)
Dübelmenge EPS-WDVS, Rand-/Eckzone8–12 Stk./m² (windlastabhängig)
Spritzwasserzone, Mindesthöhe ab Gelände≥ 30 cm
Wärmeleitfähigkeit EPS WLG 032λ ≤ 0,032 W/(m·K)
Wärmeleitfähigkeit Mineralwolle Fassadenlamelleλ = 0,034–0,040 W/(m·K)
Putz-Bindemittel im Vergleich: μ-Wert, Diffusion und Einsatzbereich – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Sockelsanierung: Frost-, Spritz- und Erdreichzone als konstruktiv eigenständiger Bereich

Der Sockelbereich ist konstruktiv von der übrigen Außenwand zu trennen. Ab Geländeoberkante bis mindestens 30 cm Höhe wirken Frost-Tau-Wechsel, kapillare Feuchte aus dem Erdreich und Spritzwasserbelastung zusammen — Beanspruchungen, die die Wetterfassade in dieser Kombination nicht kennt. Sockelputze müssen wasserabweisend (Wasseraufnahmekoeffizient W ≤ 0,2 kg/(m²·h^0,5) nach DIN EN 1015-18) und nachweislich frostbeständig sein.

Der konstruktive Übergang WDVS zu Sockelbereich ist planungskritisch: Beide Systeme haben unterschiedliche Wärmedehnungskoeffizienten und dürfen nicht kraftschlüssig verbunden werden. Die Trennfuge — ausgeführt als vorkomprimiertes Dichtband oder dauerelastische Verfugung — muss Bewegungen von ± 5 mm schadlos aufnehmen. Die zulässigen Anschlussdetails sind in den jeweiligen ETAs der WDVS-Hersteller systemspezifisch vorgegeben.

Querschnitt des konstruktiven Übergangs von WDVS zum Sockelbereich mit beweglicher Trennfuge, XPS-Sockeldämmung und Spritzwasserzone am Erdreich.

Fensterbankgefälle unter 5%: häufigste Ursache für Wassereinbrüche

Stehende Nässe an der Fensterbank hinterläuft den Anschluss und zerstört den Armierungsputz. Mindestgefälle 5%, Seitenabdichtung mit vorkomprimiertem Dichtband — beides vor Oberputzauftrag prüfen und fotografisch dokumentieren.

Komponentenmix ohne ETA-Freigabe: formale Zulassungslücke

Wer Oberputz und Dämmsystem verschiedener Hersteller kombiniert, verlässt das systemgeprüfte Produkt. Die ETA gilt nur für im Systemdatenblatt benannte Komponenten. Im Schadensfall entfallen Gewährleistungsansprüche gegen den Systemhersteller.

Schichtweise Fotodokumentation ist Pflicht, keine Option

Klebebild der Dämmplatten, Dübelverteilung mit Kennung, Armierungsgewebe-Überlappung: Wer diese Lagen nicht dokumentiert, hat im Gewährleistungsfall keine Beweisgrundlage. Digitale Fotos mit Datum und Geolokation genügen als Erstnachweis.

Mehrere Gewerke auf einem Gerüst: 30–50% Gerüstkostenersparnis

Gerüst für 200 m² Fassade (4 Geschosse) kostet in Berlin typisch 3.000–5.500 EUR netto. Wer Fassade, Fensteraustausch und Dachuntersicht gleichzeitig beauftragt, amortisiert die Rüstkosten auf mehrere Gewerke — die größte Einzelersparnis bei einer Gebäudehüllensanierung.

Algenbewuchs an WDVS-Fassaden: Warum Biozide zeitlich begrenzt wirken

Biozidhaltige Fassadenputze und -farben (Wirkstoffe u.a. aus der Gruppe der Isothiazolinone) hemmen Algen- und Pilzbewuchs typisch 5–10 Jahre — danach sind die wasserlöslichen Wirkstoffe ausgewaschen. Die EU-Biozidverordnung (EU) Nr. 528/2012 schränkt zugelassene Wirkstoffe laufend ein: Terbutryn etwa wurde für Fassadenanwendungen nicht mehr zugelassen; Altbestände verlieren mit jedem Regenereignis Wirkstoff an Boden und Grundwasser.

Dauerhafter als Biozide sind konstruktive Maßnahmen: Ein kapillaraktiver Oberputz mit hohem Wasserkontaktwinkel (> 100°) minimiert die Verweilzeit von Wasser auf der Oberfläche und entzieht Algen ihren Nährboden. An Nordseiten und unterhalb von Traufen, wo Wasser regelmäßig über 6 Stunden auf der Fassade steht, schützen Tropfkanten, Dachüberstand und ausreichendes Fensterbankgefälle dauerhaft wirksamer als jeder Biozidanstrich.

Interaktiv

Dämmstärken-Rechner: EPS-032-Dicke, Ziel-U-Wert und Fördereignung

Basis: Vollziegel-Bestandswand 36 cm (U_alt ≈ 1,2 W/(m²·K)). Dämmstoff: EPS-032 (λ = 0,032 W/(m·K)). Berechnung: R_ges = 1/U_alt + d/λ; U_neu = 1/R_ges. GEG 2023 Anlage 7 (zu § 48): U_max Außenwand = 0,24 W/(m²·K). BEG-Einzelmaßnahme (KfW/BAFA): U ≤ 0,20 W/(m²·K). Mehrkosten = EPS-Materialmehrpreis gegenüber GEG-Mindestdicke 120 mm, ca. 0,70 EUR/m² je 10 mm Mehrdicke.

EPS-Dämmstärke
Eigenschaften im Vergleich

Systemvergleich: Vier Fassadenlösungen nach Schlüsseleigenschaften

WärmedämmungDiffusionBrandschutzWirtschaftlichkeitReparierbarkeit
WDVS EPS
WDVS Mineralwolle
Silikonharz-Putzsystem
Vorgehängte Fassade
Brandschutz im WDVS ab Gebäudeklasse 4: Riegel und Öffnungseinfassung – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Anschlussdetails: Wo planbare Ausführungsfehler entstehen und was Zulassungen vorgeben

Anschlüsse an Fenster, Rollladenkästen und Dachabschluss sind nach Auswertungen von Bausachverständigen die häufigste Ursache für Folgeschäden bei Fassadensanierungen — obwohl die Ausführungsdetails in den ETAs eindeutig definiert sind. Kritisch: Armierungsgewebe-Einstand in die Laibung (Mindestüberstand nach Systemdatenblatt, i.d.R. ≥ 100 mm), Trennschnitt am Fensterbankanschluss (kein fester Verbund, sondern dauerelastische Fuge) und Überbrückung von Gebäudetrennfugen (keine starre Verbindung beiderseits).

Abweichungen von Zulassungsdetails begründen einen Ausführungsmangel nach § 13 VOB/B, auch wenn die Optik einwandfrei erscheint. Der Auftragnehmer haftet für zulassungswidrige Ausführung, sofern er keinen schriftlichen Bedenkenhinweis nach § 4 Abs. 3 VOB/B erstattet hat — selbst dann, wenn der Bauherr diese Ausführung ausdrücklich angeordnet hatte.

Technischer Querschnitt eines WDVS-Sockelanschlusses mit Sockelschiene, Abdichtung und zulassungskonformer Anschlussgeometrie im Detail.
Zeitlicher Ablauf

Projektdauer: Fassadensanierung 200 m² Einfamilienhaus (Richtwerte)

  • Substratprüfung und Systemplanung1–2 Wochen
  • Gerüstaufbau0,5–1 Tag
  • Altputz abtragen (falls erforderlich)2–4 Tage
  • Untergrundvorbereitung und Priming1–2 Tage
  • Dämmplatten kleben und dübeln3–5 Tage
  • Armierungsputz + Trocknungszeit5–7 Tage (inkl. 3–5 Tage Trocknung)
  • Oberputz und Anstrich3–5 Tage
  • Sockel- und Anschlussdetails1–2 Tage
  • Gerüstabbau und Abnahme0,5–1 Tag

Gewährleistung: BGB vs. VOB/B, Beweislast und Ausführungs- vs. Planungsmangel

Bei Fassadenarbeiten nach BGB-Werkvertrag gilt eine Gewährleistungsfrist von 5 Jahren für Arbeiten an einem Bauwerk (§ 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB). Bei wirksam vereinbarter VOB/B sind es 4 Jahre (§ 13 Abs. 4 Nr. 1 VOB/B). Die VOB/B ist nur dann als Ganzes verbindlich, wenn sie ohne wesentliche Einschränkungen einbezogen wurde — andernfalls gilt BGB.

Schlagregenbeanspruchungsgruppen I–III nach DIN 4108-3 – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Erklär-Grafik: Wandquerschnitt vergleicht Ausführungsmangel und Planungsmangel mit Bedenkenanzeige nach VOB/B und Haftungsverteilung.

Haftungsrechtlich bedeutsam ist die Trennung von Ausführungsmangel (fehlerhafte Handwerksleistung) und Planungsmangel (falsche Schichtdicke, falsches System im Leistungsverzeichnis). Führt ein Unternehmer eine erkennbar fehlerhafte Planung aus, ohne rechtzeitig schriftlich Bedenken nach § 4 Abs. 3 VOB/B anzumelden, haftet er für den Schaden — auch wenn er die Planung nicht verantwortet. Wer Bedenken form- und fristgerecht meldet und dennoch zur Ausführung angewiesen wird, haftet nur für den Anteil, den die Ausführung selbst verschuldet hat.

Kurz erklärt

Wichtige Begriffe rund um Fassadensanierung

HBW (Hellbezugswert)
Photometrischer Reflexionsgrad 0–100; gibt an, wie viel Licht ein Farbton zurückwirft. Zulassungsrelevant bei EPS-WDVS: Standard-ETAs verlangen HBW ≥ 25 für die Endbeschichtung.
sd-Wert
Wasserdampfäquivalente Luftschichtdicke in Metern; charakterisiert den Diffusionswiderstand einer Schicht. Niedrige sd-Werte (< 0,5 m) = diffusionsoffen.
μ-Wert
Dimensionsloser Diffusionswiderstandsfaktor nach DIN EN ISO 10456. Gibt an, wie viel stärker ein Material Wasserdampf sperrt als ruhende Luft (μ = 1). Basis für sd-Wert-Berechnung.
Haftzugfestigkeit
Kraft je Fläche [N/mm²] zum Abreißen einer Beschichtung vom Untergrund. Prüfung nach DIN EN 1542 mit aufgeklebtem Prüfstempel und kalibriertem Abreißgerät.
ETA (Europäische Technische Bewertung)
Produktbezogene Zulassung nach EU-Bauproduktenverordnung (EU) Nr. 305/2011; ersetzt seit 2013 die nationale abZ. Definiert alle Systemanforderungen und zugelassene Komponenten für WDVS.
Glaser-Diagramm
Vereinfachtes Rechenverfahren nach DIN 4108-3 zur grafischen Ermittlung von Tauwasserausfallort und -menge im Bauteilquerschnitt. Pflichtnachweis bei schichtweise unterschiedlichen sd-Werten.
WLG (Wärmeleitfähigkeitsgruppe)
Deutsche Klassifizierung von Dämmstoffen nach Nennwärmeleitfähigkeit λ [W/(m·K)]. WLG 032 = λ ≤ 0,032 W/(m·K); abnehmende Zahl = bessere Dämmwirkung.
Spritzwasserzone
Bereich von Geländeoberkante bis mindestens 30 cm Höhe mit erhöhter Feuchtebeanspruchung. Besondere Anforderungen an Wasserabweisung und Frostbeständigkeit der Putzbeschichtung.

Tauwasserfreie Konstruktion entsteht nicht durch Kontrolle des Wärmedämmwerts allein — sie entsteht durch die Kontrolle des sd-Werts jeder einzelnen Schicht im Bauteilquerschnitt. Wer nur dämmt, aber nicht rechnet, baut Feuchteschäden auf Termin.

Bauphysikalisches Grundprinzip der Fassadenplanung (DIN 4108-3)

Fassadensanierung Fragen & Antworten

Welche Haftzugfestigkeit muss der Untergrund für ein WDVS mindestens aufweisen?
Das BFS-Merkblatt Nr. 9 (Wärmedämm-Verbundsysteme) nennt als Untergrenze 0,08 N/mm² für klebend befestigte Systeme — in der Praxis gilt 0,15 N/mm² als belastbarer Zielwert für eine dauerhaft sichere Haftung. Geprüft wird mit einem Abreißprüfgerät an mindestens fünf repräsentativen Messpunkten je 100 m² Fläche. Unterschreitet der Untergrund den Mindestwert, sind zusätzliche mechanische Dübel zwingend oder der Altputz muss vollständig abgetragen werden — eine Überschichtung wäre systemtechnisch unzulässig.
Was ist Karbonatisierung und warum ist die Karbonatisierungstiefe für die Sanierung entscheidend?
Karbonatisierung beschreibt die Reaktion von Luftkohlendioxid mit dem Calciumhydroxid im Zementputz oder Beton, die den pH-Wert von ~12,5 auf unter 9 absenkt. In diesem Bereich verliert eingebetteter Bewehrungsstahl seinen passiven Korrosionsschutz. Erkennbar ist die Karbonatisierungsfront mit dem Phenolphthalein-Test: intaktes Material färbt sich violett-pink, karbonatisierte Bereiche bleiben farblos. Die gemessene Tiefe bestimmt die notwendige Reprofilierungstiefe und ob ein Zement- oder Kalkputzsystem eingesetzt werden kann.
Ab welcher Rissbreite ist eine Putzrissarmierung zwingend — und wie werden Risse klassifiziert?
Die ZDB-Fachinformation 'Risse im Putz' und das WTA-Merkblatt 2-2 unterscheiden nach Rissbreite und Risstiefe: Haarrisse unter 0,2 mm sind mit elastischer Beschichtung (Rissüberbrückungsklasse nach DIN EN 1062) beherrschbar. Risse von 0,2 bis 0,5 mm erfordern Rissinjektion oder Armierungsstreifen. Risse über 0,5 mm, die durch den gesamten Putzquerschnitt gehen, signalisieren Bauteilbewegungen — hier muss die Ursache (fehlendes Fugenkonzept, Setzung, Zwangsspannung) vor der Putzreparatur beseitigt werden, sonst öffnen sich die Risse erneut.
Wann löst eine Fassadensanierung die GEG-Dämmpflicht aus?
Nach § 48 GEG gilt: Wird mehr als 10 % einer Bauteilfläche erneuert, muss der neue Bauteilaufbau die Mindest-U-Werte einhalten — für opake Außenwände in der Regel U ≤ 0,24 W/(m²·K). Die 10-%-Schwelle bezieht sich auf die Gesamtfläche der betreffenden Bauteilart am Gebäude, nicht auf den bearbeiteten Abschnitt. Ausnahmen bei technischer Unmöglichkeit oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit sind möglich, müssen aber individuell und nachvollziehbar dokumentiert werden. Denkmalschutz schränkt die Anforderungen zusätzlich ein, hebt sie jedoch nicht automatisch auf.
Welche Brandschutzanforderungen gelten für WDVS-Systeme — und was bedeutet das für EPS-Dämmung?
Nach Musterbauordnung (MBO) § 28 und den Landesbauordnungen der Länder sind für Gebäudeklassen 4 und 5 (Wandhöhe > 7 m bzw. > 13 m) nichtbrennbare Außenwandbekleidungen gefordert oder der Einbau von Brandschutzriegeln aus Mineralwolle (Mindesthöhe 200 mm, Baustoffklasse A1/A2 nach DIN EN 13501-1) über jeder Geschossdecke. EPS-Dämmsysteme (Baustoffklasse E/F) sind an höheren Gebäuden damit nur mit vollständig umlaufenden Mineralwolle-Riegeln zulässig — ein Planungsdetail, das in der Praxis häufig erst beim Prüfingenieur auffällt.
Was bedeutet der sd-Wert für die Wahl des Außenputzes und wann drohen Tauwasserschäden?
Der sd-Wert (wasserdampfäquivalente Luftschichtdicke in Metern) beschreibt den Diffusionswiderstand einer Schicht. Außenputze sollten diffusionsoffen sein: Kalkputz sd ≈ 0,02–0,08 m, Mineralfarbe sd < 0,05 m, Silikonharzputz sd ≈ 0,1–0,3 m, Kunstharzputz sd ≈ 0,5–2,0 m. Wird eine dampfbremsende Außenschicht über eine diffusionsoffene Innenkonstruktion gebracht, kondensiert Tauwasser in der Wandkonstruktion. Der Nachweis erfolgt nach DIN EN ISO 13788 (Glaser-Verfahren). Bei Altbauten mit Innendämmung oder gemischten Aufbauten ist dieser Nachweis vor der Materialwahl obligatorisch.
Warum sind Bewegungsfugen bei der Fassadenplanung so kritisch — und nach welcher Regel werden sie geplant?
Außenputz erfährt durch Temperaturschwankungen eine Längenänderung von ca. 0,01–0,012 mm/(m·K). Bei einer Jahresspreizung von 60 K und 10 m Putzfläche ergibt das rund 7 mm Ausdehnung — bei fehlendem Fugenkonzept entstehen Zwangsspannungen und Risse. Das BFS-Merkblatt Nr. 2 empfiehlt maximale Fugenabstände von 6 × 6 m an Außenwänden, eine Mindest-Fugenbreite von 8 mm und elastische Dichtstoffe der Klasse 25 LM nach ISO 11600. An Bauteilanschlüssen, Materialwechseln, Gebäudeecken und Fensterstürzen sind Fugen grundsätzlich zwingend anzuordnen.
Worauf ist bei Bestandsgebäuden vor 1993 besonders zu achten, bevor Putzarbeiten beginnen?
Altputze aus der Zeit vor 1993 können Asbest enthalten (Spritzasbest und asbesthaltige Putzprodukte waren bis 1993 zugelassen) — vor Rückbauarbeiten ist eine Materialprobe durch ein akkreditiertes Labor zwingend. Darüber hinaus sind in vielen DDR-Plattenbauten Leichtbetonplatten verbaut, die keine konventionelle Dübelbefestigung erlauben. Anhydritputze (erkennbar am hohen Sulfatgehalt) vertragen sich chemisch nicht mit zementhaltigen Folgesystemen und müssen laboranalytisch identifiziert werden. PAK-haltige Altanstriche (Steinkohleteerprodukte) können zusätzliche Entsorgungsanforderungen auslösen.
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