Von der Faustformel bis zum detaillierten Kostenrechner: Alle Gewerke, Praxisbeispiele, Finanzierung und Fördermittel auf einen Blick. Mit interaktivem Kalkulator.
Faustformeln, Kostenbereiche und die wichtigsten Einflussfaktoren für Ihre Budgetplanung.
Die Kosten einer Komplettsanierung hängen stark vom Gebäudetyp, dem Bauzustand und dem gewünschten Sanierungsumfang ab. Für eine erste Orientierung haben sich zwei Faustformeln bewährt:
Energetische Sanierung (Gebäudehülle + Heizung): Rechnen Sie mit 400 – 800 €/m² Wohnfläche. Dazu zählen Dachdämmung, Fassadendämmung, neue Fenster, Kellerdeckendämmung und eine moderne Heizung.
Vollsanierung inkl. Innenausbau (Elektro, Sanitär, Bäder, Böden, Putz): Hier liegen die Kosten bei 1.000 – 1.500 €/m². Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Luxusausstattung auch darüber.
In Berlin und Brandenburg liegen die Handwerkerpreise 5–15 % über dem Bundesdurchschnitt, bedingt durch die hohe Nachfrage und Fachkräftemangel im Baugewerbe.
Alle Kostenspannen auf einen Blick – als Tabelle und als prozentuale Verteilung im Diagramm.
| Gewerk | Kostenspanne | Bezugsgröße | Beispiel EFH 130 m² |
|---|---|---|---|
| Dach (Dämmung + Eindeckung) | 150 – 300 €/m² | Dachfläche | 18.000 – 36.000 € |
| Fassadendämmung (WDVS) | 120 – 200 €/m² | Fassadenfläche | 15.600 – 26.000 € |
| Fenster (3-fach Verglasung) | 500 – 1.200 €/Fenster | pro Fenster | 5.000 – 12.000 € |
| Kellerdeckendämmung | 30 – 60 €/m² | Kellerdecke | 2.400 – 4.800 € |
| Heizung (Wärmepumpe) | 15.000 – 30.000 € | pauschal | 15.000 – 30.000 € |
| Lüftungsanlage (dezentral) | 3.000 – 8.000 € | pauschal | 3.000 – 8.000 € |
| Elektro-Erneuerung | 80 – 120 €/m² | Wohnfläche | 10.400 – 15.600 € |
| Sanitär / Bad | 8.000 – 25.000 € | pro Bad | 8.000 – 25.000 € |
| Innenputz / Maler | 25 – 50 €/m² | Wandfläche | 8.750 – 17.500 € |
| Bodenbeläge | 40 – 120 €/m² | Bodenfläche | 5.200 – 15.600 € |
Wählen Sie Ihren Gebäudetyp, Wohnfläche und gewünschte Gewerke – Sie erhalten sofort eine Schätzung.
Drei typische Fälle mit tatsächlichen Kosten und Förderung – anonymisiert aus unserer Projekthistorie.
KfW-Kredite, Zuschüsse, steuerliche Förderung und klassische Bankfinanzierung im Vergleich.
Kredit bis 150.000 € pro Wohneinheit für Komplettsanierung zum Effizienzhaus. Tilgungszuschuss 5–45 % je nach Effizienzhaus-Stufe. Zinssatz ab 0,01 % eff.
Ergänzungskredit bis 120.000 € für den Heizungstausch. Zinsverbilligung für Haushalte bis 90.000 € zu versteuerndem Einkommen. Kombinierbar mit BAFA-Zuschuss.
Zuschuss für Einzelmaßnahmen: Dämmung 20 %, Heizungstausch 30–70 % (inkl. Klima-Geschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus). Plus 5 % iSFP-Bonus.
20 % der Sanierungskosten über 3 Jahre von der Steuer absetzen. Max. 40.000 € pro Objekt. Alternative zu BAFA/KfW, kein Energieberater nötig.
Zinssicherheit über die gesamte Laufzeit. Staatliche Förderung über Wohnungsbaupräie und Arbeitnehmersparzulage möglich. Gut planbar.
Klassisches Bankdarlehen mit fester Rate. Aktuell ab ca. 3,2–3,8 % eff. Zinssatz (Stand Q1/2026). Flexibel, keine Zweckbindung an einzelne Maßnahmen.
| Finanzierungsart | Zinssatz (eff.) | Max. Kreditsumme | Laufzeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| KfW 261 (Effizienzhaus 55) | 0,01 – 2,03 % | 150.000 €/WE | 4–30 Jahre | Tilgungszuschuss 15–45 % |
| KfW 358/359 (Heizung) | ab 0,01 % | 120.000 € | 4–35 Jahre | Einkommensabhängig |
| Bausparvertrag (Tarifø) | 2,5 – 3,5 % | flexibel | 7–20 Jahre | Zinssicherheit ab Tag 1 |
| Annuitätendarlehen Bank | 3,2 – 3,8 % | flexibel | 10–30 Jahre | Keine Zweckbindung |
| §35c Steuerbonus | – | 200.000 € | 3 Jahre | Max. 40.000 € Steuerersparnis |
Bewährte Strategien, um Ihr Sanierungsbudget effizient einzusetzen.
Rückbau, Entkernung, Malerarbeiten und einfache Dämmung (z.B. Kellerdecke) können in Eigenleistung erfolgen. Finger weg von Elektro, Sanitär und statisch relevanten Arbeiten – das muss der Fachbetrieb machen.
Vergleichen Sie immer mindestens drei Angebote. Achten Sie auf gleiche Leistungsbeschreibung (LV) für echte Vergleichbarkeit. Die Preisspanne kann 20–40 % betragen.
Ein Generalunternehmer oder Bündelung mehrerer Gewerke spart Koordinationsaufwand und oft 10–15 % durch Mengenvorteile. NEUWEST übernimmt das als Komplettsanierer.
Herbst und Winter sind für Innengewerke (Elektro, Sanitär, Trockenbau) günstiger. Fassadenarbeiten im Frühjahr beauftragen, wenn die Auftragslage noch moderat ist.
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) kostet ca. 1.500–2.500 € (davon 80 % gefördert). Dafür erhalten Sie 5 % mehr Förderung auf jede Einzelmaßnahme – bei 100.000 € Sanierung sind das 5.000 € extra.
Wichtig: BAFA- und KfW-Anträge müssen vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Wer zu spät beantragt, verliert die Förderung komplett.
Diese Fehler machen Sanierungen teurer als nötig – und wie Sie sie vermeiden.
Bis zu 30 % Kostensteigerung entstehen durch mangelhafte Bestandsaufnahme und unvollständige Leistungsverzeichnisse. Investieren Sie in eine gründliche Planung mit erfahrenem Bausachverständigen – das spart am Ende deutlich mehr.
Asbest (Eternit-Fassade, Fußbodenplatten), PCB, künstliche Mineralfasern oder Holzschutzmittel im Altbau: Eine Schadstoffuntersuchung vor Baubeginn (500–2.000 €) verhindert teure Entsorgungsstopps und Bauzeitenverzögerungen.
Kalkulieren Sie immer 15–20 % Puffer auf die Gesamtkosten. Unvorhergesehenes (morsche Balken, undichte Leitungen, statische Mängel) tritt bei nahezu jeder Altbausanierung auf. Ohne Reserve geraten Projekte ins Stocken.
Unrealistisch günstige Angebote enden häufig in Nachträgen, Qualitätsmängeln oder Firmeninsolvenzen. Prüfen Sie Referenzen, Qualifikationen und ob das Angebot alle Leistungen vollständig enthält.
Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen unserer Kunden.
Unverbindliche Erstberatung mit Bestandsaufnahme und individueller Budgetplanung.