Bauunternehmen für sicheres Bauen
Elektroinstallation Neubau & Sanierung
  • Kurzfristiger Baubeginn
  • Festpreise
  • Kostenlose Besichtigung durch Bau-Experten
  • Hohe Qualität in der Ausführung
  • Transparente Abrechnung
Kostenloses Angebot erhalten
Ø Angebot innerhalb von einer Woche
Sanierung
Ausbau
Neubau
Wärmedämmung
Abriss
Baugutachten
Sonstiges

Ort des Bauvorhabens

Details zum Bauvorhaben

Dateien hierher ziehen oder klicken – bis zu 50 Dateien

Objekttyp

Einfamilienh.
Mehrfamilienh.
Wohnung
Doppelhaus
Reihenhaus
Dachgeschoss
Bungalow
Gewerbe
Video: Elektroinstallation (Neubau & Sanierung)von Neuwest Bauleitern empfohlen
Elektro & Blitzschutz · Berlin

Elektroinstallation in Berlin beauftragen – Neubau & Sanierung vom Fachbetrieb

Ob Rohbau-Erstinstallation oder Sanierung einer Bestandsanlage: Die Elektroplanung entscheidet frühzeitig darüber, ob spätere Nachrüstungen (Wallbox, PV-Integration, Smart-Home-Bus) noch wirtschaftlich möglich sind. Stromkreisaufteilung, Schutzkonzept und Kabelwege lassen sich nach dem Verputzen kaum noch ändern.

In Berlin gilt neben DIN VDE 0100 stets die Technische Anschlussbedingung (TAB) des Verteilnetzbetreibers Stromnetz Berlin. Sie regelt u. a. Anforderungen an Zählerplatz, Hauptleitungsabzweigklemme (HAK) und maximale Anschlussleistung – Abweichungen führen zur verweigerten Inbetriebnahme durch den VNB.

Leistungsumfang

Was umfasst Elektroinstallation (Neubau & Sanierung)?

  • Lastberechnung & Schutzkonzept: Gleichzeitigkeitsfaktor, Anschlussleistung, RCD-Typen (A / F / B), AFDD-Planung nach DIN VDE 0100-420
  • Zähleranlage & Unterverteiler: HAK bis Zählerplatz nach TAB Stromnetz Berlin, Zählerschrank-Konfiguration und Überspannungsschutz
  • Rohbau-Phase: Leerrohre in Installationszonen nach DIN 18015-3, Unterputzdosen setzen, Kabeltrassen und Schlitze
  • Kabelzug & Verdrahtung: NYM-J oder N2XH je nach Nutzungsanforderung, Querschnittsbemessung nach DIN VDE 0100-430, Potenzialausgleich
  • Spezialinstallationen: Badezimmer-Schutzbereiche (DIN VDE 0100-701), Wallbox-Infrastruktur 11 / 22 kW, PV-Einspeisepunkt
  • Abnahme & Inbetriebnahme: Mess- und Prüfprotokoll nach DIN VDE 0100-600, Fertigmeldung und Koordination mit Stromnetz Berlin

Bei Sanierungen wird vor Beginn eine Zustandsaufnahme der Bestandsanlage erstellt: Schaltungsart (TN-C mit PEN-Leiter vs. modernes TN-C-S), Leitungsmaterial (Aluminium-Altleitungen der 1960er–70er Jahre), vorhandene Schutzmaßnahmen und RCD-Ausstattung. Daraus ergibt sich der tatsächliche Sanierungsumfang und ob eine Teilsanierung normkonform möglich ist.

Interaktiv

Kabelmengen-Rechner nach DIN 18015-1 (Spannungsfall max. 3 %)

DIN 18015-1 begrenzt den Spannungsfall je Endstromkreis auf max. 3 % (230-V-Netz: max. 6,9 V). Daraus folgen Maximallängen: NYM-J 3×1,5 mm² bei 16 A → ca. 18 m, NYM-J 3×2,5 mm² → ca. 30 m, NYM-J 3×4 mm² → ca. 48 m. Rechner kalkuliert Gesamt-Kabelmenge und Installationskosten für Neubau-Standard (Richtwert 4,8 Lm/m² Wohnfläche); Drehstrom-Sonderstromkreise (Herd, Wallbox, Wärmepumpe) separat bemessen.

Leitungsmeter NYM-J 3×1,5 mm² (Kabelanteil; Verteiler, Schalter und Steckdosen separat)
Richtkosten inkl. Arbeit

Unverbindlicher Richtwert – der genaue Preis hängt von Untergrund, Aufwand und Ausführung ab.

Lösungs-Finder

Stromkreis-Planer: Raumnutzung → Verteilerschrank-Dimensionierung

Für welchen Raumbereich oder welche Nutzungsgruppe planen Sie die Elektroinstallation?

Mind. 6 separate Stromkreise nach DIN 18015-2: Kochfeld 1×32 A (NYM-J 5×6 mm²), Backofen 1×16 A (3×2,5 mm²), Geschirrspüler + Waschmaschine je 1×16 A, 2–3 Allgemeinsteckdosenkreise 16 A. RCD Typ A 30 mA auf mindestens 2 Gruppen aufteilen (Gerätesteckdosen / Allgemeinsteckdosen) — verhindert Totalausfall bei Fehler. Verteilerschrank-Bedarf: mind. 12 LS-Slots + 2 RCD-Slots.
DIN VDE 0100-701 Schutzbereiche: Bereich 0 (Wanneninnenraum) nur SELV ≤12 V AC / ≤30 V DC zulässig. Steckdosen (außer Rasiersteckdosen) erst außerhalb von Bereich 2 (>60 cm seitlich von Bereich 1). RCD 30 mA Typ A zwingend; bei elektronisch geregelter Fußbodenheizung mit DC-Fehlerstromanteilen: FI Typ B oder Typ A + Differenzstrom-Überwachungsgerät. Lüftung auf eigenem 10-A-Kreis. Mindestausstattung: je 1 Kreis für Licht, Steckdose, Lüftung.
DIN 18015-2: mind. 5 Steckdosen im Wohnzimmer, 2–3 separate 16-A-Kreise empfohlen. Homeoffice-Zusatz: dedizierter 16-A-Kreis für EDV, keine Mehrfachstecker am USV-Ausgang. Multimedia-Wand: Leerrohre ≥50 mm für LAN/HDMI vorverdrahten. Dimmbare Beleuchtung: Phasenabschnitt- vs. Phasenanschnitt-Dimmer je nach Trafotyp vorab festlegen — nachträgliche Änderung kostenintensiv. 1 RCD-Gruppe für gesamten Bereich ausreichend.
Wärmepumpe mit Frequenzumrichter: DC-Fehlerströme machen FI Typ B oder Typ A + Typ-B-Modul zwingend; Drehstromkreis 3×2,5–3×10 mm² je Nennleistung. KWL-Anlage: separater 10-A-Kreis. Potentialausgleich (PA-Schiene) für alle metallischen Rohrleitungen und Anlagengehäuse einbinden. Kellersteckdosen: RCD 30 mA. Reservekapazität einplanen: mind. 6–8 freie LS-Slots + 2 RCD-Slots.
Außensteckdosen: IP44 + RCD 30 mA zwingend (DIN VDE 0100-410). Erdkabel: NYY-J 3×2,5 mm² in Schutzrohr PE, mind. 0,7 m Verlegetiefe. Wallbox-Vorrüstung: Leerrohr ≥50 mm von Unterverteilung bis Stellplatz vorverdrahten. Wallbox-Kreis: NYM-J 5×6 mm², 3×32 A, RCD Typ B oder Typ A + DCDFI. §14a EnWG: Netzbetreiber-Anmeldung + Steuerbarkeitsnachweis ab 4,2 kW.
Lösungs-Finder

Wallbox-Voraussetzungs-Check: Anschlussleistung, §14a EnWG & Genehmigung

Welche Ladeleistung planen Sie für Ihre Wallbox oder Ladeinfrastruktur?

§14a EnWG gilt erst ab 4,2 kW: Eine einphasige 3,7-kW-Wallbox ist beim Netzbetreiber anmeldepflichtig (VDE-AR-N 4100), unterliegt aber noch nicht der Steuerbarkeitspflicht. Netz-Drosselung auf 4,2 kW greift bei 3,7 kW faktisch nicht (Nennleistung bereits darunter). Kabel: NYM-J 3×2,5 mm², Absicherung B16A. Netzschieflast beachten: einphasige Last ≤4,6 kW/Phase (TAB 2019). Eichrechtskonformer Zähler bei Arbeitgeber-Kostenerstattung zwingend (MessEV §2 Nr. 30).
§14a EnWG: Steuerbarkeit obligatorisch, Netzbetreiber darf auf 4,2 kW drosseln (Netz-Engpass); als Ausgleich reduziertes Netznutzungsentgelt. Genehmigungsverfahren: 4–8 Wochen. Kabel: NYM-J 5×2,5 mm² bis 20 m oder 5×4 mm² bis 32 m (Spannungsfall ≤1 %), Absicherung 3×B16A. RCD Typ B oder Typ A + DCDFI (Laderegler mit Gleichstromanteil). Hauptsicherung mind. 35 A.
Netzbetreiber-Genehmigung erforderlich, individuelle Netzkapazitätsprüfung (TAB-Anfrage). §14a EnWG: Steuerbarkeit zwingend. Kabel: NYM-J 5×6 mm² bis ~20 m oder 5×10 mm², Absicherung 3×B32A, Hauptsicherung mind. 63 A. Lastmanagement (OCPP-Backend) dringend empfohlen. Praxis-Hinweis: 22 kW sind im Alltag kaum ausschöpfbar — 11 kW decken ~150 km Übernacht-Ladung ab; 22 kW lohnen nur bei gewerblichem Fuhrpark oder kurzen Fahrzeug-Standzeiten.
Dynamisches Lastmanagement nach DIN VDE 0100-722 bei mehreren Ladepunkten verpflichtend. OCPP-fähige Wallboxen einplanen (Backend-Integration). Gleichzeitigkeitsfaktor 0,5–0,7 ansetzen. Bei Gesamtlast >30 kW: Unterverteilung + separater Zähler. Hausanschluss ggf. auf 100 A aufrüsten (TAB-Anfrage, 4–8 Wochen). Eichrechtskonforme Messung je Ladepunkt (MessEV). §14a EnWG: eine Steuereinheit je Anlagenstandort für alle Ladepunkte ausreichend.
Schutzbereiche im Bad nach DIN VDE 0100-701 – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Schutzbereiche im Bad nach DIN VDE 0100-701

Die aktuelle DIN VDE 0100-701 (Ausgabe 2008) kennt die Schutzbereiche Zone 0 (Innenraum von Badewanne/Dusche: IP67, ausschließlich 12 V SELV oder PELV), Zone 1 (Bereich bis 2,25 m Höhe über der Standfläche: IP44, RCD ≤ 30 mA zwingend, kein Typ AC bei Frequenzumrichter-Last) und Zone 2 (0,6-m-Bereich seitlich an Zone 1: IP44). Der frühere Bereich 3 entfiel mit der Revision 2008; Bestandspläne aus dieser Ära sind bei Sanierungen auf aktuelle Schutzklassen zu überprüfen und dürfen nicht ungeprüft übernommen werden.

Überspannungsschutz-Kaskade SPD Typ 1–3 nach IEC 61643

IEC 61643-11 fordert eine koordinierte Dreistufen-Kaskade: Typ 1 (Blitzstromableiter, Prüfimpuls 10/350 µs, Imax bis 100 kA) am HAK begrenzt den Schutzpegel auf ≤ 4 kV; Typ 2 (Überspannungsableiter, 8/20 µs, In 20 kA) am Hauptverteiler auf ≤ 1,5 kV; Typ 3 (Geräteschutz, Kombiwelle 1,2/50 µs + 8/20 µs) am Endstromkreis auf < 1 kV. Kritischer Planungspunkt: Unterschreitet der Leitungsweg zwischen Typ 1 und Typ 2 eine Induktivität von ca. 10 µH (Faustregel: ca. 10 m Leitungslänge), ist eine Koordinationsdrossel einzufügen, sonst wird der Typ-2-Ableiter durch den Folgestrom des Typ-1-Ableiters zerstört.

Überspannungsschutz-Kaskade SPD Typ 1–3 nach IEC 61643 – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Kabeltypen im Vergleich: NYM-J, N2XH, NYY – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Kabeltypen im Vergleich: NYM-J, N2XH, NYY

NYM-J (PVC-Mantel nach DIN VDE 0250-204) ist der Standardtyp für Inneninstallation in Mauerwerk und Trockenbau, scheidet jedoch in Trassen mit Anforderungen an Halogenbegrenzung oder Rauchklasse aus. N2XH (halogenfrei nach DIN VDE 0276-627) ist für Flucht- und Rettungswege vorgeschrieben und erzeugt im Brandfall weder toxische noch korrosive Rauchgase; für Sicherheitsstromkreise mit Funktionserhalt E30/E90 nach DIN 4102-12 muss darüber hinaus NHXH FE eingesetzt werden – N2XH allein erfüllt diese Anforderung nicht. NYY (DIN VDE 0271) ist für Erd- und Feuchtraumverlegung zugelassen, bei Brandlastkonzepten jedoch durch N2XH oder NHXH zu ersetzen.

Installationshierarchie: HAK bis Unterverteiler

Die Zuständigkeitsgrenze des Netzbetreibers endet unmittelbar hinter den HAK-Sicherungen; Zählerschrank und Messeinrichtung unterliegen der VDE-AR-N 4100 (Ausgabe 2019) und bedürfen einer förmlichen Abnahme durch den VNB vor Inbetriebnahme. Erweiterungen am Hauptverteiler – etwa für Wallbox-Ladeinfrastruktur (≥ 11 kW, dreiphasig) oder bidirektionale PV-Einspeisepunkte – sind beim Netzbetreiber anmeldepflichtig und können eine Verstärkung der Hauseinführung und des TAB-Querschnitts bis zum HAK erzwingen.

Installationshierarchie: HAK bis Unterverteiler – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Netzsysteme TN-C / TN-S / TN-C-S / TT im Vergleich – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Netzsysteme TN-C / TN-S / TN-C-S / TT im Vergleich

Im TN-C-System wird der PEN-Leiter gemeinsam als Schutz- und Neutralleiter geführt – ein RCD kann physikalisch keinen Differenzstrom erkennen und ist daher nicht einsetzbar; Neuinstallationen nach VDE-AR-N 4100 verlangen deshalb ab dem HAK konsequent TN-S mit getrenntem PE und N. Das TT-System mit eigenem Erder am Verbrauchsort dominiert in ländlichen Altnetzen und PV-Inselnetzen; da die Schleifenimpedanz für zuverlässigen Überstromschutz zu hoch ist, schreibt DIN VDE 0100-410 hier den RCD als einzige wirksame Schutzmaßnahme zwingend vor.

Elektroinstallation (Neubau & Sanierung) Fragen & Antworten

Was unterscheidet Elektroplanung bei Neubau und Sanierung grundlegend?
Im Neubau legt die Stromkreisaufteilung nach DIN 18015-2 und die Leerrohrplanung nach DIN 18015-3 das spätere Nutzungspotenzial dauerhaft fest – Korrekturen nach dem Verputzen sind selten wirtschaftlich. Bei der Sanierung steht zunächst eine Bestandsaufnahme: Schaltungsart (TN-C mit PEN-Leiter vs. TN-C-S mit getrenntem N und PE), Leitungsquerschnitte und Leitungsmaterial. Aluminiumleitungen der 1960er–70er Jahre dürfen nicht direkt mit Kupfer verbunden werden – Aluminium kriecht unter Klemmdruck, die Verbindung lockert sich thermisch; es sind zugelassene Al/Cu-Verbindungsklemmen erforderlich.
Wann ist ein AFDD (Lichtbogenschutzschalter) Pflicht – und wann nur empfehlenswert?
DIN VDE 0100-420 empfiehlt AFDD in Wohngebäuden für Schlaf- und Kinderzimmer sowie Aufenthaltsräume, schreibt sie aber nicht vor. Pflichtig sind sie bisher nur in bestimmten gewerblichen Bereichen mit erhöhter Brandlast (Flucht- und Rettungswege), konkretisiert in der Anwendungsregel VDE-AR-E 2100-712. Für Sanierungen älterer PVC-Leitungsnetze ist der AFDD dennoch sinnvoll: Serielle Lichtbögen an gelockerten Klemmen oder beschädigter Isolierung werden von RCD und Leitungsschutzschalter nicht erkannt – der AFDD schon. Einige Gebäudeversicherer verlangen beim Neuabschluss mittlerweile den AFDD-Nachweis.
Wie viele Stromkreise (Gruppen) braucht ein Einfamilienhaus nach Norm?
DIN 18015-2 definiert drei Ausstattungswerte (Mindest, Standard, Komfort). Für ein Einfamilienhaus ab ca. 120 m² ergeben sich bei Standardausstattung: mindestens 3 Beleuchtungskreise, 3 Steckdosenkreise Wohnbereich, 4 separate Küchenstromkreise (Herd 16 A drehstrom, Geschirrspüler, Kühlschrank, freie Steckdosen), je ein Kreis für Waschmaschine und Trockner sowie Außenbereich. Realistisches Ergebnis: 14–18 Gruppen je nach Grundriss und Haustechnik. Die Trennung von Licht- und Steckdosenkreisen ist bewusst so normiert – bei Auslösung bleibt sonst das Zimmer dunkel.
Welchen RCD-Typ brauche ich für Wallbox, Wärmepumpe oder PV-Wechselrichter?
Die Wahl richtet sich nach dem Fehlerstromspektrum des Verbrauchers: Typ A für Wärmepumpen und einphasige Frequenzumrichter. Typ F für Waschmaschinen und Trockner mit Drehzahlregelung (erkennt zusätzlich Mischfrequenz-Fehlerströme). Für Wallboxen und dreiphasige PV-Wechselrichter ist je nach Gerät Typ B (erfasst auch glatte DC-Fehlerströme) oder Typ A-EV mit integrierten DC-Sensoren vorgeschrieben – das Datenblatt des Herstellers ist hier maßgeblich. Ein falsch gewählter RCD-Typ löst im DC-Fehlerfall nicht aus und bietet keinen Schutz.
Welche Installationsregeln gelten speziell im Badezimmer?
DIN VDE 0100-701 unterteilt den Nassbereich in drei Schutzbereiche: Bereich 0 (Innenraum Wanne/Dusche) – ausschließlich SELV-Betriebsmittel bis 12 V. Bereich 1 (senkrecht über Wanne/Dusche bis 2,25 m) – nur IP44-Geräte und SELV oder zweckgebundene Festanschlüsse. Bereich 2 (60 cm seitlich von Bereich 1) – mindestens IP44, keine normalen Steckdosen. Rasiersteckdosen mit integriertem Schutztrenntransformator sind in Bereich 2 zulässig. Unverzichtbar bleibt der zusätzliche Schutzpotenzialausgleich: alle berührbaren leitfähigen Teile (Wasserrohre, Heizung, Badewanne aus Stahl/Guss) müssen equipotenzial verbunden werden – unabhängig davon, ob sie an einen Schutzleiter angeschlossen sind.
Was sind Installationszonen nach DIN 18015-3 und warum sind sie für Umbaumaßnahmen entscheidend?
DIN 18015-3 legt verbindliche Kabelführungsbereiche in Wänden fest: vertikal in einem 15-cm-Streifen neben Türen und Ecken sowie senkrecht hinter Schaltern und Steckdosen; horizontal in 30 cm Höhe (Bodenzone) und 100 cm Höhe (Arbeitszone). Kabel außerhalb dieser Zonen zu verlegen ist zulässig, aber dann nicht dokumentiert – spätere Handwerker bohren blind. In der Praxis werden Zonen häufig verletzt, besonders bei Sanierungen oder wenn Verputzarbeiten unter Zeitdruck erfolgten. Eine Fotodokumentation aller Kabeltrassen vor dem Verputzen und deren Übergabe an den Bauherrn ist deshalb Pflicht und sollte vertraglich vereinbart werden.
Welche Kabeltypen kommen in Neubau und Sanierung zum Einsatz und warum?
NYM-J (PVC-Mantelleitung) ist der Standard für trockene und feuchte Innenräume. In Flucht- und Rettungswegen sowie bei Brandschutzanforderungen nach Sonderbauvorschriften gilt N2XH (halogenfrei): Brennende PVC-Kabel entwickeln Salzsäure, die Lunge und Gebäudetechnik schädigt – halogenfreie Kabel entwickeln deutlich weniger toxische Rauchgase. Für Erdverlegung: NYY-J. Bei Sicherheitsbeleuchtung und Feuerwehraufzügen ist FE180 E90 (funktionserhaltendes Kabel) erforderlich – es hält im Brandfall 90 Minuten lang die Betriebsfähigkeit aufrecht (Funktionserhalt E90). Querschnitte: 1,5 mm² Licht, 2,5 mm² Steckdosen, 4–6 mm² Herd/Kochfeld je nach Leitungslänge.
Wie läuft die Abnahme ab – und was ist der Unterschied zur Fertigmeldung an den Netzbetreiber?
Nach Installationsabschluss erstellt der Elektrofachbetrieb ein Mess- und Prüfprotokoll nach DIN VDE 0100-600: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz (Nachweis ausreichender Abschaltzeiten des LS-Schalters), RCD-Auslösezeiten und Sichtprüfung. Dieses Protokoll verbleibt beim Anlagenbetreiber. Davon zu trennen ist die Fertigmeldung an den Verteilnetzbetreiber (in Berlin: Stromnetz Berlin), die der konzessionierte Installateur für jede neue oder wesentlich veränderte Anlage einzureichen hat. Erst nach Bestätigung durch den VNB darf der Zähler gesetzt und die Anlage dauerhaft in Betrieb genommen werden.
Unsere Projekte

Elektroinstallation (Neubau & Sanierung) Referenzen & Beispiele

Weitere Referenzen ansehen

Die Ausführung richtet sich nach den nachfolgenden Normen und technischen Anschlussbedingungen, die für Elektroinstallationen in Berlin maßgeblich sind.

Bereit für Ihr Bauprojekt?

Kostenlose Besichtigung & Festpreis-Angebot – meist innerhalb von 24 Stunden.

Jetzt kostenlos anfragen

Elektroinstallation (Neubau & Sanierung): Bauwissen & Ratgeber