Berliner Gruenderzeit-Architektur bewahren -- Stuckelemente fachgerecht sanieren, Schadensbilder erkennen und Denkmalschutz-Auflagen einhalten.
Die typischen Fassadenelemente der Gruenderzeitarchitektur -- von der Sockelzone bis zum Traufgesims.
Die Berliner Gruenderzeit (1871 -- 1918) praegte das Stadtbild wie keine andere Epoche. Nach der Reichsgruendung erlebte Berlin einen Bauboom, der tausende repraesentative Mietshaeuser hervorbrachte. Die Fassaden wurden mit Stuck aus Kalk-, Gips- oder Zementmoertel dekoriert -- sie verliehen einfachen Ziegelbauten ein palastartigem Erscheinungsbild.
Heute stehen viele dieser Gebaeude unter Denkmalschutz. Die fachgerechte Sanierung erfordert Wissen ueber historische Materialien, Techniken und die Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt Berlin.
Nach ueber 100 Jahren zeigen Stuck und Putz charakteristische Schaeden -- die richtige Diagnose bestimmt die Sanierungsmethode.
Von der Stuckergaenzung ueber die Reprofilierung bis zur Neufertigung -- die Methode richtet sich nach Schadensumfang und Denkmalschutz.
Die Sanierung historischer Stuckfassaden erfordert handwerkliches Koennen und Materialwissen. Grundsatz: So viel Originalsubstanz erhalten wie moeglich. Neue Moertel muessen zum historischen Bestand passen -- zu harter Zementmoertel auf weichem Kalkputz fuehrt zu Folgeschaeden. Deshalb wird bei denkmalgeschuetzten Fassaden stets eine Moertelanalyse des Bestands durchgefuehrt.
Fehlende Teilstuecke werden vor Ort mit passendem Moertel nachmodelliert. Ideal bei kleinerem Substanzverlust an Gesimsen und Profilen.
60 -- 120 EUR Pro laufender Meter Profilleiste, je nach KomplexitaetGesimse und Profile werden mit einer Schablone (Ziehlehre) neu aufgezogen. Die traditionelle Technik fuer laengere Profilstrecken.
80 -- 180 EUR Pro laufender Meter, abhaengig vom ProfilquerschnittVon vorhandenen Originalstuecken wird eine Silikonform abgenommen. Fehlende Ornamente werden als Abguesse in Stuckgips oder Kunstharz reproduziert.
150 -- 500 EUR Pro Stueck (Rosette, Konsole), Formherstellung extraDie historisch korrekte Farbgebung ist bei Denkmaelern Pflicht -- eine Befunduntersuchung legt die originalen Farbschichten frei.
Gruenderzeitfassaden waren nie einfarbig. Die einzelnen Elemente -- Sockel, Wandflaeche, Gesimse, Fensterumrahmungen -- wurden in abgestuften Toenungen gefasst. Typisch sind gebrochene Weiss- und Sandtoene, Ocker, Terracotta und gedaempfte Gruentoene. Eine stratigrafische Befunduntersuchung durch den Restaurator legt alle historischen Farbschichten in einem Anschliff (Treppenschnitt) frei.
Haeufigkeit verschiedener Farbtechniken bei untersuchten Denkmal-Fassaden in Berlin (Stichprobe n=120 Gebaeude)
Aussendaemmung (WDVS) kommt bei denkmalgeschuetztem Stuck nicht in Frage -- Innendaemmung ist die Alternative.
Kapillaraktive Kalziumsilikat-Platten regulieren die Feuchtigkeit und verhindern Schimmel. Denkmalvertraeglich, da die Fassade unangetastet bleibt.
80 -- 140 EUR Pro m2 inkl. Montage, 50 -- 80 mm StaerkeOekologische Holzfaserdaemmplatten mit guter Waermespeicherung. Besonders geeignet fuer Altbauten mit unregelmaessigen Wandflaechen.
60 -- 110 EUR Pro m2 inkl. Montage, 40 -- 60 mm StaerkeBei zweischaligem Mauerwerk wird der Hohlraum mit Daemmgranulat oder Schaum verfuellt. Minimalinvasiv, keine Veraenderung innen oder aussen.
25 -- 50 EUR Pro m2, nur bei vorhandenem Hohlraum moeglichIn Berlin stehen rund 12.000 Gruenderzeitgebaeude unter Denkmalschutz -- das hat Konsequenzen fuer jede Fassadenmassnahme.
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