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Innenausbau

Trockenbau Grundlagen:
Systeme, Platten & Verarbeitung

Staenderwaende, Vorsatzschalen, Brand- und Schallschutz -- wie Trockenbau im Berliner Altbau funktioniert, welche Platten und Profile Sie brauchen und was es kostet.

18 Min. Lesezeit
Aktualisiert: Februar 2026
Von NEUWEST Trockenbau-Experten

Trockenbau-Systeme fuer den Innenausbau

Vier grundlegende Konstruktionstypen decken nahezu alle Anforderungen im Wohn- und Gewerbebau ab -- von der einfachen Raumteilung bis zur brandschutzgerechten Schachtwand.

Trockenbau bezeichnet alle Bauverfahren, bei denen keine wassergebundenen Baustoffe wie Moertel oder Beton zum Einsatz kommen. Stattdessen werden Metallprofile als Unterkonstruktion mit Gipskarton- oder Gipsfaserplatten beplankt. Der grosse Vorteil: Kurze Trocknungszeiten, geringes Gewicht und hohe Flexibilitaet -- ideal fuer den Berliner Altbau, wo massive Eingriffe oft statisch problematisch sind.

Nach DIN 18183 (Montagewand aus Metallstaendern) und DIN 18168 (Unterdecken) sind die Konstruktionsregeln normiert. Die Systeme der Hersteller (Knauf, Rigips/Saint-Gobain, Fermacell) sind darueber hinaus allgemein bauaufsichtlich zugelassen und bieten geprueften Brand- und Schallschutz.

Staenderwand (Metallstaender)

Die klassische Trennwand: CW-Profile stehen in UW-Profilen am Boden und an der Decke. Beidseitig mit Gipsplatten beplankt, dazwischen Daemmung. Standard fuer Raumteilung und Wohnungstrennwaende.

  • Profile: UW 50/75/100 + CW 50/75/100 (Achsabstand 625 mm)
  • Beplankung: 1- oder 2-lagig je Seite (12,5 mm oder 2x 12,5 mm)
  • Wandstaerke: 75 -- 175 mm je nach Profil und Beplankung
  • Schallschutz: Rw 42 -- 62 dB (abhaengig vom Aufbau)
  • Typisch: Wohnungstrennung, Buerotrennwaende, Hotelzimmer

Vorsatzschale (Wandverkleidung)

Wird vor eine bestehende Massivwand montiert -- entweder auf CW-Profilen mit Abstand oder direkt auf Ansetzbinder (Trockenputz). Ideal fuer Daemmung, Schallschutz oder Installationsebene im Altbau.

  • Variante 1: Freistehend auf CW/UW-Profilen (20 -- 80 mm Abstand)
  • Variante 2: Direktbefestigung mit CD/UD-Profilen oder Federschienen
  • Variante 3: Ansetzbinder (Trockenputz) -- Knauf Perlfix, max. 20 mm
  • Daemmung: Mineralwolle im Hohlraum (30 -- 80 mm)
  • Typisch: Altbau-Sanierung Berlin, Schimmelsanierung, Innendaemmung

Installationswand

Verstaerkte Vorsatzschale mit groesserem Hohlraum fuer Rohrleitungen, Abwasser und Heizungsrohre. Haeufig im Bad- und Kuechenbereich als Vorwandinstallation eingesetzt.

  • Profile: UW/CW 75 oder 100 -- tiefere Profile fuer mehr Installationsraum
  • Tiefe: 100 -- 200 mm (abhaengig von Leitungsdimensionen)
  • Tragfaehigkeit: Verstaerkungen fuer WC-Elemente (Geberit, TECE) und Waschtische
  • Beplankung: Feuchtraumplatten (GKBI/GKFI) im Nassbereich Pflicht
  • Typisch: Bad-Sanierung, Kueche, Vorwandinstallation, Berliner Altbau-Baeder

Schachtwand (Brandschutzschacht)

Einseitig beplankte Konstruktion zum Verkleiden von Installationsschaechten, Aufzugsschaechten und Versorgungsleitungen. Muss oft erhoehte Brandschutzanforderungen erfuellen (F30 -- F90).

  • Konstruktion: Einseitig beplankt, UA-Verstaerkungsprofile bei grossen Schaechten
  • Beplankung: 1- bis 3-lagig mit GKF/GKFI (Brandschutzplatten)
  • Brandschutz: F30 (1x 12,5 GKF) bis F90 (2x 12,5 GKF + Mineralwolle)
  • Revisionsklappen: Eingeplante Oeffnungen fuer Wartungszugang
  • Typisch: Versorgungsschaechte, Lueftungskanaele, Aufzugsschaechte

Plattentypen im Vergleich

Sechs gaengige Plattentypen fuer unterschiedliche Einsatzbereiche -- von der Standard-Gipskartonplatte bis zur Zementplatte fuer extreme Feuchtebelastung.

Die Auswahl der richtigen Platte entscheidet ueber Brandschutz, Feuchteresistenz und Tragfaehigkeit. Die Bezeichnungen nach DIN EN 520 (Gipskarton) und DIN EN 15283 (Gipsfaser) sind europaweit normiert. Die frueheren deutschen Bezeichnungen (GKB, GKBI, GKF, GKFI) werden in der Praxis weiterhin verwendet und sind auf dem Berliner Markt gebraeuchlich.

Plattentyp Norm-Bez. Einsatzbereich Staerken Kantenform ca. Preis/m2 Eignung
GKB (Standard) Typ A Trockene Raeume, Wohnraeume, Bueros, Flure 9,5 / 12,5 / 15 mm AK, HRAK 3 -- 5 EUR Standard
GKBI (Feuchtraum) Typ H2 Kueche, Bad (Spritzwasserbereich), Keller mit erhoehter Feuchte 12,5 / 15 mm AK, HRAK 5 -- 8 EUR Feuchtraum
GKF (Brandschutz) Typ DF Brandwaende, Schachtwaende, Fluchtwege, Deckenverkleidungen 12,5 / 15 / 18 / 20 / 25 mm AK, HRAK 5 -- 9 EUR Brandschutz
GKFI (Brand+Feuchte) Typ DFH2 Feuchte Raeume mit Brandschutzanforderung, Schwimmbad-Umkleiden 12,5 / 15 mm AK, HRAK 8 -- 12 EUR Kombi
Gipsfaser (Fermacell) DIN EN 15283 Hochbelastete Waende, Feuchtraeume, Fussbodenaufbau, Holzbau 10 / 12,5 / 15 / 18 mm Stumpf (SK) 8 -- 14 EUR Vielseitig
Zementplatte DIN EN 12467 Nassraeume (Dusche direkt), Aussenbereiche, Schwimmbaeder 6 / 8 / 10 / 12 mm Stumpf 15 -- 25 EUR Nassbereich
AK = Abgeflachte Kante (zum Verspachteln mit Fugenband), HRAK = Halbrunde abgeflachte Kante (Standard fuer Stoesse). Bei Gipsfaserplatten wird stumpf gestossen und mit Spezialklebstoff verbunden. Im Berliner Altbau sind 12,5 mm GKB/GKBI die mit Abstand haeufigsten Platten.

Unterkonstruktion: Profile und Verbindungen

Metallprofile bilden das Geruest jeder Trockenbaukonstruktion. Die richtige Profilwahl bestimmt Tragfaehigkeit, Schallschutz und Brandschutzklasse.

Alle Profile bestehen aus verzinktem Stahlblech (0,6 mm Staerke, mind. Z275 Verzinkung). Die Profiltypen sind nach DIN 18182-1 genormt. Die Buchstabenkuerzel bezeichnen die Funktion: U = Anschlussprofil (U-foermig, offen), C = Staenderprofil (C-foermig, mit Boerdelungen fuer Stabilitaet). Der Zusatz W = Wand, D = Decke.

Rohdecke (Beton/Holzbalken) UW-Profil (oben) Rohboden (Estrich/Beton) UW-Profil (unten) CW-Profil CW-Profil CW-Profil 625 mm Gipsplatten 2x 12,5 mm je Seite CW 75 Staender Achsabstand 625 mm Mineralwolle 40 -- 80 mm, WLG 035 UW-Anschlussprofil mit Dichtungsband Dichtungsband 3 mm ca. 150 mm (W112, doppelt beplankt) Profiltypen UW = Wand-Anschluss CW = Wand-Staender UD = Decken-Anschluss CD = Decken-Traeger UA = Verstaerkung
Gipsplatten (Beplankung)
CW-Staenderprofile
UW-Anschlussprofile
Mineralwolle-Daemmung
Profil Form Breiten Funktion Besonderheit
UW U-foermig, offen 50 / 75 / 100 mm Boden- und Deckenanschluss fuer Waende Immer mit Dichtungsband unterlegen (Schallschutz)
CW C-foermig, geboerdelt 50 / 75 / 100 mm Senkrechter Staender in der Wand H-Stanzungen fuer Kabel, Achsabstand 625 mm
UD U-foermig, flach 27 x 28 mm Randprofil fuer abgehaengte Decken Umlaufend an Wand befestigt
CD C-foermig, flach 27 x 60 mm Tragprofil fuer abgehaengte Decken In UD eingehaengt, Abhaenger alle 1.000 mm
UA U-foermig, verstaerkt 50 / 75 / 100 mm Tuerstaender, Schwerlast-Verankerung 2 mm Materialstaerke (statt 0,6 mm)

Brandschutz-Klassifizierungen im Trockenbau

Von F30 bis F120 -- welcher Wandaufbau welche Feuerwiderstandsklasse erreicht. Entscheidend fuer Baugenehmigung und Bestandsschutz.

Die Feuerwiderstandsklassen nach DIN 4102 geben an, wie viele Minuten ein Bauteil seine Tragfaehigkeit und den Raumabschluss im Brandfall aufrechterhaelt. F30 = 30 Minuten, F60 = 60 Minuten usw. Die europaeische Klassifizierung nach DIN EN 13501-2 verwendet die Bezeichnung EI (E = Raumabschluss, I = Waermedaemmung) -- in der deutschen Baupraxis sind jedoch die F-Klassen weiterhin gebraeuchlich.

In Berliner Mehrfamilienhaeusern werden Wohnungstrennwaende in der Regel mit mindestens F30, haeufig F60 oder F90 gefordert. Die Berliner Bauordnung (BauO Bln) verlangt fuer Gebaeudeklasse 4 und 5 erhoehte Anforderungen an tragende und raumabschliessende Bauteile.

F30

30 Min. Feuerwiderstand

Grundschutz fuer Trennwaende in Wohngebaeuden, Bueros und Einfamilienhaeusern (GK 1-3).

Typischer Aufbau:
1x 12,5 mm GKF | CW 75 | Mineralwolle 40 mm | 1x 12,5 mm GKF
Wandstaerke: ca. 100 mm
F60

60 Min. Feuerwiderstand

Wohnungstrennwaende in Mehrfamilienhaeusern, Treppenhauswaende in GK 3.

Typischer Aufbau:
2x 12,5 mm GKF | CW 75 | Mineralwolle 60 mm | 2x 12,5 mm GKF
Wandstaerke: ca. 150 mm
F90

90 Min. Feuerwiderstand

Brandwaende, Treppenraumwaende in Gebaeudeklasse 4-5, Aufzugsschaechte, notwendige Flure.

Typischer Aufbau:
2x 12,5 mm GKF | CW 100 | Mineralwolle 80 mm | 2x 12,5 mm GKF
Wandstaerke: ca. 175 mm
F120

120 Min. Feuerwiderstand

Hoechste Anforderung: Industriebauten, Sonderbauten, Hochhaeuser, Rettungswegtrennung.

Typischer Aufbau:
3x 12,5 mm GKF | CW 100 | Mineralwolle 100 mm | 3x 12,5 mm GKF
Wandstaerke: ca. 200 mm
Achtung: Brandschutz im Trockenbau funktioniert nur als System. Alle Komponenten (Profile, Platten, Daemmung, Befestigungsmittel, Fugenspachtel) muessen vom gleichen Hersteller-System stammen und der Verwendbarkeitsnachweis (abZ/ETA) muss vorliegen. Eigenmaechtige Aenderungen koennen die Brandschutzklasse gefaehrden. Durchfuehrungen (Kabel, Rohre) erfordern zugelassene Brandschutzmanschetten oder -schotts.

Schallschutz im Trockenbau

Das bewertete Schalldaemm-Mass Rw bestimmt, wie viel Laerm eine Wand schluckt. Mit den richtigen Massnahmen uebertrifft Trockenbau sogar massive Waende.

Nach DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) gelten Mindestanforderungen fuer Wohnungstrennwaende von Rw = 53 dB. Der erhoehte Schallschutz nach VDI 4100 (Schallschutzstufe SSt II/III) fordert Rw = 56 -- 59 dB. Trockenbauwaende koennen mit dem richtigen Aufbau problemlos Rw = 60+ dB erreichen -- ein Wert, der mit 24 cm Mauerwerk kaum zu schaffen ist.

Der Schluessel liegt im Masse-Feder-Masse-Prinzip: Zwei schwere Schalen (Gipsplatten) werden durch eine weiche Feder (Mineralwolle im Hohlraum) entkoppelt. Je schwerer die Schalen und je weicher die Feder, desto besser der Schallschutz.

Schalldaemm-Mass Rw nach Wandaufbau

Vergleich gaengiger Trockenbauwand-Aufbauten -- Werte nach Hersteller-Pruefzeugnissen (Knauf W112/W115/W116)

Rw-Werte typischer Aufbauten

  • 1x 12,5 GKB | CW 50 | 1x 12,5 GKB: Rw ~ 42 dB (einfache Trennwand)
  • 1x 12,5 GKB | CW 75 + MW 40 | 1x 12,5 GKB: Rw ~ 47 dB
  • 2x 12,5 GKB | CW 75 + MW 60 | 2x 12,5 GKB: Rw ~ 55 dB (Standard Wohnungstrennwand)
  • 2x 12,5 GKB | CW 100 + MW 80 | 2x 12,5 GKB: Rw ~ 58 dB
  • Doppelstaender 2x CW 50 + MW | 2x 12,5 je Seite: Rw ~ 63 dB (Premium-Schallschutz)
  • Knauf W116 (entkoppelt, 3-lagig): Rw ~ 68 dB (Hoechstleistung)

Schallschutz-Optimierung

  • Doppelte Beplankung: +5 bis +8 dB gegenueber einfacher Beplankung -- die effektivste Einzelmassnahme
  • Mineralwolle-Fuellung: +3 bis +6 dB, idealerweise den Hohlraum vollstaendig fuellen (mindestens 80 %)
  • Entkoppelte Konstruktion: Getrennte Staenderreihen (Doppelstaender) unterbinden Koerperschallbruecken
  • Dichtungsband: An ALLEN Anschlusspunkten (Boden, Decke, Wand) -- verhindert Flankenuebertagung
  • Steckdosen versetzen: Nie Ruecken an Ruecken! Mindestens 60 cm horizontal versetzt einbauen
  • Fugen dicht: Jede Undichtigkeit (Riss, offene Fuge) kann den Schallschutz um 5 -- 10 dB verschlechtern

Verarbeitungstipps: Spachteln, Fugen, Finish

Von der Grundverspachtelung bis zur Oberflaeche in Q4-Qualitaet -- die Verarbeitungsqualitaet entscheidet ueber das Endergebnis.

Q1

Grundverspachtelung

Fugen und Befestigungsmittel werden verspachtelt, aber nicht ueberarbeitet. Sichtbare Gratbildung ist zulaessig. Nur fuer verdeckte Bereiche und als Fliesenuntergrund geeignet.

Q2

Standard-Verspachtelung

Fugen und Befestigungsmittel sauber verspachtelt und geglaettet. Standard fuer Tapeten, mittelschwere Strukturtapeten und Raufaser. Fuer ueber 80 % aller Wohnraeume ausreichend.

Q3

Sonder-Verspachtelung

Zusaetzliches breitflaechiges Ueberziehen der Fugen und sichtbaren Flaechen. Fuer fein strukturierte Tapeten, matte Anstriche und duenne Putzschichten bei Streiflicht.

Q4

Vollstaendiges Ueberziehen

Die gesamte Plattenoberflaeche wird vollstaendig uebergespachtelt und geschliffen. Fuer glaenzende Anstriche, Lasuren, Lacke und Streiflicht-Bereiche. Hoechster Aufwand.

Fugenband & Fugentechnik

An allen Plattenstoessen muss Bewehrungsstreifen (Papier- oder Glasfaser-Fugenband) eingebettet werden. Bei AK-Kanten wird das Band in die Verspachtelung eingelegt, bei HRAK-Kanten in die Rundung. Niemals auf Fugenband verzichten -- sonst entstehen innerhalb weniger Monate Risse. Bei Gipsfaserplatten (Fermacell) wird mit Fugenkleber stumpf gestossen.

Eckschutz & Kantenschutz

Alle Aussenecken benoetigen Eckschutzprofile (Alu oder verzinkter Stahl). Diese werden mit Fugenspachtel eingebettet und uebergespachtelt. An Tueroeffnungen und Durchbruechen Eckschutz auf volle Hoehe anbringen. Bei erhoehter mechanischer Belastung (Flure, Treppenhaeuser) Kantenschutzschienen aus Edelstahl verwenden.

Dehnungsfugen

Bei Wandlaengen ueber 15 m oder Deckenflaechen ueber 50 m2 sind Dehnungsfugen (Bewegungsfugen) einzuplanen. Ebenso an Bauteilanschluessen (Trockenbau an Massivbau) und bei Materialwechseln. Dehnungsfugen werden mit Trennstreifen und elastischem Acryl ausgefuehrt -- niemals starr verspachteln.

Schwerlast-Befestigung

Gipskartonplatten tragen bei 12,5 mm Staerke ca. 15 kg pro Befestigungspunkt mit Hohlraumduebeln. Fuer schwerere Lasten (Haengeschraenke, Waschbecken, TV-Halterungen) muessen Traversen oder UA-Profile in der Unterkonstruktion vorgesehen werden. Im Berliner Altbau unbedingt vor der Beplankung planen!

Trockenbau-Kosten: Material und Arbeit

Was kosten Trockenbauarbeiten pro Quadratmeter in Berlin? Eine realistische Aufstellung fuer die wichtigsten Aufbauten -- Stand 2026.

Die Kosten fuer Trockenbau setzen sich aus Material (Platten, Profile, Daemmung, Befestigungsmittel, Spachtel) und Arbeitskosten zusammen. In Berlin liegen die Lohnkosten fuer qualifizierte Trockenbauer bei 45 -- 65 EUR/Stunde brutto (Fachbetrieb). Die Materialkosten sind relativ stabil und machen ca. 30 -- 40 % der Gesamtkosten aus. Folgende Preise sind Richtwerte inklusive Material und Montage.

Leistung / Aufbau Material/m2 Arbeit/m2 Gesamt/m2 Hinweis
Einfache Trennwand (1x GKB, CW 75) 12 -- 18 EUR 25 -- 35 EUR 37 -- 53 EUR Standard, ohne Daemmung
Trennwand mit Schallschutz (2x GKB, CW 75, MW) 22 -- 30 EUR 35 -- 50 EUR 57 -- 80 EUR Standard Wohnungstrennwand
Brandschutzwand F90 (2x GKF, CW 100, MW) 30 -- 42 EUR 45 -- 60 EUR 75 -- 102 EUR Gepruefter Systemaufbau
Vorsatzschale (1x GKB, CD/UD, MW 40) 10 -- 16 EUR 20 -- 30 EUR 30 -- 46 EUR Altbau-Innendaemmung
Abgehaengte Decke (1x GKB, CD/UD) 12 -- 20 EUR 28 -- 42 EUR 40 -- 62 EUR Abhaenghoehe bis 50 cm
Installationswand Bad (GKBI, CW 100, MW) 25 -- 38 EUR 40 -- 55 EUR 65 -- 93 EUR Feuchtraumplatten, ohne Sanitaer
Schachtwand F30 (1x GKF, einseitig) 10 -- 15 EUR 18 -- 28 EUR 28 -- 43 EUR Einseitig beplankt
Spachtelarbeiten Q2 (nur Spachteln) 2 -- 4 EUR 8 -- 14 EUR 10 -- 18 EUR Ohne Montage der Wand
Spachtelarbeiten Q4 (nur Spachteln) 4 -- 7 EUR 18 -- 28 EUR 22 -- 35 EUR Fuer Lack/Glanzanstrich
Berliner Altbau-Zuschlag: Bei Altbausanierungen in Berlin rechnen Sie mit ca. 10 -- 20 % Aufpreis gegenueber Neubau. Gruende: Unebene Waende/Decken, aufwaendige Anpassungen, Transportwege in Altbauten ohne Aufzug, ggf. Schadstoffsanierung (Asbest-Spachtel in Altbauten vor 1990). Eine Schadstoffpruefung vor dem Rueckbau alter Trockenbauwaende ist dringend empfohlen.

FAQ zum Trockenbau

Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Kunden rund um Trockenbau, Schallschutz und Verarbeitung.

Trockenbau oder Massivwand -- was ist besser?
+
Das haengt von den Anforderungen ab. Trockenbau ist im Vorteil bei: schneller Montage (eine Wand pro Tag moeglich), geringem Gewicht (ca. 25 -- 50 kg/m2 statt 200+ kg/m2 bei Mauerwerk), flexibler Raumaufteilung, exzellentem Schallschutz (bis Rw 68 dB) und wenn die Statik keine schweren Waende zulaesst -- typisch im Berliner Altbau. Massive Waende (Kalksandstein, Porenbeton) sind besser bei: sehr hohen Schallanforderungen an tieffrequenten Schall, Feuchtebeanspruchung und wenn Robustheit gegen mechanische Belastung gefragt ist. Kostentechnisch ist Trockenbau in der Regel 20 -- 40 % guenstiger als Massivbau bei vergleichbarem Schallschutz.
Wie baue ich eine F90-Wand im Trockenbau auf?
+
Eine F90-Wand (90 Minuten Feuerwiderstand) erfordert einen geprueften Systemaufbau. Ein typisches Beispiel ist die Knauf W112 / Rigips 3.40.13: CW 100-Profile im Achsabstand 625 mm, beidseitig 2x 12,5 mm GKF (Brandschutzplatten, rosa Karton), dazwischen 80 mm Mineralwolle (Schmelzpunkt ueber 1.000 Grad Celsius, mind. Baustoffklasse A1). Alle UW-Profile mit Dichtungsband unterlegen. Schrauben der 1. Lage: 25 mm, Schrauben der 2. Lage: 35 mm. Wichtig: Nur zugelassene Fugenspachtelmasse verwenden (z. B. Knauf Uniflott) und die Plattenlagen versetzt anordnen (Fugenversatz mind. 400 mm). Alle Durchfuehrungen muessen mit zugelassenen Brandschott-Systemen abgeschottet werden.
Wie kann ich den Schallschutz einer bestehenden Wand verbessern?
+
Die effektivste Methode ist eine entkoppelte Vorsatzschale: CW-Profile mit Abstand zur bestehenden Wand aufstellen (kein direkter Kontakt!), Hohlraum mit Mineralwolle fuellen, doppelt mit GKB/GKF beplanken. Das bringt +12 bis +20 dB. Guenstiger, aber weniger wirksam: Eine zweite Gipsplattenlage direkt auf die bestehende Wand schrauben (+3 bis +5 dB). Wichtig bei Altbauten in Berlin: Die Flankenuebertagung ueber Decke und Boden ist oft das groessere Problem als die Wand selbst. Steckdosen und Lichtschalter als Schallbruecken pruefen. Bereits eine offene Steckdose in einer sonst guten Wand kann den Schallschutz um 10 dB verschlechtern.
Ist Trockenbau im Feuchtraum (Bad) moeglich?
+
Ja, mit den richtigen Materialien unbedingt. Im Feuchtraum (Bad, Dusche, WC) kommen impraegnierte Platten zum Einsatz: GKBI (gruen) fuer den Spritzwasserbereich oder GKFI (gruen + rosa) wenn zusaetzlich Brandschutz gefordert ist. Im Bereich der Dusche und Badewanne (Nassbereich 0 und 1 nach DIN 18534) empfehlen wir Zementplatten (z. B. Knauf Aquapanel, Wedi), da sie zu 100 % wasserfest sind. Vor dem Fliesen muss in jedem Fall eine Verbundabdichtung (Fluessigfolie oder Dichtbahn) aufgebracht werden -- das ist nach DIN 18534 Pflicht und gerade in Berliner Altbauten ohne Bodenabdichtung absolut unverzichtbar.
Welche Spachtelqualitaet brauche ich -- Q2, Q3 oder Q4?
+
Das haengt von der geplanten Oberflaechenbehandlung ab. Q2 (Standard) reicht fuer ueber 80 % aller Wohnraeume -- fuer Tapeten, Raufaser, strukturierte Wandbelaege und matte Dispersion mit Walze. Q3 ist noetig fuer fein strukturierte Tapeten, matte Farbe bei Streiflicht-Situationen (z. B. grosse Fensterflaechen) und duenne Putze. Q4 ist die hoechste Stufe und wird nur fuer glaenzende Anstriche, Lacke und Lasuren benoetigt -- die gesamte Platte wird vollstaendig ueberspachtelt und geschliffen. Kostenfaktor: Q3 kostet ca. 30 -- 50 % mehr als Q2, Q4 kann den doppelten Preis von Q2 erreichen. Wir empfehlen Q2 als wirtschaftlichen Standard, Q3 fuer gehobene Anforderungen.
Kann ich schwere Gegenstaende an einer Trockenbauwand aufhaengen?
+
Ja, mit den richtigen Duebeln und Planung. Eine 12,5 mm Gipskartonplatte traegt mit einem Hohlraumduebel (z. B. Knauf Hartgipsduebel) ca. 15 -- 25 kg pro Punkt. Fuer Kuechenhaengeschraenke (40 -- 80 kg), WC-Elemente oder TV-Halterungen muessen Traversen (Montageholz oder UA-Verstaerkungsprofile) bereits beim Aufbau in die Unterkonstruktion eingebaut werden -- diese tragen bis zu 150 kg pro Befestigungspunkt. Im Berliner Altbau-Bad empfehlen wir grundsaetzlich eine Installationswand mit UA-Profilen fuer WC und Waschtisch. Tipp: Vor dem Beplanken die Position der Traversen fotografieren und dokumentieren!
Wie lange dauert der Aufbau einer Trockenbauwand?
+
Ein erfahrener Trockenbauer schafft ca. 8 -- 12 m2 Wandflaeche pro Tag (Unterkonstruktion + einfache Beplankung). Fuer eine typische Raumtrennwand von 10 m2 (3,5 m Laenge x 2,8 m Hoehe, beidseitig beplankt) dauert der Aufbau 1 -- 1,5 Arbeitstage. Die Spachtelarbeiten benoetigen nochmals 1 -- 2 Tage (inkl. Trocknungszeiten zwischen den Spachtelgaengen). Gesamtdauer fuer eine fertige Wand (Q2-Qualitaet): ca. 3 -- 4 Arbeitstage. Zum Vergleich: Eine gemauerte Wand gleicher Groesse benoetigt 3 -- 5 Tage Aufbau plus 2 -- 4 Wochen Trocknungszeit fuer den Putz.
Was ist bei Trockenbau im Berliner Altbau besonders zu beachten?
+
Berliner Altbauten (Gruenderzeitbauten, ca. 1870 -- 1920) haben einige Besonderheiten: Deckenhoehen von 3,0 -- 3,80 m erfordern laengere Profile und haeufig Deckenstuecke oder Teleskopstaender. Holzbalkendecken schwingen -- Anschlussfugen muessen elastisch ausgefuehrt werden (Trennstreifen + Acryl). Schiefe Waende und Decken: In Altbauten ist nichts rechtwinklig -- mit Vorsatzschalen koennen Unebenheiten bis 80 mm ausgeglichen werden. Schadstoffbelastung: In Altbauten vor 1990 koennen alte Spachtelmassen und Putze Asbest enthalten -- vor Demontage immer eine Materialprobe nehmen lassen! Und schliesslich: Die Statik beachten -- Holzbalkendecken in Gruenderzeitbauten haben begrenzte Tragfaehigkeit, Trockenbau mit 25 -- 50 kg/m2 ist hier ideal.

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