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Barrierefreiheit

Barrierefreie Zugaenge: Rampen,
Aufzuege & Schwellenabbau

Normen, Technik und Foerderung fuer barrierefreie Hauseingaenge -- von der Rollstuhlrampe ueber den Plattformlift bis zum schwellenlosen Eingang nach DIN 18040.

12 Min. Lesezeit
Aktualisiert: Februar 2026
Von NEUWEST Bau-Experten

Normen & Anforderungen

Welche Vorschriften gelten fuer barrierefreie Zugaenge? DIN 18040, Berliner Bauordnung und weitere Regelwerke im Ueberblick.

Barrierefreiheit ist in Deutschland durch ein Zusammenspiel aus DIN-Normen, Landesbauordnungen und dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) geregelt. Die zentrale Planungsnorm ist die DIN 18040, die in Teil 1 oeffentlich zugaengliche Gebaeude und in Teil 2 Wohnungen behandelt. In Berlin gelten zusaetzlich die Anforderungen der Berliner Bauordnung (BauO Bln), die fuer Neubauten mit mehr als zwei Wohnungen einen barrierefreien Zugang vorschreibt.

Wichtig: Auch bei Bestandsgebaeuden koennen Anforderungen greifen -- etwa wenn eine Nutzungsaenderung, ein wesentlicher Umbau oder eine Foerderung beantragt wird. Im Folgenden die vier wichtigsten Regelwerke.

DIN 18040-1

Oeffentlich zugaengliche Gebaeude

  • Stufenloser Zugang ab Gelaendeniveau
  • Tueren mind. 90 cm lichte Breite
  • Rampen max. 6 % Steigung, alle 6 m Podest
  • Aufzug mind. 110 x 140 cm Kabinengroesse
  • Taktile und visuelle Leitsysteme
  • Handlaeufe beidseitig, Hoehe 85 -- 90 cm

DIN 18040-2

Barrierefreie Wohnungen

  • Schwellenfreier Zugang zur Wohnungsebene
  • Tueren mind. 80 cm (Rollstuhl: 90 cm) lichte Breite
  • Bewegungsflaechen mind. 120 x 120 cm (R: 150 x 150 cm)
  • Bodengleiche Dusche (R-Standard empfohlen)
  • Schwellen max. 20 mm Hoehe, besser 0 mm
  • R = uneingeschraenkt rollstuhlgerecht

Berliner Bauordnung (BauO Bln)

Landesspezifische Pflichten

  • Neubauten ab 3 Wohnungen: mind. 1/3 barrierefrei
  • Aufzugpflicht ab 5 Vollgeschossen (Altbau: ab 6)
  • Stellplaetze: 1 % barrierefrei, mind. 1 Stellplatz
  • Oeffentliche Gebaeude: vollstaendig barrierefrei
  • Denkmalschutz: Ausnahmen moeglich, aber begruendungspflichtig
  • Bezirke koennen Abweichungen genehmigen

Weitere Regelwerke

Ergaenzende Normen und Gesetze

  • DIN EN 81-70: Aufzuege fuer Personen mit Behinderung
  • DIN 32984: Bodenindikatoren im oeffentlichen Raum
  • BGG / L-BGG Berlin: Gleichstellungsgesetze
  • SGB XI ss 40: Wohnumfeld-Verbesserung (Pflegekasse)
  • UN-BRK: Inklusion als Menschenrecht
  • GEG ss 48: Energetische Sanierung + Barrierefreiheit

Rampen: Planung, Masse & Materialien

Die Rampe ist die einfachste Loesung fuer Hoehenunterschiede bis ca. 100 cm -- wenn der Platz vorhanden ist.

Eine barrierefreie Rampe nach DIN 18040 darf maximal 6 % Laengsneigung aufweisen (6 cm Anstieg pro 100 cm Laenge). Bei einer Hoehe von 60 cm ergibt sich also eine Rampenlaenge von mindestens 10 Metern -- plus Podeste und Wendeflaechen. Die Mindestbreite betraegt 120 cm zwischen den Handlaeufen, bei Gegenverkehr 180 cm. Alle 6 Meter ist ein Ruhepodest von mindestens 150 cm Laenge vorgeschrieben.

Rampen benoetigen beidseitige Handlaeufe in 85 -- 90 cm Hoehe sowie eine Radabweisleiste (Aufkantung) von mindestens 10 cm Hoehe. Am Beginn und Ende der Rampe muss eine Bewegungsflaeche von 150 x 150 cm vorhanden sein.

Gelaendeniveau Podest 150 cm Podest 150 cm Tuer mind. 90 cm Gebaeude Handlauf 85 -- 90 cm Radabweisleiste 10 cm 80 cm (Hoehe) mind. 1.333 cm (13,3 m) bei 6 % Steigung 6 % Lichte Breite 120 cm DIN 18040
Rampenflaeche & Steigung
Handlaeufe beidseitig
Podeste & Bewegungsflaechen
Tuer / Eingang

Betonrampe

Massiv, langlebig, festinstalliert
Dauerloesung Altbau
Kosten pro lfm800 -- 1.500 EUR
Lebensdauer30+ Jahre
OberflaecheRutschfest (R11/R12)
Aufbauzeit5 -- 10 Werktage
GenehmigungOft erforderlich
WinterfestJa (Drainage beachten)
Ideal fuerPermanente Loesungen

Stahlrampe

Feuerverzinkt, modular, robust
Kosten pro lfm600 -- 1.200 EUR
Lebensdauer25+ Jahre
OberflaecheGitterrost / Riffelblech
Aufbauzeit2 -- 5 Werktage
GenehmigungAbhaengig von Groesse
WinterfestJa (Gitterrost entwaeassert)
Ideal fuerMFH, Gewerbe, Denkmal

Alurampe (mobil)

Leicht, klappbar, transportabel
Kosten200 -- 2.500 EUR
Lebensdauer15+ Jahre
OberflaecheAntirutsch-Rillen
AufbauzeitSofort (Auflegen)
GenehmigungNicht erforderlich
Tragkraft150 -- 350 kg
Ideal fuerUebergangsloesung, Mieter

Aufzuege & Lifte im Vergleich

Wenn Rampen zu lang waeren oder der Platz fehlt: Vier Liftsysteme fuer den barrierefreien Zugang zu Wohngebaeuden und oeffentlichen Bauten.

Die Wahl des richtigen Liftsystems haengt von der Ueberwindungshoehe, dem verfuegbaren Platz und dem Budget ab. Ein vollwertiger Personenaufzug ist die komfortabelste Loesung, benoetigt aber einen Schacht und liegt im fuenfstelligen Kostenbereich. Plattformlifte und Hublifte sind kompaktere Alternativen fuer Hoehenunterschiede bis 3 Meter. Treppenlifte eignen sich, wenn nur einzelne Personen mobilitaetseingeschraenkt sind, erfuellen aber nicht die DIN 18040 fuer Rollstuhlfahrer.

Personenaufzug

DIN EN 81-70, Schachtanlage
Barrierefreiheit-Standard
Kosten40.000 -- 120.000 EUR
FoerderhoeheUnbegrenzt
Kabine (min.)110 x 140 cm
Tragkraft630 -- 1.000 kg
Einbauzeit4 -- 12 Wochen
Wartung/Jahr1.500 -- 3.000 EUR
GenehmigungBaugenehmigung noetig
Ideal fuerMFH, oeffentliche Gebaeude

Plattformlift

Entlang der Treppe, fuer Rollstuhl
Kosten15.000 -- 40.000 EUR
FoerderhoeheBis ca. 3 m (pro Lauf)
Plattform80 x 100 cm bis 90 x 120 cm
Tragkraft250 -- 300 kg
Einbauzeit2 -- 5 Tage
Wartung/Jahr400 -- 800 EUR
GenehmigungMeist genehmigungsfrei
Ideal fuerTreppenhaeuser, Altbau-EG

Hublift (Hebelift)

Vertikal, ohne Treppe, kompakt
Kosten8.000 -- 20.000 EUR
FoerderhoeheBis 180 cm (bis 300 cm moegl.)
Plattform90 x 120 cm bis 110 x 140 cm
Tragkraft300 -- 350 kg
Einbauzeit1 -- 3 Tage
Wartung/Jahr300 -- 600 EUR
GenehmigungMeist genehmigungsfrei
Ideal fuerEingang, Hochparterre, Terrasse

Treppenlift (Sitzlift)

Schienengebunden, fuer Gehfaehige
Kosten3.500 -- 15.000 EUR
FoerderhoeheBeliebig (pro Stockwerk)
Sitzbreite45 -- 55 cm
Tragkraft120 -- 160 kg
Einbauzeit0,5 -- 2 Tage
Wartung/Jahr200 -- 500 EUR
GenehmigungGenehmigungsfrei
Ideal fuerEFH, Senioren, Uebergang

Hauseingang barrierefrei optimieren

Neben Rampe und Lift zaehlen die Details: Schwellen, Tueren, Beleuchtung und Kommunikation machen den Eingang erst wirklich nutzbar.

Ein barrierefreier Hauseingang besteht aus mehr als einer Rampe. Tuerschwellen ueber 20 mm sind bereits ein Hindernis fuer Rollstuhlfahrer und Rollatoren. Automatische Tueroeffner, kontrastreiche Markierungen, eine gut erreichbare Gegensprechanlage und blendfreie Beleuchtung sind ebenso entscheidend. Ziel ist ein durchgaengig nutzbarer Zugang -- vom Gehweg bis in die Wohnung.

Tuerschwellen abbauen

Maximale Schwellenhoehe nach DIN 18040: 20 mm, besser 0 mm. Magnetdichtungen, absenkbare Bodendichtungen oder schwellenlose Profile mit Niveauausgleich ermoeglich stufenlose Uebergaenge. Kosten: 150 -- 800 EUR pro Tuer.

Automatische Tueroeffner

Elektrische Drehtuerantriebe oder Schiebetuerautomatik mit Taster, Fernbedienung oder Naeherungssensor. Oeffnungskraft max. 25 N (DIN 18040). Nachruesten bestehender Tueren ab ca. 1.200 -- 3.500 EUR inkl. Montage.

Gegensprechanlage & Klingel

Montagehoehe 85 cm (Rollstuhl-Erreichbarkeit). Taster mind. 50 x 50 mm, Kontrastreich mit Braille-Beschriftung. Video-Gegensprechanlage erleichtert hoerbehinderten Personen die Kommunikation. Kosten: 300 -- 2.000 EUR.

Beleuchtung & Vordach

Mindestbeleuchtungsstaerke im Eingangsbereich: 100 Lux (DIN 18040). Blendfrei, gleichmaessig, automatisch via Bewegungsmelder. Ein Vordach schuetzt Rampe und Eingangsbereich vor Naesse, Eis und Schnee -- wichtig fuer Rutschsicherheit.

Bodenbelag & Kontraste

Rutschfeste Oberflaeche mind. Bewertungsgruppe R11 (Aussenbereich R12). Kontrastreiche Markierungen an Stufenvorderkanten und Niveauwechseln. Taktile Bodenindikatoren (Noppen-/Rippenplatten) fuer Sehbehinderte nach DIN 32984.

Briefkasten & Nebenraeume

Briefkastenanlage in 85 -- 105 cm Hoehe (Einwurf und Entnahme). Unterfahrbarkeit mind. 30 cm Tiefe. Muellraum und Fahrradabstellplaetze ebenfalls schwellenfrei erreichbar. Klingelanlage kontrastreich und taktil markiert.

Berliner Altbau: Herausforderungen & Loesungen

Gruenderzeitbauten mit Hochparterre, enge Treppenhaeuser und Denkmalschutz -- typische Probleme und wie man sie loest.

Berlin hat mit rund 330.000 Gruenderzeit-Wohnungen einen der groessten Altbaubestaende Europas. Typische Merkmale: Hochparterre mit 4 -- 8 Stufen, enge Treppenhaeuser (oft nur 100 -- 120 cm Laufbreite), Halbgeschosse und Seitenfluegelzugaenge. Dazu kommt der Denkmalschutz in zahlreichen Milieuschutzgebieten. Barrierefreiheit nachruestbar zu machen erfordert hier kreative Loesungen und eine enge Abstimmung mit dem Bezirksamt.

Hochparterre-Problem

Berliner Gruenderzeitbauten haben typischerweise 4 -- 8 Stufen (60 -- 130 cm Hoehe) zwischen Gehweg und Hauseingangstuer. Eine Rampe mit 6 % Steigung wuerde 10 -- 22 Meter Laenge erfordern -- oft mehr als der Vorgarten hergibt.

Loesungen: Hublift im Vorgarten (platzsparend, ab 8.000 EUR), Plattformlift entlang der Eingangstreppe, oder eine Rampe mit Kehre. Bei ausreichendem Platz im Seitenfluegelbereich kann auch ein Aussenaufzug am Seitengiebel realisiert werden.

Enge Treppenhaeuser

Laufbreiten von 100 -- 120 cm sind im Gruenderzeitbau ueblich. DIN 18040 fordert aber 120 cm nutzbare Breite fuer Rollstuhlfahrer. Ein Treppenlift verengt die Restbreite auf ca. 70 cm -- Fluchtweganforderung kann verletzt werden.

Loesungen: Klappbarer Sitzlift (Restbreite mind. 80 cm), Plattformlift mit klappbarer Plattform, oder ein Aussenaufzug, der das Treppenhaus gaenzlich umgeht. In Absprache mit dem Bezirksamt sind Befreiungen nach ss 67 BauO Bln moeglich.

Halbgeschosse & Zwischenpodeste

Viele Berliner Altbauten haben Halbgeschoss-Zugaenge: Die Wohnungstuer liegt nicht auf dem Hauptpodest, sondern 3 -- 5 Stufen versetzt. Aufzuege erreichen diese Ebene nicht direkt -- es bleiben Reststufen.

Loesungen: Nachtraeglicher Aufzug mit Haltepunkt pro Halbgeschoss (teurer, da mehr Tueren). Alternativ: Hublift auf dem Podest fuer die letzten 50 -- 80 cm. Oder Wohnungstausch innerhalb des Hauses auf eine barrierefreie Ebene.

Denkmalgerechte Loesungen

In denkmalgeschuetzten Gebaeuden gelten strenge Auflagen fuer aeussere Veraenderungen. Rampen, Aussenaufzuege und Tueroeffner muessen mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt werden. Die Reversibilitaet der Massnahme ist ein zentrales Kriterium.

Loesungen: Stahl- oder Glasaufzug im Innenhof (weniger sichtbar), mobile Rampen, farblich angepasste Handlaeufe. Das Berliner Denkmalschutzgesetz ss 11 erlaubt Ausnahmen bei uebergeordnetem oeffentlichen Interesse -- Barrierefreiheit kann als solches gelten.

Kosten & Foerderung

Was barrierefreie Umbauten kosten und welche Zueschuesse und Kredite die Investition erleichtern.

Massnahme Kosten (ca.) Einbauzeit Foerderung moeglich
Tuerschwelle abbauen (pro Tuer) 150 -- 800 EUR 0,5 -- 1 Tag KfW, Pflegekasse
Automatischer Tueroeffner 1.200 -- 3.500 EUR 0,5 -- 1 Tag KfW, Pflegekasse
Mobile Alurampe (klappbar) 200 -- 2.500 EUR Sofort Pflegekasse, Krankenkasse
Feststehende Rampe (Beton/Stahl) 5.000 -- 25.000 EUR 1 -- 2 Wochen KfW, Pflegekasse, Eingliederung
Hublift (bis 180 cm) 8.000 -- 20.000 EUR 1 -- 3 Tage KfW, Pflegekasse, Eingliederung
Plattformlift (Schraeg) 15.000 -- 40.000 EUR 2 -- 5 Tage KfW, Pflegekasse, Eingliederung
Treppenlift (Sitzlift, gerade) 3.500 -- 8.000 EUR 0,5 -- 1 Tag Pflegekasse
Treppenlift (Sitzlift, Kurve) 8.000 -- 15.000 EUR 1 -- 2 Tage Pflegekasse
Personenaufzug nachruestbar 40.000 -- 120.000 EUR 4 -- 12 Wochen KfW, Laenderfoerderung
Beleuchtung + Vordach 500 -- 5.000 EUR 1 -- 3 Tage KfW
Gegensprechanlage (barrierefrei) 300 -- 2.000 EUR 0,5 -- 1 Tag KfW
50.000 EUR

KfW-Kredit 159 – Altersgerecht Umbauen

Zinsguenstiger Kredit der KfW-Bank fuer Massnahmen zur Barrierereduzierung. Bis zu 50.000 EUR je Wohneinheit mit aktuell ca. 2,6 % eff. Jahreszins. Keine Altersgrenze, auch fuer Vermieter und WEG. Kombinierbar mit Zueschuessen.

Kredit – Antrag vor Baubeginn
6.250 EUR

KfW-Zuschuss 455-B – Barrierereduzierung

Investitionszuschuss fuer Einzelmassnahmen: 10 % der foerderfaehigen Kosten, max. 6.250 EUR pro Wohneinheit. Fuer den Standard "Altersgerechtes Haus": 12,5 %, max. 6.250 EUR. Auch fuer Mieter (mit Vermieter-Zustimmung).

Zuschuss – Budget begrenzt
4.000 EUR

Pflegekasse ss 40 SGB XI

Zuschuss fuer wohnumfeldverbessernde Massnahmen bei anerkanntem Pflegegrad (1 -- 5). Bis zu 4.000 EUR pro Massnahme und Person, bei Wohngruppen bis 16.000 EUR. Kein Kredit, sondern direkter Zuschuss. Antrag vor Baubeginn bei der Pflegekasse.

Zuschuss – Pflegegrad noetig
Individuell

Eingliederungshilfe (SGB IX)

Fuer Menschen mit wesentlicher Behinderung: Uebernahme der angemessenen Kosten fuer Wohnraumanpassung. Antrag beim zustaendigen Traeger (Bezirksamt/LWL). Umfasst Rampen, Lifte, Tueren, Badsanierung -- nachrangig zu Pflegekasse und KfW.

Antrag beim Sozialamt
Wichtig: Foerderantraege muessen vor Baubeginn gestellt werden. Eine Kombination aus KfW-Kredit 159, KfW-Zuschuss 455-B und Pflegekasse ist moeglich. Wir beraten Sie zur optimalen Foerder-Kombination fuer Ihr Projekt.

FAQ zu barrierefreien Zugaengen

Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Kunden rund um Rampen, Aufzuege und barrierefreie Umbauten.

Rampe oder Lift -- was ist die bessere Loesung?
+
Das haengt von der Hoehenueberwindung und dem verfuegbaren Platz ab. Eine Rampe ist die einfachste und wartungsaermste Loesung, benoetigt aber viel Laenge: Bei 6 % Steigung brauchen Sie fuer 60 cm Hoehe bereits 10 Meter Rampenlaenge plus Podeste. Ein Hublift ist die platzsparendste Alternative fuer bis zu 180 cm Hoehe und passt auch in kleine Vorgaerten. Faustregel: Bis ca. 30 cm Hoehe lohnt eine Rampe, darueber wird ein Lift wirtschaftlicher und platzsparender.
Was kostet es, einen Personenaufzug im Altbau nachzuruesten?
+
Die Kosten fuer einen nachtraeglich eingebauten Personenaufzug liegen zwischen 40.000 und 120.000 EUR, abhaengig von Geschosszahl, Schachttyp und Ausstattung. Ein Aussenaufzug (z.B. am Innenhof) ist meist guenstiger als ein Innenaufzug, da kein Wohnraum verloren geht. Hinzu kommen jaehrliche Wartungskosten von 1.500 -- 3.000 EUR sowie Strom. Durch die KfW-Foerderung (Kredit 159 bis 50.000 EUR oder Zuschuss 455-B) lassen sich die Kosten deutlich reduzieren.
Gibt es eine Pflicht zur Barrierefreiheit im Altbau?
+
Grundsaetzlich nein -- fuer bestehende Wohngebaeude ohne Umbau gilt keine Nachruest-Pflicht. Allerdings greift die Berliner Bauordnung bei wesentlichen Umbauten, Nutzungsaenderungen oder Aufstockungen: Dann muessen die neuen Teile barrierefrei sein. Oeffentlich zugaengliche Gebaeude (Arztpraxen, Laeden, Bueros) muessen nach dem BGG grundsaetzlich barrierefrei sein. Arbeitgeber haben zudem eine Fuersorgepflicht nach SGB IX, wenn Mitarbeiter mit Behinderung beschaeftigt werden. Vermieter koennen verpflichtet sein, Umbauten auf Kosten des Mieters zu dulden (ss 554a BGB).
Welche Foerderung gibt es fuer den barrierefreien Umbau?
+
Die wichtigsten Programme: KfW-Kredit 159 (bis 50.000 EUR zinsguenstig), KfW-Zuschuss 455-B (10 % der Kosten, max. 6.250 EUR), Pflegekasse ss 40 SGB XI (bis 4.000 EUR bei Pflegegrad) und Eingliederungshilfe SGB IX (individuell bei Behinderung). Diese Programme sind kombinierbar. Wichtig: Alle Antraege muessen vor Baubeginn gestellt werden. Auch manche Bundeslaender und Kommunen bieten zusaetzliche Foerderprogramme. Wir helfen Ihnen, die optimale Kombination zu finden.
Darf ich als Mieter eine Rampe oder einen Lift einbauen?
+
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Nach ss 554a BGB hat der Mieter das Recht, auf eigene Kosten barrierefreie Umbauten vorzunehmen, wenn der Vermieter zustimmt. Der Vermieter darf die Zustimmung nur bei berechtigtem Interesse verweigern (z.B. erhebliche Substanzschaeden). Der Mieter muss den Rueckbau bei Auszug tragen, sofern nicht anders vereinbart. Bei einem Pflegegrad uebernimmt die Pflegekasse bis 4.000 EUR. Auch der KfW-Zuschuss 455-B kann von Mietern beantragt werden.
Wie breit muss eine Rampe mindestens sein?
+
Nach DIN 18040 betraegt die Mindestbreite 120 cm zwischen den Handlaeufen (nutzbare Breite). Bei Gegenverkehr (z.B. in oeffentlichen Gebaeuden) sind 180 cm vorgeschrieben. Die maximale Steigung betraegt 6 %, alle 6 Meter ist ein Ruhepodest von mindestens 150 cm Laenge erforderlich. Am Anfang und Ende der Rampe muss eine Bewegungsflaeche von 150 x 150 cm vorhanden sein. Beidseitige Handlaeufe in 85 -- 90 cm Hoehe und eine Radabweisleiste von 10 cm Hoehe sind Pflicht.
Welcher Lift eignet sich fuer Rollstuhlfahrer im Berliner Altbau?
+
Fuer den Eingangsbereich (Hochparterre, 60 -- 130 cm) ist ein Hublift die beste Wahl: kompakt, relativ guenstig (8.000 -- 20.000 EUR) und in 1 -- 3 Tagen eingebaut. Fuer die Erschliessung aller Geschosse kommt nur ein Personenaufzug in Frage -- idealerweise als Aussenaufzug im Innenhof, da Berliner Altbau-Treppenhaeuser meist zu eng sind. Ein Plattformlift (schraeg entlang der Treppe) ist eine Zwischenloesung, benoetigt aber eine Treppenbreite von mindestens 110 cm und kann die Fluchtwegebreite einschraenken.
Brauche ich eine Baugenehmigung fuer eine barrierefreie Rampe?
+
Das haengt von Groesse und Standort ab. Kleine mobile Rampen und Schwellenrampen sind genehmigungsfrei. Fest installierte Rampen im oeffentlichen Raum oder an der Fassade benoetigen in Berlin meist eine Baugenehmigung oder Zustimmung des Bezirksamtes. In denkmalgeschuetzten Bereichen ist zusaetzlich die Genehmigung des Landesdenkmalamtes erforderlich. Ein Hublift bis 3 m Foerderhoehe ist nach Berliner Bauordnung in der Regel genehmigungsfrei. Ein Personenaufzug benoetigt immer eine Baugenehmigung. Wir klaeren die Genehmigungslage als Teil unserer Planung.

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