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Bodenbau

Fussbodenaufbau Sanierung:
Schichten, Hoehen & Loesungen

Vom Rohboden bis zum fertigen Belag -- welche Schichten ein Fussbodenaufbau braucht, wie Sie im Altbau mit Hoehenproblemen umgehen und was die Sanierung pro m2 kostet.

12 Min. Lesezeit
Aktualisiert: Februar 2026
Von NEUWEST Boden-Experten

Der klassische Fussbodenaufbau

Ein Fussboden besteht aus bis zu neun Schichten -- jede hat eine klare Funktion. Wer den Aufbau versteht, kann bei der Sanierung gezielt optimieren.

Der Fussbodenaufbau in der Sanierung ist eines der anspruchsvollsten Themen im Altbau. Waehrend im Neubau alle Schichten von Beginn an geplant werden koennen, muessen Sanierer oft mit begrenzten Aufbauhoehen, unebenen Rohdecken und bestehenden Tuerhoehen arbeiten. Gerade in Berliner Altbauten mit Gruenderzeit-Holzbalkendecken, Nachkriegsbauten mit Betondecken oder DDR-Plattenbauten ergeben sich jeweils unterschiedliche Herausforderungen.

Ein fachgerechter Fussbodenaufbau erfuellt mehrere Funktionen gleichzeitig: Er gleicht Unebenheiten aus, daemmt gegen Kaelte und Schall, schuetzt vor Feuchtigkeit und bildet die Basis fuer den gewuenschten Bodenbelag. Die richtige Reihenfolge der Schichten und deren Abstimmung aufeinander ist entscheidend fuer Haltbarkeit, Wohnkomfort und Bauphysik.

Fussbodenaufbau -- Schnittzeichnung Typischer Aufbau bei Sanierung auf Betondecke (Gesamthoehe ca. 100 -- 120 mm) Rohdecke (Beton / Holzbalken) Tragende Decke Ausgleichsschuettung 10 -- 40 mm | Niveauausgleich DAMPFSPERRE (PE-FOLIE 0,2 mm) Feuchteschutz von unten Waermedaemmung (EPS / XPS / Mineralwolle) 30 -- 50 mm | Waermeschutz Trittschalldaemmung (Mineralfaser / PE-Schaum) 5 -- 20 mm | Schallschutz PE-Folie Abdeckung Estrich (Zement / Anhydrit / Trocken) 40 -- 65 mm | Lastverteilung KLEBSTOFF / SPACHTELMASSE 2 -- 5 mm | Haftung Bodenbelag (Parkett / Fliesen / Vinyl) 8 -- 20 mm | Nutzschicht ca. 100 -- 120 mm Oberkante Fertigfussboden (OKFF)
Rohdecke (tragend)
Ausgleich & Schuettung
Dampfsperre / PE-Folie
Waermedaemmung
Trittschalldaemmung
Estrich
Bodenbelag

Schicht fuer Schicht erklaert: Die Rohdecke traegt das Gewicht. Die Ausgleichsschuettung (z. B. Perlite, Blaehton oder Trockenschuettung) kompensiert Unebenheiten und Leitungsfuehrungen. Darueber liegt die Dampfsperre aus PE-Folie, die aufsteigende Feuchtigkeit stoppt. Die Waermedaemmung (EPS, XPS oder Mineralwolle) reduziert Waermeverluste nach unten -- besonders wichtig ueber unbeheizten Kellern. Die Trittschalldaemmung entkoppelt den Estrich von der Decke und minimiert Trittschall zu den Nachbarn. Eine weitere PE-Folie schuetzt die Daemmung vor Estrichfeuchte. Der Estrich bildet die ebene, belastbare Unterlage, auf die der Bodenbelag per Klebstoff oder schwimmend verlegt wird.

Aufbauvarianten: Nass, Trocken oder Duennschicht

Drei Estrichsysteme fuer unterschiedliche Anforderungen -- von der Komplettsanierung bis zur minimalinvasiven Renovierung.

Nassestrich-Aufbau

Zement- oder Anhydritestrich, klassischer Standard
Standard bei Komplettsanierung
Gesamtaufbauhoehe80 -- 120 mm
Estrichdicke45 -- 65 mm
Trocknungszeit4 -- 6 Wochen
BelastbarkeitSehr hoch
FussbodenheizungOptimal geeignet
TrittschallSehr gut (schwimmend)
Kosten/m225 -- 45 EUR
Ideal fuerKomplettsanierung, FBH

Trockenestrich-Aufbau

Gipsfaser- oder Zementplatten, sofort begehbar
Gesamtaufbauhoehe40 -- 80 mm
Estrichdicke25 -- 35 mm (Platten)
TrocknungszeitKeine (sofort belegbar)
BelastbarkeitMittel bis hoch
FussbodenheizungTrockensystem moeglich
TrittschallGut
Kosten/m230 -- 55 EUR
Ideal fuerHolzbalkendecke, bewohnt

Duennschichtaufbau

Fliessspachtel oder Duennestrich, minimale Hoehe
Gesamtaufbauhoehe20 -- 35 mm
Estrichdicke15 -- 25 mm
Trocknungszeit1 -- 3 Tage
BelastbarkeitMittel
FussbodenheizungDuennschicht-FBH ja
TrittschallEingeschraenkt
Kosten/m235 -- 65 EUR
Ideal fuerAltbau, geringe Hoehe
Praxistipp Altbau: In Berliner Altbauten mit Holzbalkendecken ist der Trockenestrich-Aufbau meist die beste Wahl: kein Wassereinbringung, geringes Gewicht und schnelle Verarbeitung. Bei Betondecken mit ausreichender Hoehe ist der Nassestrich ueberlegen -- besonders wenn eine Fussbodenheizung eingeplant wird.

Hoehenproblematik im Altbau

Jeder Millimeter zaehlt: Tueren, Schwellen, Treppen und Uebergaenge setzen dem Fussbodenaufbau enge Grenzen.

Die groesste Herausforderung bei der Fussbodensanierung im Altbau ist die verfuegbare Aufbauhoehe. Waehrend ein Neubau 120 mm und mehr einplanen kann, stehen im Altbau oft nur 50 -- 80 mm zur Verfuegung. Die Gruende: vorhandene Tuerhoehen, Fensterbankunterterkanten, Treppenanschluesse und Uebergaenge zu Nachbarraeumen mit Bestandsboden.

Tuerhoehen (DIN 18101)

Die lichte Durchgangshoehe muss nach Normwechsel mindestens 1.985 mm betragen. Wird der Fussboden erhoeht, muessen Tuerblaetter und Zargen angepasst oder gekuerzt werden. Bei Altbau-Tueren: Messung VOR Beginn der Arbeiten!

1.985 mm Mindest-lichte-Hoehe nach DIN 18101 (Standardtuer)

Uebergaenge & Schwellen

Uebergaenge zu Nachbarraeumen mit bestehendem Boden erzeugen Hoehenspruenge. Loesung: Uebergangsprofile (Rampen, Schienen) oder niveaugleiche Uebergaenge. Stolperkanten ueber 4 mm sind unzulaessig (DIN 18040).

max. 4 mm Zul. Hoehenunterschied ohne Uebergangsprofil (barrierefrei: 0 mm)

Treppenanschluss

Wird der Boden im OG erhoeht, aendert sich die erste und letzte Stufe der Treppe. Mehr als 10 mm Abweichung wirkt als Stolperfalle. Loesung: Treppenstufe anpassen, Aufkantung oder Aufbau im Flur angleichen.

± 10 mm Max. Abweichung der Stufenhoehe zur Vermeidung von Stolpergefahr
Haeufiger Fehler: Viele Sanierer vergessen, dass auch Heizkoerper-Nischen, Fensterbank-Unterseiten und Einbauschraenke bei einer Bodenerhoehung zum Problem werden koennen. Eine vollstaendige Aufmass-Checkliste VOR Arbeitsbeginn spart teure Nachbesserungen. Im Zweifel einen Duennschichtaufbau (20 -- 35 mm) waehlen, statt spaeter Tueren kuerzen zu muessen.

Bodenbelaege fuer die Sanierung

Fuenf Bodenbelaege im direkten Vergleich: Aufbauhoehe, Kosten, Eignung fuer Altbau und Fussbodenheizung.

Bodenbelag Aufbauhoehe Material/m2 Verlegung FBH-geeignet Altbau-Eignung Lebensdauer
Parkett (Mehrschicht) 14 -- 16 mm 40 -- 90 EUR Schwimmend / verklebt Sehr gut Sehr gut 25 -- 40 Jahre
Parkett (Massiv) 16 -- 22 mm 60 -- 150 EUR Verklebt / genagelt Bedingt Sehr gut 40 -- 80 Jahre
Laminat 7 -- 12 mm 10 -- 35 EUR Schwimmend (Klick) Bedingt Gut 10 -- 20 Jahre
Fliesen (Keramik) 10 -- 15 mm (+ Kleber) 20 -- 80 EUR Vollverklebt Optimal Bedingt 30 -- 50 Jahre
Vinyl / Designboden 2 -- 5 mm (Klebe) / 5 -- 8 mm (Klick) 15 -- 45 EUR Verklebt / Klick Sehr gut Sehr gut 15 -- 25 Jahre
Naturstein 10 -- 30 mm (+ Kleber) 50 -- 200 EUR Vollverklebt (Flexkleber) Optimal Schwer (Statik!) 50+ Jahre

Empfehlung: Altbau Berlin

  • Mehrschichtparkett (14 mm): Die beste Kombination aus Optik, Aufbauhoehe und Haltbarkeit. Eicheparkett in Fischgraet oder Landhausdiele passt perfekt zum Altbau-Charakter
  • Vinyl-Designboden (Klick, 5 mm): Extrem flach, wasserresistent, ideal fuer Kueche und Bad. Realistische Holz- und Steinoptiken fuer Budget-Sanierungen
  • Bei FBH: Mehrschichtparkett (verklebt) oder Fliesen -- beide leiten die Waerme optimal weiter

Vorsicht bei diesen Punkten

  • Massivparkett + FBH: Hohe Holzstaerke hemmt den Waermedurchgang, Trocknungsrisse moeglich. Nur duenne Sortierungen (max. 16 mm) verwenden
  • Naturstein auf Holzbalkendecke: Hohes Gewicht (ca. 50 -- 80 kg/m2 inkl. Kleber) kann die Statik ueberlasten. Statiker einbeziehen!
  • Laminat in Feuchtraeumen: Trotz HDF-Traeger nicht dauerhaft feuchtetauglich. Quellkanten und Wellenbildung bei Wasserkontakt
  • Fliesen auf altem Estrich: Haftgrund und Flexkleber verwenden, Dehnungsfugen einhalten -- sonst Risse bei Altbau-Bewegungen

Fussbodenheizung im Bodenaufbau integrieren

Drei Systeme fuer unterschiedliche Aufbauhoehen: Nasssystem, Trockensystem und Duennschicht-FBH fuer die Sanierung.

80 -- 110 mm

Nasssystem (klassisch)

Heizrohre werden auf Systemplatten (Noppenmatten) verlegt und mit Zement- oder Anhydritestrich uebergossen. Der Estrich umschliesst die Rohre vollstaendig und dient als Waermespeicher. Hoechste Effizienz und gleichmaessigste Waermeverteilung -- aber auch die groesste Aufbauhoehe.

Aufbau: 30 mm Daemmung + 20 mm Noppenmatte mit Rohr + 45 mm Estrich + Belag

Standard bei Komplettsanierung
40 -- 60 mm

Trockensystem

Heizrohre liegen in vorgefraesten Trockenestrich-Elementen oder Metallplatten (Waermeleitbleche). Darueber kommen Gipsfaser-Platten als Lastverteilung. Kein Nassestrich, kein Warten auf Trocknung -- ideal fuer Holzbalkendecken und bewohnte Sanierung.

Aufbau: 20 mm Daemmung + 20 mm Systemplatte mit Rohr + 25 mm GF-Platte + Belag

Ideal fuer Holzbalkendecke
nur 20 mm

Duennschicht-FBH (Fraesung)

Heizrohre (8 -- 10 mm Durchmesser) werden in den vorhandenen Estrich gefraest und mit Fliessestrich vergossen. Der bestehende Estrich bleibt erhalten, die Aufbauhoehe steigt nur um den Belag. Die eleganteste Loesung bei extrem begrenzter Hoehe.

Aufbau: Bestandsestrich (gefraest) + 10 mm Nivelliermasse + Belag

Minimal-Aufbau bei Sanierung
30 -- 40 mm

Tackerplatten-System

Heizrohre werden auf eine duenne Daemmplatte (15 -- 20 mm) getackert und mit einer verhaeltnismaessig duennen Estrichschicht (30 -- 35 mm) uebergossen. Kompromiss zwischen Nassystem und Hoeheneinsparung.

Aufbau: 15 mm Tackerplatte mit Rohr + 30 mm Estrich + Belag

Kompromiss-Loesung
Waermepumpe + FBH: Fussbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen (30 -- 40 Grad Celsius) und sind damit die ideale Kombination mit einer Waermepumpe. Bei Altbausanierungen in Berlin empfehlen wir, die FBH-Integration fruehzeitig in die Planung einzubeziehen -- spaetere Nachruestung ist deutlich teurer und aufwendiger.

Fussbodenaufbau auf Holzbalkendecke

Holzbalkendecken sind in Berliner Altbauten allgegenwaertig -- und stellen besondere Anforderungen an Gewicht, Schallschutz und Schwingungsverhalten.

In Berliner Gruenderzeitbauten, aber auch in vielen Nachkriegsgebaeuden, sind Holzbalkendecken die tragende Konstruktion. Der historische Fussbodenaufbau bestand typischerweise aus Dielenboden auf Laghoelzern, dazwischen eine Lehmschuettung auf dem Fehlboden (Blindboden). Bei einer Sanierung muss dieser Aufbau oft komplett erneuert werden -- und dabei die besonderen Eigenschaften der Holzbalkendecke beruecksichtigt werden.

Schuettung erneuern & Fehlboden pruefen

  • Alte Lehmschuettung: Oft durchfeuchtet, verdichtet oder kontaminiert. Komplett entfernen und durch moderne Trockenschuettung (z. B. Perlite, Blaehton) ersetzen
  • Fehlboden (Blindboden): Holzbretter zwischen den Balken pruefen -- morsches Holz entfernen, intakte Bretter als Traeger fuer die neue Schuettung nutzen
  • Rieselschutz: Rieselschutzbahn auf den Fehlboden verlegen, bevor die neue Schuettung eingebracht wird. Verhindert das Durchrieseln von Schuettgut
  • Balkenzustand pruefen: Endauflager der Balken auf Faeulnis kontrollieren -- besonders an den Wandanschluessen. Angegriffene Balken muessen verstaerkt oder ausgetauscht werden
  • Holzschutzgutachten: Bei Verdacht auf Hausschwamm oder Holzbock unbedingt EINEN Sachverstaendigen hinzuziehen, bevor der neue Aufbau begonnen wird

Aufbau auf Holzbalkendecke

  • Maximalgewicht beachten: Holzbalkendecken tragen typischerweise 150 -- 250 kg/m2 (Nutzlast). Nassestrich (ca. 120 kg/m2 bei 50 mm) kann das Limit erreichen -- Trockenestrich (ca. 30 -- 50 kg/m2) ist sicherer
  • Trockenbauweise bevorzugen: Kein Wasser auf der Holzkonstruktion! Trockenestrich-Elemente mit Trockenschuettung statt Nassestrich verwenden
  • Entkopplung/Schwingung: Holzbalkendecken schwingen -- eine federnde Zwischenlage (z. B. 20 mm Mineralwolle) entkoppelt den Estrich und reduziert Trittschall
  • Randstreifen: Daemmstreifen an allen Waenden (10 mm PE-Schaum) fuer die schwimmende Verlegung. Estrich darf NIRGENDS fest an Wand oder Balken anschliessen
  • Gewichtsreduktion: Perlite-Schuettung (ca. 100 kg/m3) statt Sand (ca. 1.500 kg/m3). Gipsfaser-Platten (ca. 25 kg/m2) statt Zementestrich
Berliner Altbau-Tipp: In Gruenderzeitbauten liegen die Holzbalken oft ungleichmaessig -- Hoehendifferenzen von 30 -- 50 mm innerhalb eines Raumes sind keine Seltenheit. Eine gebundene Trockenschuettung (z. B. Knauf F124) mit anschliessenden Trockenestrich-Elementen gleicht diese Differenzen aus und haelt das Gewicht gering. Fuer den Schallschutz empfehlen wir zusaetzlich eine 20 mm Holzfaserdaemmplatte unter dem Trockenestrich.

Kosten Fussbodenaufbau pro m2

Materialkosten inklusive Verlegung fuer verschiedene Aufbauvarianten -- Preise fuer Berlin und Umgebung, Stand 2026.

Aufbauvariante Material/m2 Arbeit/m2 Gesamt/m2 80 m2 Wohnung Dauer (80 m2)
Nassestrich + Parkett 35 -- 55 EUR 30 -- 45 EUR 65 -- 100 EUR 5.200 -- 8.000 EUR 6 -- 8 Wochen
Nassestrich + Fliesen 30 -- 60 EUR 35 -- 55 EUR 65 -- 115 EUR 5.200 -- 9.200 EUR 6 -- 8 Wochen
Trockenestrich + Parkett 40 -- 65 EUR 25 -- 40 EUR 65 -- 105 EUR 5.200 -- 8.400 EUR 2 -- 3 Wochen
Trockenestrich + Vinyl 30 -- 50 EUR 20 -- 35 EUR 50 -- 85 EUR 4.000 -- 6.800 EUR 1 -- 2 Wochen
Duennschicht + Vinyl/Parkett 35 -- 55 EUR 30 -- 50 EUR 65 -- 105 EUR 5.200 -- 8.400 EUR 1 -- 2 Wochen
Mit Fussbodenheizung (Nass) 55 -- 85 EUR 40 -- 60 EUR 95 -- 145 EUR 7.600 -- 11.600 EUR 7 -- 10 Wochen
Mit Fussbodenheizung (Trocken) 60 -- 90 EUR 35 -- 50 EUR 95 -- 140 EUR 7.600 -- 11.200 EUR 2 -- 4 Wochen
Mit Duennschicht-FBH (Fraes.) 45 -- 70 EUR 40 -- 55 EUR 85 -- 125 EUR 6.800 -- 10.000 EUR 1 -- 2 Wochen

Zusatzkosten: Altboden entfernen

8 -- 20 EUR/m2

Alten Bodenbelag und Estrich entfernen, Schutt entsorgen. Bei asbesthaltigen Materialien (z. B. Flex-Platten vor 1993) Fachfirma mit Schadstoffsanierung beauftragen: 35 -- 80 EUR/m2.

Zusatzkosten: Niveauausgleich

5 -- 15 EUR/m2

Ausgleichsschuettung oder Nivellierspachtel zum Hoehen- und Unebenheitsausgleich. Je groesser die Hoehendifferenz, desto hoeher die Kosten. Ab 30 mm Differenz: Schuettung statt Spachtel.

Zusatzkosten: Tueren kuerzen

40 -- 80 EUR/Tuer

Tuerblaetter kuerzen und Zargen anpassen. Bei Massivholztueren hoehere Kosten. Bei komplettem Zargen-Austausch (z. B. fuer Barrierefreiheit): 200 -- 400 EUR/Tuer.

Foerderung: BEG & KfW

15 -- 20 %

Bei energetischer Sanierung (Daemmung der Kellerdecke / Geschossdecke) foerdert die KfW (BEG EM) mit 15 -- 20 % der Kosten. Voraussetzung: U-Wert der Decke wird auf max. 0,25 W/(m2K) verbessert.

Preishinweis Berlin 2026: Die genannten Preise sind Richtwerte fuer den Berliner Raum inklusive MwSt. Handwerkerkosten in Berlin liegen aktuell 5 -- 15 % ueber dem Bundesdurchschnitt. Fuer eine verbindliche Kalkulation erstellen wir Ihnen gerne ein individuelles Angebot nach Aufmass.

FAQ zum Fussbodenaufbau

Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Kunden rund um Bodenaufbau, Estrich und Sanierung.

Wie duenn kann ein Fussbodenaufbau minimal sein?
+
Der absolute Minimalaufbau bei einer Sanierung liegt bei 20 -- 25 mm: Das ist ein Duennschichtsystem mit Nivellierspachtel (10 -- 15 mm) und einem duennen Belag wie Vinyl-Klebeplanken (2 -- 3 mm) oder Kork (4 mm). Damit verzichten Sie allerdings auf Waermedaemmung und Trittschalldaemmung. Ein realistischer Minimalaufbau MIT Trittschalldaemmung liegt bei 35 -- 40 mm: 5 mm Trittschalldaemmung + 25 mm Trockenestrich + 8 mm Klickvinyl. Dieser Aufbau ist in den meisten Berliner Altbauten moeglich, ohne Tueren kuerzen zu muessen.
Kann ich eine Fussbodenheizung auf einer Holzbalkendecke verlegen?
+
Ja, mit dem richtigen System. Auf Holzbalkendecken empfehlen wir ausschliesslich Trockensysteme: Systemplatten mit eingefraesten Kanaelen und Waermeleitblechen, abgedeckt mit Trockenestrich-Elementen. Der Aufbau wiegt nur 30 -- 50 kg/m2 (statt 120 kg/m2 beim Nasssystem) und bringt kein Wasser in die Holzkonstruktion. Alternativ funktioniert die Duennschicht-FBH, wenn der bestehende Estrich erhalten bleibt und die Rohre eingefraest werden. Vorlauftemperaturen von maximal 40 Grad Celsius sind einzuhalten, um Holzbewegungen zu minimieren.
Was kostet ein kompletter Fussbodenaufbau pro m2?
+
Die Gesamtkosten haengen von der gewaehlten Aufbauvariante ab. Fuer eine typische Berliner Altbauwohnung (80 m2) rechnen wir mit folgenden Richtwerten: Trockenestrich + Vinyl: 50 -- 85 EUR/m2 (Budget-Variante), Nassestrich + Parkett: 65 -- 100 EUR/m2 (Standard), Mit Fussbodenheizung: 85 -- 145 EUR/m2 (Premiumvariante). Dazu kommen eventuelle Zusatzkosten fuer Altboden-Entfernung (8 -- 20 EUR/m2) und Tuerenanpassungen (40 -- 80 EUR/Tuer). Fuer eine 80 m2 Wohnung liegt der Gesamtpreis also zwischen 4.000 und 12.000 EUR je nach Ausfuehrung.
Welcher Bodenbelag ist am besten fuer den Altbau geeignet?
+
Fuer Berliner Altbauten empfehlen wir Mehrschichtparkett (14 mm) als erste Wahl: Es bietet die authentische Holzoptik, die zum Altbau-Charakter passt, ist mit Fussbodenheizung kompatibel und kann schwimmend oder verklebt verlegt werden. Die Aufbauhoehe ist moderat. Fuer Budget-Sanierungen oder Feuchtraeume ist Vinyl-Designboden (Klick, 5 -- 8 mm) eine hervorragende Alternative: extrem flach, wasserresistent und in taeunschend echten Holz- und Steinoptiken erhaeltlich. Fliesen eignen sich optimal fuer Bad und Kueche, erhoehen aber das Gewicht und erfordern einen tragfaehigen Untergrund.
Wie lange muss Nassestrich trocknen, bevor der Belag verlegt wird?
+
Zementestrich: Mindestens 28 Tage (1 cm Dicke = ca. 1 Woche Trocknungszeit). Bei 50 mm Dicke also ca. 5 -- 6 Wochen. Anhydritestrich: Schnellere Trocknung, ca. 3 -- 4 Wochen bei 50 mm. Entscheidend ist die Restfeuchte, nicht die Kalenderzeit: Zementestrich muss unter 2,0 CM-% (bei FBH: unter 1,8 CM-%), Anhydrit unter 0,5 CM-% (bei FBH: unter 0,3 CM-%) liegen. Diese Werte werden mit einer CM-Messung (Calciumcarbid-Methode) durch den Estrichleger ueberprueft. Tipp: Funktionsheizen der FBH nach 21 Tagen beschleunigt die Trocknung erheblich.
Muss ich bei der Sanierung eine Dampfsperre einbauen?
+
In den meisten Faellen: Ja. Eine PE-Folie (0,2 mm) als Dampfbremse wird immer dann benoetigt, wenn der Fussboden ueber einem unbeheizten Keller, einer Tiefgarage oder Erdreich liegt. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit von unten in die Daemmung aufsteigt und diese durchfeuchtet (Kapillarkondensation). Nicht noetig ist die Dampfsperre bei: Fussboden ueber beheizten Raeumen (z. B. Obergeschoss im MFH), trockenen Betondecken ohne Erdkontakt oder wenn der Estrich vollstaendig verklebt wird. Bei Holzbalkendecken ist eine diffusionsoffene Bahn besser als eine dampfdichte PE-Folie, um Feuchtestau in der Holzkonstruktion zu vermeiden.
Kann ich den neuen Boden auf den alten Estrich verlegen?
+
Oft ja -- wenn der Altestrich intakt ist. Pruefen Sie: Ist der Estrich rissfrei, eben (Toleranz: 3 mm auf 1 m Richtlatte) und fest (Klopfprobe: kein hohler Klang)? Dann kann direkt mit Nivellierspachtel ausgeglichen und der neue Belag verlegt werden. Das spart enorme Kosten und Aufbauhoehe. Entfernung noetig bei: grossflaechigen Rissen, Hohlstellen (Estrich hat sich von der Decke geloest), Feuchteschaeden, Schimmelverdacht oder wenn eine Fussbodenheizung eingebaut werden soll. Bei Unsicherheit: Einen Haftzugtest durchfuehren lassen (Mindest-Haftzugfestigkeit 0,5 N/mm2 fuer Fliesenverlegung).
Welche Trittschalldaemmung ist die beste?
+
Die Wahl haengt vom Aufbau und Budget ab. Mineralfaser (Steinwolle/Glaswolle, 15 -- 20 mm): Beste Trittschall-Daemmwirkung (bis 30 dB Verbesserung), nicht brennbar, feuchteunempfindlich -- unsere Empfehlung fuer Mehrfamilienhaeuser. EPS (Styropor, 20 -- 30 mm): Guenstig, leicht, aber geringere Trittschall-Daemmung. Gut fuer Einfamilienhaeuser. PE-Schaum (2 -- 5 mm): Sehr duenn, nur als einfache Unterlage unter Klick-Belaegen. Reduziert den Gehschall, aber kaum den Trittschall zur Nachbarwohnung. Holzfaser (5 -- 10 mm): Oekologische Alternative mit guten Schallwerten und Waermedaemmung. Fuer den Berliner Altbau mit Holzbalkendecke empfehlen wir 20 mm Mineralfaser in Kombination mit schwerer Schuettung -- das ergibt die beste Schallschutz-Kombination.

Fussbodenaufbau planen lassen

Vom Aufmass ueber die Estrichwahl bis zum fertigen Bodenbelag -- wir beraten Sie individuell und erstellen ein massgeschneidertes Angebot.

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