Der Sockelbereich ist die verwundbarste Zone jedes Gebäudes. Erfahren Sie alles über fachgerechte Abdichtung nach DIN 18533, Perimeterdämmung und die Sanierung feuchter Keller.
Der Sockelbereich ist der meistbelastete Teil der Gebäudehülle -- und gleichzeitig der am häufigsten vernachlässigte.
Die Sockelabdichtung schützt den Übergangsbereich zwischen Fundament und aufgehendem Mauerwerk gegen eindringende Feuchtigkeit. Dieser Bereich -- in der Regel die unteren 30 bis 50 cm über Geländeoberkante und die erdberührten Flächen darunter -- ist Spritzwasser, Sickerwasser und kapillar aufsteigender Feuchtigkeit ausgesetzt.
Ohne fachgerechte Abdichtung dringt Wasser ins Mauerwerk ein, steigt kapillar auf und verursacht Schimmel, Salzausblühungen und Putzschäden. Die Perimeterdämmung ergänzt die Abdichtung, indem sie die Kelleraußenwand thermisch schützt und Wärmebrücken am Sockel verhindert.
Seit 2017 regelt die DIN 18533 (Bauwerksabdichtung für erdberührte Bauteile) die Anforderungen an Sockelabdichtungen neu und ersetzt die alte DIN 18195.
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| Material | – |
| Funktion | – |
| Einbaustärke | – |
| Wärmeleitfähigkeit | – |
| Norm-Bezug | – |
Die DIN 18533 teilt die Beanspruchung durch Wasser in vier Klassen ein. Die richtige Zuordnung bestimmt das Abdichtungsverfahren.
Wasser im Erdreich, das kapillar gebunden ist und keinen hydrostatischen Druck aufbaut. Typisch bei durchlässigen Böden (Sand, Kies).
Sickerwasser staut sich temporär an der Kellerwand. Typisch bei bindigen Böden (Lehm, Ton) ohne funktionierende Drainage.
Grundwasser steht dauerhaft an der Kellerwand an. Erfordert hochwertige, vollflächig verklebte Abdichtungssysteme.
Regenwasser prallt vom Boden ab und belastet den Sockel bis ca. 30 cm über Gelände. Gilt auch bei Schlagregen.
Für die Dämmung erdberührter Bauteile kommen nur druckfeste, wasserunempfindliche Materialien in Frage.
So läuft eine fachgerechte Sockelabdichtungs-Sanierung bei NEUWEST ab -- in 6 klar definierten Schritten.
Feuchtemessung, Salzanalyse und Prüfung der bestehenden Abdichtung. Bei Bedarf Baugrundgutachten zur Bestimmung der Wassereinwirkungsklasse nach DIN 18533.
Erdreich wird entlang der Außenwand bis zur Fundamentunterkante ausgehoben. Arbeitsraumbreite mindestens 60 cm. Sicherung der Grube gegen Einsturz bei Tiefen über 1,25 m.
Alte Beschichtungen entfernen, Mauerwerk reinigen und trocknen lassen. Auftrag der Abdichtung: KMB (Bitumen-Dickbeschichtung) in 2 Lagen oder Bitumen-Schweißbahn. Horizontalsperre erneuern falls defekt.
XPS-Platten (80 – 160 mm) vollflächig mit Bitumenkleber auf die Abdichtung kleben. Keine Dübel verwenden -- diese würden die Abdichtung durchstoßen. Plattenversatz im Verband.
Noppenbahn als mechanischer Schutz der Dämmung. Drainagerohr (DN 100) am Fundamentfuß verlegen, mit Filtervlies umwickelt. Kontrollschächte an den Ecken.
Kiespackung als Filterschicht einfüllen, dann lagenweise verdichtetes Erdreich. Sockelputz im Spritzwasserbereich erneuern -- wasserabweisend, frostbeständig. Abnahme und Dokumentation.
Berechnen Sie die Kosten für Ihre Sockelabdichtung und Perimeterdämmung -- abhängig von Gebäudelänge und Aushubtiefe.
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