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Erd- & Gründungsarbeiten Berlin

Lichtschacht einbauen lassen in Berlin – Fachbetrieb für Kellerfenster

Ein Lichtschacht schützt das Kellerfenster vor Erdreich und bringt gleichzeitig Tageslicht und Lüftung in den Keller. Entscheidend ist nicht das Schachtelement selbst, sondern der wasserdichte Wandanschluss: Genau hier entstehen bei unsachgemäßer Ausführung die häufigsten Leckstellen im gesamten Kellerbereich.

Der Einbau beginnt mit dem Freilegen der Kelleraußenwand und dem Prüfen der vorhandenen Abdichtungsebene – und endet erst nach dem lagenweisen Verdichten der Hinterfüllung. Der Ablauf vereint Erd-, Abdichtungs- und Drainagearbeiten in einem einzigen Gewerk.

Leistungsumfang

Was umfasst das Einbauen eines Lichtschachts?

  • Schachtgrube ausheben: maschinell oder per Hand je nach Platzverhältnis und Bodenbeschaffenheit
  • Freilegen der Kelleraußenwand und Zustandsprüfung der bestehenden Abdichtungsebene
  • Setzen, lagegerechtes Ausrichten und kraftschlüssiges Verdübeln des Lichtschachtelements
  • Herstellen des wasserdichten Wandanschlusses mit KMB oder Bitumenbahn (Anschluss an Abdichtungsebene nach DIN 18533)
  • Einbau der Schachtentwässerung: Anschluss an Grundleitung oder Versickerungsanlage nach DIN 1986-100
  • Lagenweises Verfüllen und Verdichten der Grube, Wiederherstellung der Oberfläche

Der Leistungsumfang deckt Erd-, Abdichtungs- und Drainagearbeiten aus einer Hand ab. Bei Bestandsobjekten wird die vorhandene Wandabdichtung in Lage und Typ dokumentiert, bevor die Anschlussarbeit beginnt – ein Schritt, der im Sanierungsfall über Gewährleistungsfragen entscheidet.

1,25 mmax. Aushubtiefe ohne Verbaunachweis (DIN 4124, nicht-bindiger Boden)
300 Bq/m³Radon-Referenzwert Jahresmittel nach StrlSchG §124
0,05–0,12 W/(m·K)typischer Psi-Wert Wärmebrücke am Schachtanschluss ohne Zusatzdämmung
B125Standard-Lastklasse Abdeckrost nach DIN EN 124 (bis PKW-Überfahrt)
Lastklassen nach EN 124: Welche Abdeckung für welche Belastungszone? – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Lichtschacht als Radon-Eintragspfad: Ein unterschätztes Risiko

Lichtschächte stehen in direktem Kontakt mit dem Erdreich und der angrenzenden Kellerraumluft — damit sind sie ein bevorzugter Eintragspfad für bodenluftbürtiges Radon.

In Berliner Auffüllböden mit Granit- und Ziegelschutt-Einschlüssen kann die Radonkonzentration lokal deutlich über dem Referenzwert von 300 Bq/m³ Jahresmittel nach §124 Strahlenschutzgesetz liegen.

Ein luftdicht ausgeführter Schachtanschluss mit dauerhafter Dichtmanschette ist daher nicht nur Abdichtungsmaßnahme, sondern gleichzeitig wirksamer Strahlenschutz — eine Doppelfunktion, die bei der Planung kaum berücksichtigt wird.

Querschnitt eines Lichtschacht-Anschlusses an der Kellerwand mit Dichtmanschette, die aufsteigendes Radon aus Berliner Auffüllboden abdichtet.
Im Überblick

Lichtschacht-Materialien im Überblick

PE/PP-Kunststoff

Marktdominantes Material: korrosionsfrei, leicht, einfach kürzbar. Wandstärke 4–8 mm, UV-stabilisiert. Bei Abdeckungen der Klasse B125 ist die Wandverankerung wegen geringer Eigensteifigkeit zwingend.

Verzinkter Stahl

Preiswert und formstabil, jedoch in dauerhaft feuchtem Erdreich korrosionsgefährdet. Bei aggressiven Böden (pH < 5 oder Chlorideintrag durch Tausalz) deutlich reduzierte Lebensdauer — Bodenchemie vorab klären.

Edelstahl V4A

Höchste Korrosionsbeständigkeit, geeignet für tausalzexponierte Lagen. Schweißnähte müssen ISO 3834-konform ausgeführt sein; Schlifftiefe ≥ Ra 0,8 µm reduziert Spaltkorrosionsrisiko. Deutlich höherer Materialpreis.

Beton-Fertigteil

Für große Lichtmaße ab ca. 1,0 × 1,5 m und hohe Flächenlasten geeignet. Hohes Eigengewicht erfordert Fundamentaufstandsprüfung; Abdichtungsanschluss über Quellband oder Fugenblech nach DIN 18533.

Wärmebrücke am Lichtschacht: Psi-Wert, Taupunkt und Dämmdetail

Wo der Lichtschacht die Wärmedämmebene der Kellerwand durchbricht, entsteht eine geometrische Wärmebrücke, berechnet als linearer Wärmedurchgangskoeffizient Ψ nach Beiblatt 2 zu DIN 4108.

Bei marktüblichen PE-Schächten ohne Zusatzdämmung liegt Ψ typisch zwischen 0,05 und 0,12 W/(m·K) — ein Wert, der für den GEG-Energienachweis und KfW-Förderanträge anzusetzen und nachzuweisen ist.

Eine XPS-Dämmschale (λ ≤ 0,035 W/(m·K)) um den Schachtkörper senkt den Ψ-Wert auf unter 0,03 W/(m·K) und verschiebt den Taupunkt nach außen — damit entfällt das Kondensationsrisiko an der Innenschale des Schachts und am Fensterrahmen.

Interaktiv

Lichtschacht-Dimensionierungsrechner

Schätzt den PP-Ringsegmentbedarf (à 20 cm Bauhöhe) aus der Netto-Fensterfläche. Bemessungsregel: Einbautiefe = Fensterhöhe + 0,25 m Sohlenpuffer; Schachtbreite = Fensterbreite + 2 × 0,20 m Seitenluft (Mindestmaß); Vorsatztiefe netto ≥ 0,60 m vor der Verglasung. Eingabe: Fensterfläche (Breite × Höhe) in m².

Lichtschacht-Ringsegment (PP, schachtbreitengerecht)
Richtkosten inkl. Arbeit

Unverbindlicher Richtwert – der genaue Preis hängt von Untergrund, Aufwand und Ausführung ab.

So gehen wir vor

Einbauablauf: Lichtschacht nachträglich einbauen lassen

1

Bestandsaufnahme

Wandaufbau, Abdichtungstyp (Schwarz- oder Weißabdichtung) und Fundamenttiefe klären. Bei Risikobaugrund Radon-Vorabmessung veranlassen.

2

Aushub und Böschung

Freilegen der Kellerwand per Minibagger oder Handschaufel bis auf Fundamentunterkante. Böschung nach DIN 4124 herstellen; bei Tiefen > 1,25 m Verbauplanung erforderlich.

3

Kernbohrung

Diamantkernbohrung (∅ 200–600 mm je nach Fenstermaß) mit Absaugring — schont bestehende Wandabdichtung vor Bohrwasserunterspülung.

4

Drainageschicht und Schacht setzen

Kiesschicht ≥ 150 mm (Körnung 16/32) einbringen, Schacht darauf ausrichten und Oberkante auf Geländeniveau einstellen, dann an Wand dübeln.

5

Abdichtungsanschluss herstellen

Klebeflansch oder Dichtmanschette kraftschlüssig in bestehende Abdichtungsbahn einarbeiten — kein Unterbruch der Abdichtungsebene zulässig.

6

Kellerfenster einbauen

Fenster mit Wanddurchführungsmanschette in die Bohrleibung einsetzen und Fuge mit dauerhaft plastischem Dichtstoff schließen.

7

Verfüllen und verdichten

Lagenweise Verfüllung mit Magerbeton oder grabenfähigem Material; nicht direkt am Schachtkörper stampfen (Verformungsgefahr bei PE-Schalen).

8

Abdeckrost montieren

Gitterrost der passenden Lastklasse (A15 oder B125) mit Arretierung aufsetzen und Kippschutz prüfen.

Systemaufbau Lichtschacht: Schichtfolge im Wandquerschnitt – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Abdichtungsanschluss: Die neuralgische Nahtzone am Bestandsgebäude

Der Anschluss des Lichtschachts an die bestehende Kelleraußenabdichtung nach DIN 18533 ist die funktionskritischste Zone des gesamten Einbaus: Hier treffen unterschiedliche Materialien, Bewegungstoleranzen und Feuchtegradienten aufeinander.

Bei Schwarzabdichtung (Bitumenbahnen oder kunststoffmodifiziertes Bitumen, KMB) wird ein werkseitig vorgefertigter Klebeflansch oder eine EPDM-Dichtmanschette kraftschlüssig in die bestehende Dichtbahn eingearbeitet.

Weiße-Wanne-Konstruktionen erfordern ein Quellband oder Fugenblech, das statisch und abdichtungstechnisch mit dem WU-Beton kompatibel ist — eine nachträgliche Injektion von außen ist hier keine normgerechte Alternative.

Cutaway-Detail des Abdichtungsanschlusses: Bitumen-Klebeflansch mit EPDM-Manschette links, WU-Beton mit Quellband und Fugenblech rechts.
Preise & Kosten

Was kostet Lichtschacht einbauen?

Richtpreise für den Nachrüsteinbau in Berlin (Einfamilienhaus, Bestandsbau, ohne gleichzeitige Kellerfenster-Neubeschaffung, netto).

LeistungPreis-Spanne (Richtwert)
TeilleistungKostenrahmen
Kernbohrung bis 40 cm Wandstärke150 – 350 €
Aushub ca. 1 m³, handseitig freigelegt120 – 250 €
PE-Lichtschacht 60 × 40 cm inkl. Montage und Dübelung200 – 450 €
Abdichtungsanschluss (Flansch/Dichtmanschette, EPDM)100 – 300 €
Drainageschicht und Verfüllung80 – 180 €
Gitterrost B125 mit Arretierung60 – 150 €
Gesamt einfache Variante (ein Schacht)700 – 1.500 €
Gesamt aufwändige Variante (tief, Schichtenwasser, Verbau erforderlich)1.800 – 4.500 €

Richtwerte für Berlin/Brandenburg, projektabhängig — kostenloses Festpreis-Angebot anfragen.

Wanddurchbruch: Warum Kerntechnik die Abdichtung schützt

Die Kernbohrung mit Diamantkrone (∅ 200–600 mm) erzeugt einen erschütterungsarmen, maßgenauen Wanddurchbruch — entscheidend, weil Stemmen und Meißeln Rissbildung in KMB-Abdichtungen und bituminierten Altbauabdichtungen auslösen kann.

Das Bohrwasser muss über einen Absaugring kontrolliert abgeführt werden: Läuft es unkontrolliert hinter die Wandabdichtung, entstehen Hohlräume, die sich wasserführend verbinden und die Abdichtung von innen unterhöhlen.

Die Reihenfolge ist nicht vertauschbar: Erst nach dem Einbau der Wanddurchführungsmanschette und dem Herstellen des Abdichtungsanschlusses wird der Lichtschacht gesetzt — andernfalls ist eine normgerechte Anschlussausführung kaum möglich.

Lösungs-Finder

Materialfinder Schachtwand

Welche Anforderung steht bei Ihrem Vorhaben im Vordergrund?

PP-Ringsysteme sind Standardlösung für Wohngebäude ohne Fahrzeugbelastung. Schachtkörper für statische Erdauflast dimensioniert; Abdeckgitter nach EN 124 mindestens Klasse A15 (Fußgänger), an Gehwegen Klasse B125. Wandstärke 2–4 mm, Eigengewicht 4–8 kg/Segment. UV-stabilisiert, kein Korrosionsschutz erforderlich. Materialkosten Schachtelement: ca. 90–180 EUR. Nicht geeignet für Pkw-Überfahrt oder schwere Verdichtungsgeräte in unmittelbarer Schachtnähe — dann GfK oder Stahl wählen.
Glasfaserverstärkte Kunststoffschächte (GfK) sind für befahrene Bereiche zugelassen. Abdeckgitter nach EN 124 Klasse B125 (12,5 t Achslast) oder D400 (40 t). Schachtwand nach Herstellerzulassung auf deutlich höhere Erdlastwerte als PP ausgelegt; maßgeblich bei Pkw-Einfahrten und Tiefgaragenzufahrten. Aufpreis gegenüber PP: +40–60 %. Kein Korrosionsschutz erforderlich, Gewicht geringer als Stahl. Herstellerzulassung für die gewählte Lastklasse vor Einbau anfordern und aufbewahren.
Ortbeton (min. C25/30, Expositionsklasse XC4) oder Betonfertigteile erlauben individuelle Querschnitte über 1,50 m Breite und Sondertiefen. Außenabdichtung nach DIN 18533 zwingend: Wassereinwirkungsklasse W1-E (Bodenfeuchte) → KSK-Bahn oder mineralische Dichtschlämme; W2-E (stauendes Sickerwasser) oder höher → bituminöse Abdichtungsbahn. Eigengewicht > 100 kg/Einheit — Einbau mit Kran oder Flaschenzug. Empfehlenswert, wenn der Schacht statisch mit Bodenplatte oder Kellerwand verbunden werden muss.
Feuerverzinkter Stahl (Zinkauflage ≥ 85 µm nach DIN EN ISO 1461) bietet metallische Ansichtsqualität bei moderatem Aufpreis. Lebensdauer 25–40 Jahre in Stadtluft; nicht empfohlen in chloridbelasteter Umgebung (Tausalzeintrag aus Tiefgaragen oder Küstennähe) — dort Edelstahl V4A. Wandstärke mind. 1,5 mm Stahlblech. Abdeckgitter feuerverzinkt; Stababstand auf Kindersicherheit (max. Spaltmaß 120 mm nach LBO-Praxis) und Trittsicherheit prüfen.
V2A (1.4301) für normale Stadtluft; V4A (1.4404) zwingend bei Tausalzeintrag, Meeresatmosphäre oder industriellen Emissionen. Wandstärke mind. 1,5 mm. Wichtig: Kontaktkorrosion zwischen V2A und feuerverzinktem Stahl vermeiden — Trennung durch EPDM-Streifen, da das galvanische Element Zn/V2A die Zinkoberfläche beschleunigt angreift. Geeignet für repräsentative Gebäude, Hotellerie, Denkmalschutzfälle. Materialaufwand: 3–5 × Preis gegenüber PP.
Technische Daten

Technische Kennwerte und Normanforderungen

KennwertWert / Anforderung
Mindest-Lichtmaß Breite × Tiefe (Praxisrichtwert)≥ 500 × 300 mm
Wandstärke PE-Schale4 – 8 mm (herstellerabhängig)
Drainageschicht unter Schacht≥ 150 mm Kies 16/32 oder Drainbeton
Abdeckrost-Lastklasse nach DIN EN 124A15 (Fußgänger), B125 (PKW bis 12,5 kN)
Max. Aushubtiefe ohne Verbau (DIN 4124, Sand)1,25 m
Psi-Wert PE-Schacht ohne Zusatzdämmung0,05 – 0,12 W/(m·K)
Psi-Wert PE-Schacht mit XPS-Dämmschale< 0,03 W/(m·K)
Radon-Referenzwert nach StrlSchG §124300 Bq/m³ Jahresmittel
Tageslichtfaktor-Zielwert nach EN 17037≥ 0,7 % für Aufenthaltsräume
Geometrie-Mindestmaße: Lichtwinkel, Vorsatz und Schachttiefe – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Baurecht Berlin: Wann wird der Lichtschacht genehmigungspflichtig?

Der nachträgliche Einbau eines Lichtschachts im Berliner Bestand ist nach §62 BauO Bln grundsätzlich verfahrensfrei, solange der Schacht die Grundstücksgrenze nicht überschreitet und kein Denkmal betrifft.

Ragt der Schacht über die Grundstücksgrenze in den öffentlichen Gehweg, ist eine Sondernutzungserlaubnis beim zuständigen Bezirksamt (Fachbereich Tiefbau) erforderlich — mit Haftpflichtnachweis, Bestandsplan und jährlicher Gebühr.

In Milieuschutzgebieten nach §172 BauGB können Auflagen zu Material und Optik verhängt werden; bei förmlich festgelegten Denkmalensembles ist vorab eine Stellungnahme des Landesdenkmalamts Berlin einzuholen.

Draufsicht-Plan: Lichtschacht ragt über die Grundstücksgrenze in den öffentlichen Gehweg, mit Erlaubnis- und Plandokumenten – NEUWEST Berlin.

Schallbrücke: Tiefe Schächte verstärken Außenlärm

Ein Schacht mit Tiefe > 1,5 × Breite wirkt als akustischer Trichter und erhöht den Direktschallpegel am Kellerfenster um bis zu 3 dB(A). Bei straßenzugewandtem Einbau den Rw-Wert des Fensters entsprechend aufwerten.

Tageslicht: Innenwände hell auskleiden

Eine weiße oder hellgraue Auskleidung der Schachtinnenwände erhöht die diffuse Tageslichtreflexion um bis zu 25 % gegenüber naturfarbenem PE-Grau — besonders wirksam bei nord- und ostorientierten Schächten.

Ablaufstutzen und Rückstauschutz

Ohne angebundenes Drainagesystem muss der Schacht einen Ablaufstutzen (∅ ≥ 50 mm) erhalten. In Berlin ist bei Einbau unterhalb der örtlichen Rückstauebene ein Rückstauverschluss nach DIN EN 13564 Pflicht.

Schallschutz: Lichtschacht als akustische Schwachstelle der Gebäudehülle

Lichtschächte unterbrechen die Schalldämmlinie der Gebäudehülle; über sie gelangt Außenlärm nahezu ungefiltert ans Kellerfenster — ein Faktor, der bei der Fensterplanung nach DIN 4109 häufig nicht korrekt eingerechnet wird.

Das Rw-Maß eines Fensters wird im Labor ohne Schacht ermittelt; in der Einbausituation verliert ein Rw-32-dB-Fenster bis zu 6 dB seiner Schalldämmwirkung, wenn der Schacht ungünstig proportioniert und diffuse Schallfelder auf das Fenster bündelt.

Wirksame Gegenmaßnahmen: schallabsorbierende Auskleidung der Schachtwände mit Mineralwolle hinter perforiertem Blech, Fenster-Rw-Wert auf 38–40 dB aufrüsten oder raumseitige Schallabsorption als Kompensationsmaßnahme planen.

Interaktiv

Kostenkalkulator Lichtschacht einbauen — Berlin

Richtwert-Kalkulation je Lichtschacht (Komplettleistung: Wanddurchbruch per Stemmarbeit, PP-Schachtelement 80 × 60 cm, Drainage, Abdeckgitter EN 124 A15, Verfüllung). Berliner Marktpreise 2025. Aufpreise zusätzlich einplanen: Kernbohrung statt Stemmarbeit +350–550 EUR/Schacht; Bodenaustausch bei Auffüllboden +180–400 EUR/Schacht; Kellerabdichtungsanschluss nach DIN 18533 (W2-E oder W3-E) +200–600 EUR/Schacht. Eingabe: Anzahl Schächte.

Lichtschacht-Bausatz PP 80 × 60 cm inkl. Abdeckgitter und Drainage-Set
Richtkosten inkl. Arbeit

Unverbindlicher Richtwert – der genaue Preis hängt von Untergrund, Aufwand und Ausführung ab.

Im Vergleich

Materialvergleich: PE-Kunststoff, Verzinkter Stahl, Edelstahl V4A, Beton

KriteriumPE-KunststoffVerzinkter StahlEdelstahl V4ABeton-Fertigteil
Korrosionsbeständigkeitsehr hochmittel (pH < 5: gering)sehr hochhoch
Gewicht / Montageleichtmittelmittelschwer — Hebezeug nötig
Materialpreis (60 × 40 cm)80–200 €120–280 €300–600 €250–500 €
Richtwert Lebensdauer> 50 Jahre20–40 Jahre> 50 Jahre> 60 Jahre
Wärmebrücke (Ψ-Wert)geringhoch (Metallbrücke)hoch (Metallbrücke)mittel
Maßvielfalt / Anpassbarkeithochmittelmittelgering (Fertigteil)
Befestigungssysteme: Wandverankerung vs. Fundamentstütze – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Statik: Fundamentnähe und Aushubtiefe beim Nachrüsteinbau

In Berliner Sand- und Auffüllböden gilt: Bis 1,25 m Aushubtiefe ist in nicht-bindigen Böden nach DIN 4124 eine Böschungsneigung von 1:1 ohne gesonderten Verbaunachweis zulässig — darunter ist ein statisch nachgewiesener Verbau Pflicht.

Bestehendes Mauerwerk kann durch den punktuellen Aushub direkt neben dem Fundament destabilisiert werden; bei Fundamenttiefen unter 1,0 m — im Berliner Gründerzeitbestand keine Seltenheit — ist eine Voruntersuchung des Fundamentaufbaus essenziell.

Bei Abdeckungen der Klasse B125 muss der Schachtkörper wandseitig statisch verankert sein, damit Querkräfte in die Wand abgeleitet werden, ohne die Abdichtungsnaht zu belasten oder die PE-Schale dauerhaft zu deformieren.

Querschnitt: flaches Gründerzeit-Fundament neben Aushubgrube mit PE-Schacht und B125-Abdeckung, Tiefenmaß unter 1,0 m.
Kurz erklärt

Wichtige Begriffe rund um Lichtschacht einbauen

Psi-Wert (Ψ)
Linearer Wärmedurchgangskoeffizient in W/(m·K) an Bauteilanschlüssen; beschreibt die Wärmebrücke eines Schachtanschlusses — je kleiner der Wert, desto geringer der thermische Verlust.
Schwarzabdichtung
Außenabdichtung aus bitumenhaltigen Materialien (Bitumenbahnen, kunststoffmodifiziertes Bitumen KMB) nach DIN 18533; häufigster Abdichtungstyp im Berliner Altbaubestand.
Weiße Wanne
Abdichtungskonzept aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) nach DAfStb-Richtlinie; die Abdichtung ist Bestandteil der Tragkonstruktion — kein zusätzlicher Außenauftrag.
Kernbohrung
Wanddurchbruch mit rotierender Diamantkrone; erschütterungsarm und maßgenau — schonend für bestehende Abdichtungslagen. Standard beim Nachrüsteinbau von Lichtschächten.
Lastklasse B125 (DIN EN 124)
Überfahrbarkeit bis 12,5 kN Einzellast (entspricht Pkw-Rad); gilt für Abdeckroste in Hofflächen und privaten Zufahrten.
Drainageschicht
Kiesschicht ≥ 150 mm (Körnung 16/32) unter dem Lichtschacht; leitet Sicker- und Regenwasser zum Ablaufstutzen und verhindert Aufstau im Schacht.
DIN 18533
Norm für die Abdichtung erdberührter Bauteile aus Beton und Mauerwerk; regelt u.a. Anschlussdetails für einbindende Bauteile wie Lichtschächte. Gilt seit 2017 (Nachfolge DIN 18195-4 bis -6).

Tageslichtausbeute: Wie Schachtgeometrie den Lichteinfall bestimmt

Die nutzbare Tageslichtmenge im Kellerraum wird maßgeblich durch das Verhältnis von Schachtöffnungsfläche zu Raumtiefe bestimmt; EN 17037 (Tageslicht in Gebäuden) fordert für Aufenthaltsräume einen Tageslichtfaktor von mindestens 0,7 %.

Entwässerungsvarianten: Versickerung oder Kanalanschluss – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Querschnitt zweier Lichtschächte: weiße reflektierende Auskleidung gegenüber naturgrauer PE-Wand, diffuse Lichtstrahlen zum Kellerfenster.

Eine weiße oder hellgraue Auskleidung der Schachtinnenwände erhöht die Lichtausbeute durch diffuse Reflexion um bis zu 25 % gegenüber naturfarbenem PE-Grau — besonders wirksam bei nord- und ostorientierten Schächten, wo kein Direktlicht einfällt.

Südorientierte Schächte werden im Sommer durch die Schachtsole verschattet; nord- und ostorientierte Schächte liefern konstanter diffuses Himmelslicht — ein planungsrelevantes Detail, wenn Kellerräume zu Aufenthaltsräumen nach §49 BauO Bln umgenutzt werden sollen.

Ein mangelhafter Abdichtungsanschluss zwischen Lichtschacht und Kelleraußenwand ist die häufigste Einzelursache für Feuchtigkeitsschäden im Kellerbereich — und gleichzeitig der kostenintensivste Folgeschaden. Die Investition in ein sauberes Anschlussdetail nach DIN 18533 rechnet sich gegenüber einer Nachbesserung stets.

Sachverständiger für Abdichtungstechnik und Kellersanierung

Lichtschacht einbauen Fragen & Antworten

Welche Mindestabmessungen braucht ein Lichtschacht – und was bestimmt die Einbautiefe?
Das nutzbare Lichtmaß vor dem Fenster sollte mindestens 50 cm von der Außenwand betragen, damit das Fenster vollständig geöffnet und gereinigt werden kann; 60–80 cm sind praxiserprobt. Die Schachttiefe ergibt sich aus der Unterkante Fensterbrett plus ca. 10–15 cm Überstand über Geländeoberkante. Für die Grubentiefe in Berlin gilt: Die Schachtsohle und ihre Entwässerung müssen unterhalb der Frostgrenze von 0,80 m liegen, die für den Berliner Raum klimatisch belegt ist – sonst droht Frosthebung des Schachtelements.
Warum ist der Wandanschluss die kritischste Stelle beim Lichtschacht-Einbau?
Die Fuge zwischen Schachtelement und abgedichteter Kelleraußenwand ist keine kraftschlüssige Verbindung – sie muss separat wasserdicht verschlossen werden. Eine reine Silikonfuge versagt durch UV- und Temperaturbewegung regelmäßig nach wenigen Jahren. Normgerecht ist eine Überbrückung mit einer KMB-Schicht (Kunststoff-modifizierte Bitumendickbeschichtung) oder einer aufgeklebten Bitumenbahn, die formschlüssig in die vorhandene Wandabdichtungsebene eingebunden wird – entsprechend den Anforderungen der DIN 18533 an nicht starre Bauteilanschlüsse.
PE/PP oder Beton – nach welchen Kriterien wird das Schachtmaterial gewählt?
PE/PP-Schächte aus recyceltem Polyethylen hoher Dichte sind leicht, korrosionsfest und schnell montiert; sie eignen sich gut für Normabmessungen und rollige Böden. Betonschächte sind drucksteifer, besser geeignet bei bindigen Böden mit hohem Quellpotenzial (Ton, Schluff) und unverzichtbar, wenn das Schachtgitter befahrbar sein muss. Edelstahl empfiehlt sich in aggressiven Umgebungen, etwa bei Tausalzbelastung neben Einfahrten. In den für Berlin typischen Sanden der Bodengruppe SW/SP nach DIN 18196 funktionieren PE-Schächte zuverlässig; in Aufschüttungen oder Tonschieferzonen ist Beton die sicherere Wahl.
Wie wird Regenwasser aus dem Lichtschacht abgeführt – und wann ist eine Drainage Pflicht?
Nach DIN 1986-100 sind zwei Varianten normkonform: Anschluss an eine vorhandene private Grundleitung oder kontrollierte Versickerung mit Kieskoffer unter dem Schacht. Letztere setzt einen ausreichenden Durchlässigkeitsbeiwert des Untergrunds voraus (kf > 5 × 10⁻⁵ m/s nach DIN 18130) – in Berliner Innenstadtlagen mit lehmigen Deckschichten ist das häufig nicht gegeben; dann ist ein Perkolationstest Pflicht. Oft übersehen: Bei Starkregen mit hohem Grundwasserstand nützt die Entwässerung wenig – ab einer bestimmten Gefährdungslage ist ein wasserdichtes Kellerfenster oder ein Rückstauschutz die einzig wirksame Maßnahme.
Welche Lastklasse muss das Schachtgitter haben – und welche Fehler passieren hier häufig?
Schachtabdeckungen werden nach DIN EN 124 in Klassen A bis F eingeteilt. Klasse A15 (1,5 t Radlast) genügt für rein fußläufige Bereiche; Klasse B125 (12,5 t) ist Mindestanforderung, sobald der Lichtschacht in einer PKW-Zufahrt liegt. Häufiger Fehler: A15-Roste werden auf Einfahrten eingebaut, weil sie günstiger sind – wird das Schachtelement dann von einem Fahrzeug beschädigt, haftet der Auftraggeber, nicht der Hersteller. DIN EN 124 schreibt zusätzlich vor, dass Roste im Bereich öffentlicher Verkehrsflächen gegen unbeabsichtigtes Abheben gesichert sein müssen.
Beeinflusst ein Lichtschacht die Perimeterdämmung und den Wärmeschutz der Kelleraußenwand?
Ja – und dieser Punkt wird in der Planung häufig unterschätzt. Jeder Lichtschacht unterbricht die Perimeterdämmebene an der Kelleraußenwand. Fehlt an dieser Stelle ein Dämmkeil oder ein wärmegedämmter Schachtrahmen, entsteht eine Wärmebrücke, die bei gut gedämmten Gebäuden zu Tauwasserausfall auf der Innenwand führen kann. Normativ ist nach DIN 4108-2 der Nachweis zu führen, dass der Temperaturfaktor fRsi ≥ 0,70 eingehalten wird. Bei KfW-Effizienzhaus-55-Standard oder Passivhaus ist ein individueller Wärmebrückennachweis nach DIN EN ISO 10211 erforderlich.
Brauche ich für den Lichtschacht-Einbau eine Baugenehmigung in Berlin?
In der Regel nein, sofern der Schacht vollständig auf dem Privatgrundstück liegt und keine neue Wandöffnung gebrochen wird. Die Berliner Bauordnung stuft Erdarbeiten zur Instandhaltung oder Sanierung grundsätzlich als verfahrensfrei ein. Ausnahmen entstehen bei Denkmalschutz, Grenzbebauung, Lage in einem Bebauungsplan-Sondergebiet oder wenn gleichzeitig das Kellerfenster neu gebrochen wird. Bei Schächten in Grenznähe ist zudem zu prüfen, ob die Öffnung brandschutzrechtliche Anforderungen an Brandwände (keine Öffnungen) berührt.
Wie beeinflusst die Bodenklasse – Berliner Sand versus Auffüllung – den Aufwand und die Kosten?
Berliner Randlagen weisen meist DIN 18300-Klasse 3–4 (mittelschwer lösbare Böden) auf; in Altbauquartieren dominieren schwer lösbare Auffüllungen mit Bauschutt, Schlacken oder alten Gründungsresten. Diese müssen ggf. separat entsorgt werden – die Einstufung nach LAGA entscheidet über den Entsorgungsweg und kann die Gesamtkosten erheblich beeinflussen. Entscheidend in spreenahenn Lagen ist der Grundwasserstand: Liegt der Sohlanschluss unterhalb des mittleren Grundwasserspiegels, werden ein druckwasserbeständiger Schacht und eine dauerhafte Pumplösung nötig – eine andere Kostenstruktur als beim Standardeinbau.
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Lichtschacht einbauen Referenzen & Beispiele

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Maßgebliche Regelwerke für Planung und Ausführung: DIN 18533 (Abdichtung erdberührter Bauteile), DIN 1986-100 (Entwässerungsanlagen auf Grundstücken) und DIN EN 124 (Lastklassen für Abdeckroste und Schachtabdeckungen).

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