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Video: Dezentrale Lüftungvon Neuwest Bauleitern empfohlen
Lüftung & Klimatechnik

Dezentrale Lüftungsgeräte einbauen lassen – Fachbetrieb Berlin

Dezentrale Lüftungsanlagen bestehen aus einzelnen Wandgeräten pro Raum und ermöglichen – anders als zentrale Systeme – die schrittweise Nachrüstung ohne Kanalnetz. Kernbohrung, Hülsenmontage, Geräteanschluss und Inbetriebnahme erfolgen raumweise und lassen sich in Bestandsgebäuden ohne Eingriff in Decken oder Estrich realisieren.

Technisch unterscheiden sich zwei Grundprinzipien: Pendellüfter schalten paarweise alle 60–90 Sekunden zwischen Zu- und Abluft um und speichern Wärme in einem keramischen Regenerator – der Wärmebereitstellungsgrad liegt je nach Geräteklasse bei 70–92 %. Gleichstromsysteme mit Gegenstrom-Wärmetauscher arbeiten kontinuierlich, benötigen aber für jeden Luftstrom eine eigene Wandöffnung.

Leistungsumfang

Was umfasst der Einbau dezentraler Lüftungsgeräte?

  • Planung & Geräteselektion: Volumenstromberechnung je Raum nach DIN 1946-6, Schallschutzklasse, Wärmebereitstellungsgrad und Feuchterückgewinnung
  • Kernbohrung: diamantgebohrt Ø 150–180 mm inkl. Staubeinhausung, Wandhülse mit Außengitter und Windschutzlamellen
  • Wärmebrückendämmung: Hülsendämmung mit Mineralwolle λ ≤ 0,035 W/(m·K) zur Vermeidung von Taupunktunterschreitung nach DIN 4108
  • Elektroanschluss: 230-V-Anbindung oder Niedervolt-Bus je nach Geräteserie, CO₂-/Feuchtesensor-Anbindung
  • Volumenstromeinstellung: Einmessung je Gerät über integrierten Drucksensor, kein separater hydraulischer Abgleich erforderlich
  • Inbetriebnahme & Einweisung: Luftmengenmessung, Protokollierung der Ist-Volumenströme, Nutzereinweisung zu Filterwechselintervallen

Bei Berliner Altbauten mit Wandstärken über 50 cm werden segmentierte Verlängerungshülsen eingesetzt und der Bohransatz zweistufig ausgeführt, um Bohrmehl­eintrag in die Wohneinheit zu minimieren.

Anatomie eines dezentralen Lüftungsgeräts — Querschnitt – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Warum dezentrale Geräte immer paarweise arbeiten

Arbeitsprinzip: Regenerativer Wärmetauscher mit Phasenwechsel

Dezentrale Lüftungsgeräte nutzen keinen kontinuierlichen Gegenstromtauscher, sondern das regenerative Speicherprinzip: Ein keramischer Wärmespeicher nimmt im Abluftbetrieb Wärme auf und gibt sie im folgenden Zuluftbetrieb wieder ab. Alle 60–90 Sekunden kehrt das Gerät die Strömungsrichtung um.

Weil die Umkehrung im Sekundentakt erfolgt, entsteht eine pulsierende Durchströmung, die bei Einzelgerätebetrieb wirkungslos ist. Erst zwei synchron, aber gegenphasig laufende Geräte erzeugen einen kontinuierlichen Luftstrom: Während Gerät A aus dem Raum absaugt, bläst Gerät B Frischluft ein.

Dieser Phasenversatz ist konfigurationspflichtig — eine Kopplung beider Geräte per Kabel oder Funk ist Voraussetzung, kein optionales Zubehör. Fehlt die Kopplung, arbeiten beide Geräte gleichzeitig als Zu- oder Abluft, der Netto-Luftwechsel sinkt gegen null.

Erklärgrafik: zwei gekoppelte Lüftungsgeräte in der Außenwand, Gerät A saugt ab, Gerät B bläst ein, verbunden per Kopplungsleitung für kontinuierlichen Luftstrom.
85–93 %Wärmerückgewinnungsgrad keramischer Regenerator (DIN EN 13141-8)
Ø 150–180 mmKernbohrung je Gerät (herstellerabhängig)
60–90 sPhasenwechselzyklus Zu-/Abluft
≤ 35 dB(A)Schallleistung schlafzimmertauglicher Geräte auf Stufe 1
Kurzschluss-Strömung als häufigster Planungsfehler

Planungsregel: Geräteabstände und Raumzuschnitt

Ein Gerätepaar muss so positioniert werden, dass Zu- und Abluftöffnungen mindestens 1,5 m Horizontalabstand haben — bei geringerem Abstand strömt Zuluft direkt zur Abluftöffnung, ohne den Raum zu durchlüften (Kurzschluss-Strömung). Bei länglich geschnittenen Räumen empfiehlt sich die gegenüberliegende Außenwand.

Die erreichbare Luftwechselrate hängt vom Raumvolumen ab: Ein Gerätepaar mit je 40 m³/h Nennvolumenstrom deckt Räume bis ca. 60 m³ (z. B. 25 m² × 2,4 m) nach DIN 1946-6-Mindestanforderung ab. Bei höherem Bedarf — etwa Schlafraum mit mehreren Personen — sind zwei Paare oder ein leistungsstärkeres Modell nötig.

In Räumen ohne gegenüberliegende Außenwände — z. B. Innenkorridore oder mehrheitlich aus Innenwänden bestehende Grundrisse — sind dezentrale Geräte konstruktiv ungeeignet. Hier ist ein Übergang auf eine zentrale Anlage oder der Einsatz von Überströmöffnungen zu planen.

Interaktiv

Gerätebedarf und Montagekosten schätzen

Richtwert nach DIN 1946-6: ca. 1 dezentrales WRG-Gerät je 15 m² Aufenthaltsraum (Nennvolumenstrom 20–40 m³/h je Gerät). Eingabe: zu belüftende Nutzfläche.

Dezentrale WRG-Einzelgeräte
Richtkosten inkl. Arbeit

Unverbindlicher Richtwert – der genaue Preis hängt von Untergrund, Aufwand und Ausführung ab.

Im Vergleich

Dezentral vs. Zentral: Entscheidungsmatrix

KriteriumDezentral (raumweise)Zentral (mit Verteilnetz)
Eingriff Bestandsbaugering (nur Kernbohrungen)erheblich (Kanaltrassen)
Wärmerückgewinnungsgrad85–93 % (Regenerator)80–92 % (Rekuperator)
FeuchterückgewinnungEnthalpie-Varianten verfügbarEnthalpie-Varianten verfügbar
Filterwartunggeräteweise, zugänglichzentral, aber aufwändiger je Anlage
Schallwahrnehmungim Aufstellraum spürbargleichmäßig gedämpft über Kanäle
Brandschutzaufwandnur HülsendurchführungBrandschutzklappen in jedem Kanal
Skalierung1–6 Räume / WohneinheitGesamtgebäude, Mehrfamilienhäuser
Förderfähigkeit BEG EMja (WRG ≥ 75 %)ja (WRG ≥ 80 %)
Filterklassen nach ISO 16890 — Partikelabscheidegrad im Vergleich – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Was Pflicht ist — und was häufig übersehen wird

Normative Anforderungen: DIN 1946-6 und GEG

DIN 1946-6 (Lüftung von Wohnungen) klassifiziert vier Lüftungsstufen: Feuchteschutz, Mindestlüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung. Dezentrale WRG-Geräte müssen mindestens die Nennlüftung (Auslegungsvolumenstrom nach Raumnutzung) dauerhaft liefern können. Der alleinige Betrieb auf Feuchteschutz-Stufe reicht als Planungsgrundlage nicht aus.

Das GEG schreibt für neue Wohngebäude keinen Pflichteinbau einer mechanischen Lüftungsanlage vor, empfiehlt jedoch bei luftdichten Hüllen (n50 ≤ 1,5 h⁻¹) eine solche. Wird eine WRG-Anlage eingebaut, darf der rechnerische Jahresheizwärmebedarf reduziert werden — nur wenn der Wärmebereitstellungsgrad ≥ 75 % (dezentral) bzw. ≥ 80 % (zentral mit Kanalnetz) beträgt.

Für die Anrechenbarkeit im Energieausweis ist eine Baumusterprüfung nach DIN EN 13141-8 (Prüfverfahren für dezentrale Raumlüftungsgeräte mit WRG) Voraussetzung. Geräte ohne dieses Prüfzeugnis können den WRG-Bonus im Berechnungsmodell nicht geltend machen — ein Detail, das in Ausschreibungen häufig fehlt.

Querschnitt einer Lüftungsanlage mit Kreuzstrom-Wärmetauscher: Fort-, Ab-, Außen- und Zuluftströme sowie WRG-Kern für den Wärmebereitstellungsgrad.
Technische Daten

Technische Kenndaten dezentraler Lüftungsgeräte

Volumenstrom je Gerät (Nennbetrieb)20–70 m³/h (DC-Motor, einstufig); 15–120 m³/h (EC-Motor, stufenlos)
Wärmerückgewinnungsgrad82–93 % (Keramikregenerator); 70–80 % (Kreuzplatten-Rekuperator)
Spezifische Ventilatorleistung (SFP)≤ 0,45 W/(m³/h) entspricht Klasse SFP 4 nach DIN EN 13141-8
Wandstärke Einsatzbereich200–650 mm; mit Verlängerungshülse bis 800 mm
KernbohrungsdurchmesserØ 150–180 mm (herstellerabhängig)
Schallleistungspegel Stufe 1 / Stufe 3typ. 24–28 dB(A) / 38–46 dB(A)
Betriebstemperaturbereich Außenluft−15 °C bis +40 °C (mit Frostschutzfunktion)
Filterklasse Außenluft (Mindestempfehlung)ISO ePM1 ≥ 50 % (ersetzt EN 779-Klasse F7 seit ISO 16890)
Frostschutz ab ca.−5 °C: Zykluszeit verlängern oder Vorheizregister erforderlich
Drei unterschätzte Detailpunkte der Wanddurchführung

Kernbohrung: Statik, Wärmebrücke und Kondensat-Entwässerung

Die Kernbohrung Ø 150–180 mm muss bei tragenden Außenwänden statisch nachgewiesen werden, sobald der Abstand zur Rohbauecke unter 50 cm liegt oder mehrere Bohrungen je Wandabschnitt vorgesehen sind. Bei Stahlbeton- und Porenbeton-Außenwänden gelten abweichende Mindestabstände zur Bewehrung; ein schriftlicher Nachweis des Tragwerksplaners ist in Berlin vor Beginn der Arbeiten einzuholen.

Das Montagerohr (Hülse) ist thermisch zu entkoppeln: Edelstahl- oder Kunststoffhülsen reduzieren den Wärmebrückeneffekt gegenüber unverdämmten Beton- oder Mauerwerkshülsen deutlich. Unverdämmte Metallhülsen erzielen Ψ-Werte von 0,25–0,40 W/(m·K); mit Dämmmanschette sind Werte unter 0,10 W/(m·K) erreichbar — der Orientierungswert aus Beiblatt 2 zu DIN 4108.

Das Montagerohr ist mit einem Gefälle von 3–5 % nach außen einzubauen, damit Kondensat kontrolliert abläuft. Bei Umkehr des Gefälles sammelt sich Stauwasser im Keramikspeicher und begünstigt Schimmelwachstum im Speicherkörper — ein typischer Installationsfehler, der im laufenden Betrieb schwer nachweisbar ist.

Interaktiv

Wärmerückgewinnungsgrad und Energiebilanz

Herstellerangaben nach EN 13141-8 (Prüfnorm für dezentrale Wohnraumlüftungsgeräte). Regler auf den Wirkungsgrad der geplanten Geräte setzen — der Hinweis zeigt Förderfähigkeit und Jahresheizwärme-Ersparnis.

Wärmerückgewinnungsgrad η_WRG
So gehen wir vor

Einbauablauf: Von der Bestandsaufnahme bis zur Abnahme

1

Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erstellen

Volumenstromberechnung je Raum, Geräteanzahl und -standorte festlegen, Kopplung und Leitungsführung planen. Ergebnis: Positionsplan mit Kernbohrungsmaßen und Gerätespezifikation.

2

Statik und ggf. Genehmigung klären

Bei tragenden Wänden schriftlichen Nachweis des Tragwerksplaners einholen. In Berlin ist für Kernbohrungen > Ø 150 mm in tragenden Außenwänden die Zustimmung des Tragwerksplaners Pflicht vor Beginn.

3

Kernbohrung setzen

Nassbohrung mit Bohrständer und Diamantkrone; Bohrkern vollständig absaugen. Wandbelag beachten: WDVS-Putzdicke verlängert die Hülse; Klinker erfordert angepasste Kronenwahl und erhöhten Zeitaufwand.

4

Hülse einsetzen und dämmen

Hülse mit 3–5 % Außengefälle in Mörtel- oder Quellmörtelbett einbauen. Dämmmanschette außen mit Klebeband, innen mit Mineralwollring abdichten; Innenfuge umlaufend mit Acryl schließen.

5

Gerät einsetzen und elektrisch anschließen

Gerät auf Einschubtiefe des Herstellers einstellen, Frontblende montieren. 230 V Festanschluss oder Steckeranschluss je nach Modell; Koppelkabel oder Funk-Pairing zum Partnergerät herstellen.

6

Paar koppeln, einregulieren und abnehmen

Synchronisation messtechnisch prüfen: Beide Geräte müssen exakt gegenphasig laufen. Volumenstrom mit Anemometer protokollieren; Abnahme und Dokumentation nach DIN 1946-6 Anhang E.

Einbau-Ablauf: Von der Kernbohrung bis zur Inbetriebnahme – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Warum der Unterschied im Berliner Winter entscheidend ist

Feuchterückgewinnung: Enthalpie-Tauscher vs. sensible Wärmeübertragung

Standard-Keramikregeneratoren übertragen nur sensible Wärme (Temperatur), die Raumfeuchte geht mit der Abluft verloren. Bei Außentemperaturen unter 0 °C und normaler Wohnraumfeuchte sinkt die relative Feuchte in luftdichten Gebäuden auf 30–35 % rH — Schleimhautreizung, erhöhte Virenübertragungsrate und elektrostatische Aufladung sind die Folgen.

Enthalpie-Tauscher-Geräte (hygroskopisch beschichteter Keramikregenerator oder semipermeable Membran) übertragen auch Feuchte mit einem Feuchtewirkungsgrad von 60–80 %. Der Mehrpreis liegt bei 15–30 % gegenüber sensibler Ausführung, ist aber bei Neubauten mit n50 ≤ 1,0 h⁻¹ praktisch immer sinnvoll.

Ein häufiger Planungsfehler: Enthalpie-Tauscher bei bestehenden Schimmelproblemen. Ist die Raumfeuchte aufgrund von Bauschäden bereits erhöht, verstärkt die Feuchterückgewinnung das Problem. Hier muss zunächst die Ursache der Feuchtebelastung beseitigt werden, bevor ein Enthalpie-System eingebaut wird.

Cutaway-Vergleich: Enthalpie-Tauscher mit Feuchteübertragung durch Membran neben sensiblem Plattentauscher mit blockierter Feuchte und Kondensatablauf.

Kopplung nicht verifiziert — häufigster Installationsfehler

Bei Bluetooth- oder Funkkopplung scheitert die Synchronisation häufig an gestörten Frequenzbändern. Symptom: Beide Geräte ziehen gleichzeitig Luft ein oder aus — der Netto-Luftwechsel kollabiert auf unter 20 % des Nennwerts. Niemals auf die LED-Anzeige vertrauen; immer messtechnisch mit Anemometer verifizieren und im Abnahmeprotokoll festhalten.

Frostgefahr bei Außentemperaturen unter −8 °C ohne Schutzfunktion

Unterhalb ca. −8 °C Außenlufttemperatur speichert der Keramikregenerator die Wärme nicht mehr vollständig: Die Zulufttemperatur fällt unter den Taupunkt der Raumluft, das Gerät vereist intern. Modelle mit EC-Motor und integriertem Temperatursensor verlängern den Zyklus automatisch; Geräte ohne diese Funktion benötigen ein externes Vorheizregister.

Filter-Upgrade auf ISO ePM1 beim Ersteinbau mitbestellen

Viele Basismodelle liefern nur ISO Coarse-Filter (Grobstaub). Der Tausch auf ISO ePM1 ≥ 50 % (Feinstaubschutz PM2.5, ersetzt EN 779 F7) kostet am Einbautag 8–15 EUR Aufpreis je Gerät, als Nachrüstung hingegen Monteurstunden. Stadtbewohner und Pollenallergiker sollten diesen Standard als Mindestanforderung in die Ausschreibung aufnehmen.

Brandschutz bei Trennwänden zwischen Nutzungseinheiten

Wird ein dezentrales Gerät in einer Gebäudetrennwand oder einer Wand zwischen zwei Wohneinheiten eingebaut, greifen die Anforderungen der Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie (MLAR) sowie der Berliner Bauordnung (BauO Bln). In Wänden mit Feuerwiderstandsklasse EI 90 sind selbstschließende Feuerschutzklappen oder gleichwertige Nachweise Pflicht — das gilt auch für kleine Rohrdurchmesser.

Worauf Ausschreibungen zwingend eingehen sollten

Qualitätskriterien: Eurovent-Zertifizierung, SFP-Klasse und Schallmessung

Entscheidend ist die Eurovent-Zertifizierung nach DIN EN 13141-8: Sie bestätigt, dass Wärmerückgewinnungsgrad, Volumenstrom und SFP-Wert unter normierten Laborbedingungen durch ein akkreditiertes Prüfinstitut gemessen wurden. Geräte ohne dieses Zertifikat weisen in unabhängigen Tests regelmäßig 8–15 % niedrigere WRG-Werte auf als vom Hersteller angegeben.

Der SFP-Wert (Specific Fan Power) gibt die elektrische Effizienz in W/(m³/h) an — niedrigere Werte bedeuten weniger Strombedarf je Kubikmeter Luftdurchsatz. Viele Basisgeräte liegen bei 0,7–1,1 W/(m³/h); SFP-4-zertifizierte Geräte bei ≤ 0,45 W/(m³/h). Bei 40 m³/h über 8.000 Betriebsstunden/Jahr summiert sich der Unterschied auf 80–210 kWh Mehrverbrauch je Gerät.

Schallangaben sollten immer auf Stufe 1 (Feuchteschutzbetrieb) bezogen werden — diese Stufe läuft in Schlafräumen dauerhaft. Herstellerangaben beziehen sich meist auf den Schallleistungspegel (LWA); für die Einschätzung am Einbauort ist der Schalldruckpegel in 1 m Abstand (LpA,1m) maßgeblich, der je nach Raumabsorption 3–8 dB(A) unter dem LWA liegt.

Lösungs-Finder

Gerätewahl nach Einbausituation

Welche Einbausituation trifft auf Ihr Objekt zu?

Paarweiser Einbau von Wechsellüftungsgeräten (Push-Pull) erforderlich: ein Gerät bläst, das gegenüberliegende saugt ab — Takt ca. 70 s. Nennvolumenstrom nach DIN 1946-6 Tab. 3 je Aufenthaltsraum nachweisen (Mindestlüftung ≥ 0,3 h⁻¹, Nennlüftung ≥ 0,5 h⁻¹). Kernbohrung ø 125–160 mm. CO₂- oder Feuchtesensorsteuerung für bedarfsgerechten Betrieb sinnvoll.
Einzelgeräte mit integriertem Gegenstrom-Wärmeübertrager möglich — kein Pendelsystem erforderlich. Kernbohrung ø 125–160 mm, schallentkoppelte Mauerwerksmanschette einsetzen (verhindert Körperschallübertragung auf Decke und Wände). Auslegung auf DIN 1946-6 Mindestlüftungsstufe (≥ 0,3 h⁻¹) für Bestand ausreichend; bei nachträglich verdichteter Hülle auf Nennlüftung (0,5 h⁻¹) hochstufen.
WRG-Geräte im Nassbereich ungeeignet: Kondensatbildung im Wärmeübertrager, Hygieneanforderungen nach VDI 6022 Blatt 1 nicht erfüllbar. Korrekte Lösung: dezentrales Abluftgerät mit Feuchte-/CO₂-Sensor, Überstrom aus Aufenthaltsräumen über Türspalt (≥ 80 cm² freier Querschnitt). Mindestvolumenstrom Bad 40 m³/h, WC 20 m³/h (DIN 18017-3).
Kernbohrungen in Außenwänden erfordern Zustimmung der Unteren Denkmalschutzbehörde (§ 9 DSchG Berlin). Einschränkung auf kleinere Öffnungsmaße (ø 100 mm-Geräte mit reduziertem Volumenstrom). Alternativ: Infiltrations-Lüftungskonzept mit Überdruckventilen dokumentieren und im Energienachweis mit Luftwechselrate n₅₀ aus Blower-Door-Messung (DIN EN ISO 9972) belegen.
Im Überblick

Gerätetypen: Prinzipunterschiede und Einsatzbereiche

Regenerativer Keramiktauscher (Standard)

Zwei Lüfter in einem Rohrsystem mit wechselnder Strömungsrichtung; Wärmespeicher aus extrudierter Keramik. WRG 85–93 %, einfach zu reinigen, keine beweglichen Wärmetauscherflächen. Geeignet für alle Standardanwendungen im Wohnbau; günstigste Einstiegsoption.

Enthalpie-Tauscher-Gerät

Hygroskopisch beschichteter Keramikregenerator oder semipermeable Membran überträgt zusätzlich Feuchte (Feuchtewirkungsgrad 60–80 %). Sinnvoll ab n50 ≤ 1,0 h⁻¹ und Zielfeuchte 40–55 % rH im Winter. Reinigung empfindlicher als bei trockener Keramik; nicht geeignet bei vorhandenen Feuchteschäden.

EC-Motor-Gerät mit stufenloser Regelung

Bürstenloser EC-Motor erlaubt Volumenstromregelung 15–120 m³/h, automatische Zyklusanpassung bei Frost sowie CO₂- oder VOC-Sensor-Anbindung. Mehrpreis ca. 30–50 % gegenüber DC-Standardgeräten; deutlich geringerer Energieverbrauch und längere Motorlebensdauer im Dauerbetrieb.

Gerät mit integriertem Sommerbypass

Bypassklappen leiten Zuluft im Sommer am Wärmespeicher vorbei — WRG ist bei sommerlicher Überwärmung unerwünscht. Relevant in Räumen mit hoher Süd- oder Westausrichtung; in Berlin-typischen Klimalagen mit moderaten Sommerhitzephasen selten das entscheidende Auswahlkriterium.

Wanddurchführungsdetail: Schallschutz-Entkopplung und Kondensatneigung – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Gebäudehülle, Grundriss und Nutzung als Ausschlusskriterien

Einsatzgrenzen: Wann dezentrale Lüftung nicht geeignet ist

Dezentrale Geräte setzen eine weitgehend luftdichte Gebäudehülle voraus. Bei Bestandsbauten mit n50 > 4,0 h⁻¹ (undichte Fensteranschlüsse, Rollladenkästen, offene Kaminzüge) verpufft der erzeugte Druckunterschied über unkontrollierte Leckagen: Die WRG-Nutzung sinkt auf unter 50 % des Nennwerts. Eine Luftdichtheitsverbesserung muss der Lüftungsplanung vorangehen, nicht nachfolgen.

Räume mit erhöhtem Schadstoffpotenzial — Küche, feuchte Bäder ohne Fenster, Raucherräume — sind für dezentrale WRG-Geräte ungeeignet: Fett, Tabakkondensat und Feuchtespritzen verstopfen Keramikregeneratoren und zerstören Membrantauscher innerhalb weniger Monate. Diese Räume benötigen separate Abluftventillatoren mit direktem Wanddurchlass.

Bei mehr als 8–10 Räumen übersteigt der Installations- und Wartungsaufwand für Einzelgeräte regelmäßig den einer zentralen Anlage. 40 Filterwechsel/Jahr (10 Geräte × 4 Wechsel) stehen 1–2 Filterwechsel/Jahr bei zentraler Anlage gegenüber — ein Faktor, den Investoren bei Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen einkalkulieren müssen.

Querschnitt eines dezentralen WRG-Geräts in der Küchenwand mit verfettetem Keramikregenerator, zugesetztem Filter und zerstörtem Membrantauscher durch Fett- und Tabakkondensat.
Preise & Kosten

Was kostet Dezentrale Lüftung einbauen?

Richtwerte inkl. Material und Montage, Nettobasis Berlin, ohne Statiknachweis oder Sondergenehmigungen. Preisbasis 2025.

LeistungPreis-Spanne (Richtwert)
Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 (Planungsleistung)350–800 EUR pauschal je Wohneinheit
Kernbohrung Ø 160–180 mm inkl. Hülse und Dämmmanschette180–320 EUR je Bohrung
Standardgerät (Keramikregenerator, DC-Motor) inkl. Montage380–550 EUR je Gerät
EC-Motor-Gerät mit Enthalpietauscher inkl. Montage580–920 EUR je Gerät
Kopplung (Kabel oder Funk-Pairing je Gerätepaar)40–120 EUR
Inbetriebnahme, Einregulierung, Abnahmeprotokoll DIN 1946-6150–300 EUR pauschal
Gesamtkosten 2-Zimmer-Wohnung (2 Paare, Standardgeräte)2.100–3.800 EUR netto
Gesamtkosten 4-Zimmer-Wohnung (4 Paare, EC-Enthalpie)5.800–9.500 EUR netto
BEG EM Bundesförderung Einzelmaßnahme Lüftung (WRG-Komponente)15 % der förderfähigen Kosten als Investitionszuschuss

Richtwerte für Berlin/Brandenburg, projektabhängig — kostenloses Festpreis-Angebot anfragen.

Kurz erklärt

Wichtige Begriffe rund um Dezentrale Lüftung einbauen

Regenerativer Wärmetauscher
Wärmeübertragungsprinzip, bei dem ein Speichermaterial (Keramik) abwechselnd Wärme aus der Abluft aufnimmt und an die nachfolgende Zuluft abgibt. Zu- und Abluft fließen zeitversetzt durch denselben Strömungskanal — anders als beim Rekuperator, bei dem beide Ströme gleichzeitig, aber getrennt fließen.
SFP (Specific Fan Power)
Kennzahl für die elektrische Effizienz eines Lüftungsgeräts in W/(m³/h). Niedrigere Werte bedeuten weniger Strombedarf je Kubikmeter Durchsatz. Klassen nach DIN EN 13141-8: SFP 1 (≤ 0,15) bis SFP 7 (> 1,00 W/(m³/h)).
n50-Wert
Maß für die Luftdichtheit der Gebäudehülle, gemessen im Blower-Door-Test nach DIN EN ISO 9972. Gibt an, wie oft das Raumvolumen bei 50 Pa Druckdifferenz je Stunde ausgetauscht wird. GEG-Grenzwert für Wohngebäude: n50 ≤ 3,0 h⁻¹ (mit Lüftungsanlage: ≤ 1,5 h⁻¹).
Wärmebereitstellungsgrad
Thermischer Wirkungsgrad der WRG-Anlage unter Einbeziehung der Ventilatorabwärme als Wärmequelle — thermodynamisch günstigere Rechengröße als der reine Wärmerückgewinnungsgrad. Maßgeblich für die GEG-Anrechnung; muss ≥ 75 % (dezentral) betragen.
ISO ePM1 (Filterklasse)
Seit 2018 gültige Filterklassifizierung nach ISO 16890, abgelöst EN 779-Klasse F7. ePM1 ≥ 50 % bezeichnet einen Filter, der mindestens 50 % aller Partikel der Größe 0,3–1 µm abscheidet — relevant für Feinstaubschutz (PM2.5) in städtischer Luft.
Kurzschluss-Strömung
Unerwünschter Strömungspfad, bei dem Zuluft direkt zur Abluftöffnung gelangt, ohne den Raum zu durchströmen. Tritt bei zu geringem Abstand zwischen Zu- und Abluftöffnung auf. Erkennbar durch hohen CO₂-Abbau direkt an der Abluftseite bei gleichzeitig hoher CO₂-Konzentration in der Raummitte.

Das häufigste Planungsversäumnis bei dezentralen Lüftungsanlagen ist nicht die Geräteauswahl — es ist die fehlende Luftdichtheitsanalyse vor der Ausführung. Ein Gerät, das gegen unkontrollierte Leckagen ankämpft, wird seine Auslegungswerte im Betrieb nie erreichen.

Fachplaner Raumlufttechnik, Berliner Planungspraxis

Systeme im Vergleich: Einzelraum — Paar-Betrieb — Zentrale Lüftungsanlage

Im Paar-Betrieb wechseln zwei gegenüberliegend installierte Geräte phasenverschoben: Während eines Zuluft fördert, drückt das andere Abluft nach außen — so entsteht ein kontinuierlicher Querlüftungsstrom ohne Wärmeverlust-Pause. Zentrale Anlagen sind bei Gebäuden über ca. 200 m² Wohnfläche wirtschaftlich vorteilhaft, erfordern aber Schacht-Reserven und Kanalplanung bereits in der Rohbauphase.

Systeme im Vergleich: Einzelraum — Paar-Betrieb — Zentrale Lüftungsanlage – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Dezentrale Lüftung einbauen Fragen & Antworten

Pendellüfter oder Gleichstromlüfter – welches Prinzip ist für Berliner Altbauten besser geeignet?
Pendellüfter (Reversier-Lüfter) benötigen pro Gerät nur eine Kernbohrung und arbeiten paarweise: Während Gerät A Frischluft einbläst, führt Gerät B Abluft ab – nach 60–90 Sekunden schalten beide um. Der keramische Wärmespeicher speichert die Abwärme und gibt sie beim nächsten Zyklus wieder ab. Für Berliner Ziegelmauerwerk mit 38–51 cm Wandstärke ist das der wirtschaftlichere Ansatz: ein Bohrloch pro Gerät, kein zweiter Kanalstrang. Gleichstromlüfter mit Gegenstrom-Wärmetauscher sind effizienter bei asymmetrischen Raumgeometrien, wo die Gerätepaarung räumlich schwierig ist – sie benötigen aber zwei Öffnungen (Zu- und Abluft separat) und einen höheren Installationsaufwand.
Welchen Wärmebereitstellungsgrad erreichen dezentrale Geräte nach DIN EN 13141-8 in der Praxis?
DIN EN 13141-8 definiert das Prüfverfahren für dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung unter Laborbedingungen. Dezentrale Pendellüfter guter Bauart erreichen dort 85–93 %. Im realen Betrieb sind 70–85 % anzusetzen, da Umschaltleckage, Wandwiderstand und nicht-symmetrische Druckverhältnisse den Wert mindern. Geräte mit hygroskopisch beschichteten Keramik-Regeneratoren erreichen zusätzlich 50–70 % Feuchterückgewinnung – relevant in Berliner Wintern, wo die relative Außenluftfeuchte trotz absolut niedriger Feuchte nach Erwärmung in der Wohnung unter 30 % rF fallen kann. Geräte ohne Feuchterückgewinnung verschlechtern in gut gedämmten Gebäuden die Raumluftqualität durch Übertrocknung.
Was schreibt DIN 1946-6 für den Mindest-Volumenstrom in Wohnräumen vor – und wie bestimmt das die Gerätezahl?
DIN 1946-6 (Lüftung von Wohngebäuden) definiert vier Lüftungsstufen: Feuchteschutz (Stufe 1), Reduzierte Lüftung (Stufe 2), Nennlüftung (Stufe 3) und Intensivlüftung (Stufe 4). Der Nennvolumenstrom wird raumweise aus Nutzerzahl, Raumgröße und Gebäudedichtheitsklasse berechnet – typisch 25–30 m³/h pro Person im Schlafzimmer, 40–60 m³/h in Küche und Bad. Geräte müssen im Nennbetrieb die Schallschutzanforderungen nach DIN 4109 einhalten: für Schlafräume sind ≤ 25–30 dB(A) anzustreben, was bei hohen Volumenströmen oft nur paarweise (zwei Geräte mit jeweils halbem Anteil) erreichbar ist. Das erhöht die Gerätezahl, senkt aber den Schalldruckpegel jedes einzelnen Geräts deutlich.
Was passiert bei Wandstärken über 50 cm – und wie beeinflusst das Hülsenwahl und Wärmebrücke?
Standard-Wandhülsen für dezentrale Geräte sind auf Wandstärken bis ca. 48–52 cm ausgelegt. Bei Berliner Gründerzeitfassaden mit Verblendmauerwerk können Wandstärken 55–64 cm erreichen. In diesen Fällen sind segmentierte Verlängerungshülsen (10-cm-Stufen) erforderlich – andernfalls sitzt der Regenerator außermittig, und Kondensat fällt an der kälteren Außenwandinnenseite an. Zwingend ist dann auch die umlaufende Hülsendämmung mit Mineralwolle (λ ≤ 0,035 W/(m·K)), um die Anforderungen aus Beiblatt 2 zu DIN 4108 (Wärmebrücken) zu erfüllen. Ohne Dämmkragen liegt die Hülsenoberfläche an der Raumseite dauerhaft unter dem Taupunkt der Raumluft – Schimmel ist vorprogrammiert.
Warum bildet sich Kondensat oder Schimmel am Einbauort, obwohl die Geräte in Betrieb sind?
Die drei häufigsten Ursachen: Erstens ungedämmte oder zu schwach gedämmte Wandhülse – die Metallhülse leitet Kälte direkt in den Raum, die Wandoberfläche unterschreitet den Taupunkt. Zweitens gestörte Gerätepaarung: Fällt ein Pendellüfter aus oder wurde die Paarung falsch geplant, bläst das verbleibende Gerät im Winterbetrieb feuchte Raumluft einseitig nach außen, ohne den Regenerator zu regenerieren – Eisbildung im Keramikkern ist möglich. Drittens zu geringer Einströmwiderstand am Außengitter: Wind drückt kalte Außenluft passiv am Gerät vorbei in die Hülse. Abhilfe: Außengitter mit Windschutzlamellen und einem Mindestrückhaltedruck von ≥ 10 Pa gemäß Herstellerfreigabe.
Brauchen Wanddurchbrüche für dezentrale Lüftungsgeräte einen Brandschutzabschluss?
Eine Feuerwiderstandsanforderung am Wanddurchbruch besteht nur, wenn die betroffene Außenwand gleichzeitig eine brandschutztechnisch klassifizierte Trennfläche ist – etwa Treppenhausaußenwand, Gebäudeabschlusswand oder Fassade mit Abstandsflächenrelevanz nach BauO Bln. In diesen Fällen ist ein Brandschutzabschluss (mindestens EI 30) im Durchbruch erforderlich, den nicht alle Geräteserien integriert bieten. Bei gewöhnlichen Außenwänden ohne Trennfunktion entfällt die Pflicht. Praxishinweis: Bei Nutzungsänderungen (z. B. Gewerbe zu Wohnen) muss die brandschutzrechtliche Klassifizierung der betroffenen Wände neu geprüft werden – die ursprüngliche Baugenehmigung gilt nicht automatisch fort.
Was kostet der Einbau eines dezentralen Lüftungsgeräts in Berlin – und welche Faktoren treiben den Preis?
Richtwerte Berlin 2025: Einfaches Pendellüftergerät (Einzelraum) inkl. Kernbohrung, Hülse, Montage und Elektroanschluss: 650–1.100 € brutto je Gerät. Geräte mit Wärme- und Feuchterückgewinnung (Enthalpie-Keramik): 950–1.500 € je Gerät. Aufschläge: Altbauaußenwand > 50 cm (+150–300 €), Kernbohrung durch Sichtmauerwerk mit Vollstaubeinhausung (+80–150 €), Unterputz-Elektroinstallation je Gerät (+80–200 €). Faustregel: Eine vollständige dezentrale Lösung für eine 80-m²-Wohnung (4–6 Geräte) liegt bei 4.000–8.000 € brutto – erheblich unter einem zentralen System mit Kanalnetz (15.000–30.000 €), aber mit höherem laufendem Wartungsaufwand: Filter sind alle 3–6 Monate je Gerät zu wechseln.
Wann ist dezentrale Lüftung die falsche Wahl – und welche Alternativen gibt es?
Gegen dezentrale Systeme sprechen: Innenliegende Räume ohne Außenwand (Bäder, Flure) – hier ist kein Wanddurchbruch möglich; es wäre eine separate Abluftleitung nötig. Denkmalgeschützte Fassaden – Kernbohrungen und sichtbare Außengitter sind oft nicht genehmigungsfähig (Abstimmung mit Berliner Denkmalschutzbehörde erforderlich). Windexponierte Hochlagen (Dachgeschosse, Gebäude > 22 m): Druckschwankungen stören den Pendel-Takt und können den Wärmebereitstellungsgrad auf unter 60 % senken. Bei mehr als 6–8 Wohneinheiten übersteigt der Filterservice-Aufwand (je Gerät, je Einheit) den Kostenvorteil gegenüber einer zentralen Anlage. Alternativen: Zentrale WRG-Anlage mit einem Gerät im Keller, oder dezentrale Abluft mit natürlicher Zuluft über Außenwandluftdurchlässe (AWL) nach DIN 1946-6 Anhang – einfacher, aber ohne Wärmerückgewinnung.
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