Bauunternehmen für sicheres Bauen
WDVS sanieren lassen
  • Kurzfristiger Baubeginn
  • Festpreise
  • Kostenlose Besichtigung durch Bau-Experten
  • Hohe Qualität in der Ausführung
  • Transparente Abrechnung
Kostenloses Angebot erhalten
Ø Angebot innerhalb von einer Woche
Sanierung
Ausbau
Neubau
Wärmedämmung
Abriss
Baugutachten
Sonstiges

Ort des Bauvorhabens

Details zum Bauvorhaben

Dateien hierher ziehen oder klicken – bis zu 50 Dateien

Objekttyp

Einfamilienh.
Mehrfamilienh.
Wohnung
Doppelhaus
Reihenhaus
Dachgeschoss
Bungalow
Gewerbe
Video: WDVSvon Neuwest Bauleitern empfohlen
Fassadensanierung Berlin

WDVS sanieren lassen in Berlin – Fachbetrieb für Fassadendämmung

Ob Putzschäden, abgelöste Dämmplatten oder Algenbefall: Wärmedämmverbundsysteme verschleißen nach 20–30 Jahren und verlieren an Substanz. Entscheidend ist dabei nicht das äußere Erscheinungsbild, sondern die Haftzugfestigkeit des Untergrunds – sie bestimmt, ob eine Instandsetzung des Bestands wirtschaftlich sinnvoll ist oder das System vollständig erneuert werden muss.

Vor jeder WDVS-Sanierung steht eine systematische Zustandserfassung: Thermografie zur Delaminationsdetektion, Haftzugprüfung und Klopftest nach DIN 55699 sowie Kernbohrung zur Bestimmung der vorhandenen Dämmstoffdicke. Erst auf Basis dieser Befunde lässt sich beurteilen, welches Instandsetzungsverfahren – Überarbeitung, Teilrückbau oder Komplettaustausch – normkonform und dauerhaft funktioniert.

Leistungsumfang

Was umfasst WDVS sanieren?

  • Zustandserfassung: Thermografie, Haftzugprüfung, Klopftest und Kernbohrung zur Schichtdickenmessung
  • Untergrundvorbereitung: Entfernung loser Putzflächen, Verfüllung von Hohlstellen, ggf. Gesamtrückbau bis auf das tragende Mauerwerk
  • Systemauswahl und Nachweis: Auswahl des bauaufsichtlich zugelassenen WDVS (ETA) und Berechnung der erforderlichen Dämmstoffdicke nach GEG Anlage 7
  • Klebung und Verdübelung: Neuverklebung der Dämmplatten, Dübelplanung nach Standsicherheitsnachweis inkl. Auszugsprüfung vor Ort
  • Armierungsschicht und Oberputz: Aufbringen der eingebetteten Gewebelage, Grundierung und systemeigener Deckputz gemäß ETA-Vorgaben
  • Brandschutz und Anschlussdetails: Einbau von Brandriegeln (EPS-Systeme ab Gebäudeklasse 4), Abdichtung aller Fenster-, Sockel- und Dachanschlüsse

Alle Arbeiten erfolgen auf Grundlage der gültigen Systemzulassung (ETA nach EAD 040083-00-0404) und der Ausführungsnorm DIN 55699. Der Leistungsumfang wird individuell auf den Befund abgestimmt – von der punktuellen Putzinstandsetzung bis zur vollständigen Systemerneuerung mit aktualisiertem Wärmeschutznachweis.

Schichtaufbau WDVS-Aufdopplung: Bestandslagen und neue Systemlagen – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Systemtreue bei der WDVS-Sanierung

Ein WDVS-System wird europäisch als Gesamtpaket bewertet — die ETA (Europäische Technische Bewertung) gilt für eine exakt definierte Kombination aus Klebemörtel, Dämmplatte, Dübel, Armierungsmörtel, Glasfasergewebe und Deckputz eines einzigen Herstellers.

Wer bei der Aufdopplung Komponenten verschiedener Hersteller mischt, verliert die Systemzulassung vollständig — damit entfällt nicht nur die Herstellergewährleistung, sondern auch die baurechtliche Zulässigkeit des Aufbaus. Das BFS-Merkblatt Nr. 20 (Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz) präzisiert ergänzend zur ETA die Ausführungsanforderungen an der Schnittstelle Untergrund/System.

Vor Baubeginn ist das bestehende WDVS-System zu identifizieren — durch Systemdatenblatt, Baueingabe oder Herstellerrecherche — um den Systemhersteller der Aufdopplung verbindlich festzulegen.

Ablauf in vier Schritten zur Identifikation des bestehenden WDVS: Bestandspruefung, Systemdatenblatt, Herstellerrecherche und Festlegung des Systemherstellers.
Im Vergleich

Sanierungsmethoden im Vergleich

KriteriumAufdopplungTeilsanierungRückbau + Neubau
SystemzulassungSystemtreue Pflicht (ETA)HerstellergebundenFreie Systemwahl
EingreiftiefeGering — aufbauendMittel — lokal begrenztHoch — Komplettrückbau
Wanddicke wächst um80–200 mm0–100 mm80–200 mm
Geeignet beiHaftfestem BestandLokalen SchädenMaroder Substanz
BEG-FörderungJa (U-Wert-Nachweis)EingeschränktJa (U-Wert-Nachweis)
Kosten ca.60–120 €/m²30–80 €/m²80–180 €/m²

Feuchtemessung vor der WDVS-Aufdopplung

Vor jeder Aufdopplung ist die Restfeuchte des Untergrunds mit der CM-Methode (Calciumcarbid-Methode) zu bestimmen — sie erfasst die bauteilbezogene Feuchte direkt und zuverlässiger als elektrische Widerstandsgeräte, die lediglich Oberflächenfeuchte anzeigen.

Für mineralische Putze und Mauerwerksoberflächen gilt in der Regel ein CM-Grenzwert von ≤ 3,0 Masseprozent; wird dieser Wert überschritten, droht nach der Aufdopplung dauerhafter Haftzugverlust und Schimmelbildung hinter der neuen Dämmschicht.

Liegt Feuchtigkeit durch Kapillarwassertransport oder Rissinfiltration vor, ist zunächst die Ursache zu beseitigen — eine Aufdopplung überdeckt ein Feuchteproblem, sie löst es nicht.

Interaktiv

GEG-Dämmdickenrechner: resultierender U-Wert und BEG-Förderfähigkeit

Berechnungsbasis: 30 cm Vollziegel-Außenwand (U_alt ≈ 1,4 W/(m²K)); Dämmstoff EPS-032 (λ_D = 0,032 W/(mK)). GEG 2024 Anlage 7: U_max = 0,24 W/(m²K) bei Bauteilsanierung (ab 10 % Flächenanteil, §48 GEG). BEG-EM technische Mindestanforderung (BAFA): U ≤ 0,20 W/(m²K).

WDVS-Dämmdicke EPS-032
Technische Daten

Technische Kennwerte WDVS-Sanierung

CM-Grenzfeuchte Mineralputz/-mauerwerk≤ 3,0 Masseprozent
Haftzug-Mindestanforderung Untergrund (ETA)≥ 0,08 N/mm²
EPS-F 032 λ-Wert0,032 W/(mK)
Mineralwolle-Lamellenplatte λ-Wert0,035–0,040 W/(mK)
Armierungsschicht Mindestdicke≥ 3 mm (Glasfasergewebe ≥ 145 g/m²)
Ebenheitstoleranz Putzfläche (DIN 18202 Tab. 3)10 mm / 4 m Messlänge
Psi-Wert ungedämmte Fensterlaibung0,05–0,10 W/(mK)
U-Wert-Ziel BEG EM Außenwand≤ 0,20 W/(m²K)
Mindest-Einbindungstiefe des Dübels nach Substratklasse bei Aufdopplung – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Taupunkt und Diffusion: Was die Aufdopplung im Wandquerschnitt verändert

Eine WDVS-Aufdopplung verlagert die Taupunktebene weiter nach außen — im Regelfall vollständig in die neue Dämmschicht — und entlastet damit die bestehende Wand thermisch und hygrisch erheblich.

Entscheidend ist der Diffusionswiderstand (μ / Sd-Wert) des gewählten Systems: EPS-Dämmplatten (μ ≈ 30–70) bilden eine dampfbremsende Schicht, während Mineralwolle-WDVS (μ ≈ 1–2) diffusionsoffen bleibt — bei Gebäuden mit erhöhter Raumluftfeuchte (Schwimmbäder, Küchen-Großgewerbe) ist das ein entscheidendes Auswahlkriterium.

Ein vereinfachter Taupunktnachweis nach DIN 4108-3 oder eine hygrothermische Simulation klärt, ob Tauwasserausfall in der Bestandskonstruktion sicher ausgeschlossen werden kann.

Wandquerschnitt mit Aufdopplung: Dampfdiffusion von innen nach außen, Temperaturverlauf und Taupunktlage bei EPS gegenüber diffusionsoffener Mineralwolle.
≤ 3,0 M.-%CM-Grenzfeuchte vor Aufdopplung
≥ 0,08 N/mm²Haftzug-Mindestanforderung Untergrund
0,05–0,10 W/(mK)Psi-Wert ungedämmte Fensterlaibung
≤ 0,20 W/(m²K)U-Wert-Ziel BEG EM Außenwand

Sockelsanierung: XPS-Trennstreifen, Dichtschlämme und Erdreich-Anschluss

Unterhalb von ca. 30 cm über Geländeoberkante endet das EPS-System — hier beginnt der Sockelbereich, der mit XPS (extrudiertem Polystyrol) oder Schaumglas gedämmt werden muss, da diese Materialien druckfest und kapillarwasserresistent sind; EPS ist im erdberührten Bereich nicht zulässig.

Am Übergang Sockel–Erdreich ist ein XPS-Trennstreifen einzulegen und eine mineralische Dichtschlämme aufzubringen, die kapillaren Wassertransport in die vertikale Fassade dauerhaft unterbricht.

Kritischer Sonderfall: Fehlt eine funktionstüchtige Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte, muss diese — durch Injektion oder Mauersägen — vor der WDVS-Sanierung nachgerüstet werden; eine Aufdopplung über aufsteigend feuchtem Mauerwerk scheitert langfristig.

Lösungs-Finder

Sanierungsstrategie-Finder: Aufdopplung, Teilrückbau oder Vollrückbau?

Wie bewertet die Substratprüfung vor Ort den Zustand des Bestandssystems?

Aufdopplung möglich. Kriterien nach BFS-Merkblatt Nr. 15: Gesamtgewicht nach Aufdopplung ≤ 30 kg/m², Hohlklang-Kartierung per Abklopfprüfung als Aufmaßgrundlage. Dübelraster und Einbindetiefe neu berechnen (ETA des Dübelsystems). Kostentendenz: 120–170 EUR/m² netto; BEG-EM 15 % bei U_neu ≤ 0,20 W/(m²K).
Teilrückbau erforderlich. Schadhafte Bereiche per Infrarot-Thermografie oder Abklopf-Mapping abgrenzen, mechanisch abtragen; Übergänge zum verbleibenden Bestandssystem systemgerecht ausführen (Anschlussdetail nach ETA). Gewichtsermittlung nach Teilrückbau vor Neudübelung obligatorisch. Kostentendenz: 150–210 EUR/m² netto.
Vollrückbau zwingend. Bestandssystem vollständig bis tragfähiger Rohuntergrund abtragen. Bei Systemen vor 1993: Deklarationsanalyse auf PAK und Asbest (LAGA M23) vor Rückbau. Rückbaukosten ca. 20–35 EUR/m². Neuaufbau erst nach Haftzugprüfung am Rohuntergrund (Abreißversuch, Zielwert ≥ 0,08 N/mm²). Kostentendenz gesamt: 180–280 EUR/m² netto.
Erstaufbau nach Substratanalyse. Haftzug am Untergrund (≥ 0,08 N/mm², Abreißversuch), Saugfähigkeit (Karsten-Röhrchen) und Ebenheit (≤ 10 mm/2-m-Latte) prüfen. Porenbetonmauerwerk: systemgebundene Dübelzulassung (ETA mit Porenbeton-Verankerungsklasse) zwingend — Standard-Dübel ohne explizite Porenbeton-Zulassung sind unzulässig. Kostentendenz: 140–200 EUR/m² netto; BEG-EM förderfähig.
So gehen wir vor

Ablauf der WDVS-Sanierung: Projektphasen

1

Bestandsaufnahme und Schadenskartierung

Sichtprüfung, Klopfprobe auf Hohlstellen (über 10 % Hohlstellenanteil macht Aufdopplung unzulässig), Rissprotokoll und Feuchteindizierung

2

Labordiagnostik: CM-Messung und Haftzugversuch

Bohrkerne für CM-Feuchtemessung, Abreißversuch nach ETA-Vorgabe; Ergebnis entscheidet über Sanierweg (Aufdopplung, Teilsanierung, Rückbau)

3

Untergrundvorbereitung

Hohlstellen vernadeln oder herausschlagen und schließen, Risse mit systemkompatiblem Mörtel füllen, saugende Untergründe vorspritzen oder grundieren

4

Dämmplatten verkleben und dübeln

Klebemörtel des Systemherstellers, Dübelmuster und Dübelanzahl nach ETA, Platten im Verband ohne Kreuzfugen setzen

5

Armierungsschicht aufbringen

Armierungsmörtel mit eingebettetem Glasfasergewebe (≥ 145 g/m²), Überlappung ≥ 100 mm, Eckbewehrung und Diagonalstreifen an Fensterecken

6

Deckputz (Systemkomponente)

Systemkonformer Deckputz, Biozid-Formulierung nach Standort und Umweltsituation wählen, Oberflächenstruktur gemäß Leistungsverzeichnis

7

Anschlüsse und Sockelabschluss

XPS-Trennstreifen und Dichtschlämme im Sockelbereich, Laibungsdämmung, Anschlussprofile (Eck-, Tropf-, Dehnfugenprofil) nach Systemzulassung

8

Abnahme und Dokumentation

Prüfprotokoll (CM-Werte, Haftzug), Fotodokumentation Untergrund und Abschlüsse, Abnahme nach VOB/B i.V.m. ATV DIN 18350

Brandschutzzonierung nach Gebäudeklasse: Brandriegel-Position und Pflichtbereiche – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Biozidputze: EU-Zulassung und Umweltrecht

Viele Silikonharz- und Silikatputze für WDVS enthalten biozide Wirkstoffe wie OIT (Octylisothiazolinon) oder DCOIT zum Schutz vor Algen- und Pilzbewuchs — diese unterliegen seit 2013 der EU-Biozidprodukte-Verordnung (EU-BPR 528/2012) und müssen als Produktart PT-7 zugelassen sein.

Da diese Wirkstoffe mit Niederschlägen ausgewaschen werden und in Boden und Grundwasser gelangen, ist die lokale Entwässerungssituation relevant — bei Regenwasserversickerung auf dem Grundstück oder Nähe zu Schutzgewässern sind Biozid-freie Systemalternativen zu prüfen.

Dicht strukturierte Siliconharzputze mit hydrophober Ausrüstung bieten eine gute Algenresistenz ohne biozide Zusätze und sind bei entsprechender Standortsituation die umweltrechtlich sicherere Wahl.

Querschnitt: hydrophober Siliconharzputz, Regenwasser-Versickerung im Grundstück, Auswaschung von Wirkstoffen in Boden, Grundwasser und Schutzgewässer.

Hersteller-Mix bricht die ETA-Systemzulassung

Klebemörtel von Hersteller A mit Dämmplatten von Hersteller B zu kombinieren verliert die Systemzulassung vollständig — Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Hersteller erlöschen, und die baurechtliche Zulässigkeit der Konstruktion entfällt.

Hohlstellenanteil über 10 %: Aufdopplung unzulässig

Übersteigt der flächige Hohlstellenanteil im Bestandsputz 10 %, ist vollständiger Abriss Pflicht — eine Aufdopplung auf instabilem Untergrund ist fachlich und baurechtlich nicht vertretbar.

Fensterlaibungen immer mitdämmen

Nach einer WDVS-Sanierung entfallen auf ungedämmte Laibungen häufig 20–30 % der verbleibenden Transmissionswärmeverluste. Mindestens 20 mm Laibungsdämmung in das Leistungsverzeichnis aufnehmen — bei KfW-Förderung ist der Wärmebrücken-Nachweis Pflicht.

BEG-Förderung: U-Wert-Ziel und Energieberater-Pflicht

Für KfW/BAFA-Förderung nach BEG EM muss der U-Wert der sanierten Außenwand ≤ 0,20 W/(m²K) erreichen. Zusätzlich ist ein eingetragener BEG-Energieberater als Projektbegleitung Pflicht.

Wärmebrücken nach WDVS-Sanierung: Laibungen, Attika und Psi-Wert

Mit sinkendem U-Wert der Außenwand gewinnen Wärmebrücken überproportional an Bedeutung: Fensterstürze und Laibungen, die vor der Sanierung im Toleranzbereich lagen, werden danach zum dominanten Verlustpfad in der Energiebilanz.

Der lineare Wärmedurchgangskoeffizient ψ (Psi-Wert) einer nicht gedämmten Fensterlaibung liegt typischerweise zwischen 0,05 und 0,10 W/(mK) — über 100 laufende Meter Laibungsanschlüsse eines Mehrfamilienhauses summiert sich das zu einem relevanten Verlustpfad.

DIN 4108 Beiblatt 2 stellt Katalogwerte für geometrische und konstruktive Wärmebrücken bereit; für Sonderdetails wie auskragende Betonflächen, Konsolanker oder Balkonplatten empfiehlt sich eine numerische Berechnung nach DIN EN ISO 10211.

Interaktiv

Kostenkalkulator WDVS-Sanierung inkl. BEG-Förderhinweis

Kalkulation Vollrückbau + Neuaufbau, EPS-032 160 mm (GEG-konformer Regelfall, Berliner Marktpreise 2025, netto zzgl. MwSt.). Aufdopplung ca. 25–35 % günstiger; Aufpreis Mineralwolle MW-035: ca. +12 EUR/m². BEG-EM: 15 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 EUR/Wohneinheit); mit iSFP: 20 %. Nettokosten nach BEG = Ergebnis × 0,85 (bzw. × 0,80 mit iSFP). Gerüst separat: ca. 8–15 EUR/m².

WDVS-Komplettmaterial (EPS-032 Platten + Klebemörtel + Dübel + Armierungslage + Oberputz)
Richtkosten inkl. Arbeit

Unverbindlicher Richtwert – der genaue Preis hängt von Untergrund, Aufwand und Ausführung ab.

Preise & Kosten

Was kostet WDVS sanieren?

Richtwerte für Berlin, netto ohne MwSt.; Preise abhängig von Gerüstaufwand, Untergrundqualität, Gebäudehöhe und Systemwahl.

LeistungPreis-Spanne (Richtwert)
Bestandsaufnahme und Haftzugprüfung5–15 €/m²
Untergrundvorbereitung (Hohlstellen, Risse)8–25 €/m²
WDVS-Aufdopplung 80 mm EPS-F inkl. Putz55–85 €/m²
WDVS-Aufdopplung 120 mm Mineralwolle inkl. Putz70–120 €/m²
Sockelbereich XPS + Dichtschlämme40–80 €/lfd. m
Laibungsdämmung je Fensteröffnung150–350 €/Stk.
Gerüststellung (Fassadenfläche)12–22 €/m² Fassade

Richtwerte für Berlin/Brandenburg, projektabhängig — kostenloses Festpreis-Angebot anfragen.

WDVS-Rissdiagnose: Schadensmuster, Ursache und Sanierungskonsequenz im Vergleich – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)

Haftzugprüfung vor der Aufdopplung: Abreißversuch und Bewertungskriterien

Vor der Aufdopplung ist ein Haftzugversuch (Abreißversuch) am bestehenden Untergrund durchzuführen — das Prüfprinzip folgt DIN EN 1542; aus der Systemzulassung (ETA) ergibt sich der Mindesthaftzug, der für den jeweiligen Untergrund gelten muss.

Typisch gefordert werden ≥ 0,08 N/mm² auf dem Untergrund; entscheidend ist zusätzlich das Bruchbild: ein kohäsiver Bruch im Untergrundmaterial ist akzeptabel, ein adhäsiver Bruch an der Grenzfläche Klebemörtel/Untergrund signalisiert Verträglichkeitsprobleme und schließt die Aufdopplung aus.

Das Prüfraster sollte repräsentativ verteilt sein — empfohlen werden mindestens 3–5 Prüfstellen je 100 m², bei inhomogenem Untergrund (verschiedene Altbeschichtungen, Sanierputzbereiche) deutlich mehr.

Erklär-Grafik einer Haftzugprüfung vor WDVS-Aufdopplung: Abreißgerät mit Prüfstempel am Untergrund sowie Vergleich von kohäsivem und adhäsivem Bruchbild.

WDVS-Aufdopplung: Chancen und Grenzen

Vorteile

  • Bestandsputz bleibt erhalten — deutlich geringerer Abbruchaufwand und weniger Bauschutt als Komplettrückbau
  • U-Wert der Gesamtkonstruktion verbessert sich additiv zum vorhandenen Bestand
  • BEG-Förderung (KfW/BAFA) möglich bei Erreichen des Zielwerts ≤ 0,20 W/(m²K)
  • Geringere Lärm- und Staubbelastung für Nutzer während der Bauphase

Nachteile / Grenzen

  • ETA-Systemzulassung erzwingt Produkttreue eines Herstellers — kein Komponenten-Mix möglich
  • Wandstärke wächst um 80–200 mm: Fensterlaibungen, Dachüberstand und Grenzabstände neu prüfen
  • Hohe Restfeuchte (CM > 3,0 M.-%) oder Haftzug unter Mindestwert schließen Aufdopplung aus
  • Auskragende Betonflächen (Balkone, Konsolplatten) erfordern aufwändige Sonderdetails für Wärmebrücken

VOB-Abnahme der WDVS-Sanierung: ATV DIN 18350

Unter VOB/B richtet sich die Ausführung von Putz- und WDVS-Arbeiten nach ATV DIN 18350 (Putz- und Stuckarbeiten); für die Dämmschicht selbst gilt ergänzend die ETA des Systems als vertraglich vereinbarte Ausführungsgrundlage.

Sanierungsentscheid-Ablauf: Von der Substratprüfung zur Verfahrenswahl – Erklär-Grafik (NEUWEST Berlin)
Detailschnitt einer WDVS-Fassade mit Sockeltropfkante, Bewegungsfuge, Laibungsdämmung und glatter Q2-Putzfläche zur VOB-Abnahme.

Das Abnahmeprotokoll sollte dokumentieren: CM-Prüfprotokoll und Haftzugwerte vor Baubeginn, Lage und Abstand der Bewegungsfugen, Ausführung der Laibungsdämmung, Sockelabschluss mit Tropfkante sowie Fotodokumentation der Untergrundvorbereitung.

Ebenheitstoleranzen für Putzflächen richten sich nach DIN 18202 Tabelle 3 — für überwiegend glatte Putzoberflächen (Verputzqualität Q2 und höher) gelten 5 mm auf 4 m Messlänge als Grenzwert.

Kurz erklärt

Wichtige Begriffe rund um WDVS sanieren

Aufdopplung
Aufbringen eines neuen WDVS-Systems auf einen vorhandenen Untergrund (Bestandsputz oder altes WDVS) ohne vollständigen Rückbau; setzt haftfesten, ausreichend trockenen Untergrund voraus.
ETA (Europäische Technische Bewertung)
Europäisches Zulassungsdokument, das ein WDVS als Gesamtsystem aus definierten Komponenten eines Herstellers bewertet — ersetzt seit 2013 die nationale allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ).
CM-Wert
Messgröße der Calciumcarbid-Methode — gibt den Feuchtegehalt eines Baustoffs in Masseprozent (M.-%) an; für mineralische Putze gilt ≤ 3,0 M.-% als Grenzwert vor der Aufdopplung.
Haftzugfestigkeit
Widerstand des Untergrunds gegen flächiges Abreißen, gemessen im Abreißversuch nach DIN EN 1542; der Mindestwert ist in der ETA des jeweiligen WDVS-Systems festgelegt.
Psi-Wert (ψ)
Linearer Wärmedurchgangskoeffizient für geometrische oder konstruktive Wärmebrücken (z. B. Fensterlaibungen, Attika), Einheit W/(mK); relevant für Heizwärmebedarf und Energieausweis nach GEG.
Perimeterdämmung
Feuchte- und druckfeste Dämmung (XPS oder Schaumglas) unterhalb der Geländeoberkante im Erdreich- und Spritzwasserbereich; EPS ist in diesem Bereich für WDVS nicht zulässig.
Armierungsschicht
Lage aus Armierungsmörtel mit eingebettetem Glasfasergewebe (≥ 145 g/m²) zwischen Dämmplatte und Deckputz; dient als Rissschutzebene und verteilt mechanische Spannungen.
BEG EM
Bundesförderung für effiziente Gebäude — Einzelmaßnahmen; Förderprogramm von KfW/BAFA für Wärmedämmmaßnahmen an Außenwänden mit Anforderung U-Wert ≤ 0,20 W/(m²K).

Der häufigste Planungsfehler bei WDVS-Sanierungen ist nicht der falsche Dämmstoff — es ist das Fehlen einer systematischen Haftzug- und Feuchtemessung vor Baubeginn. Ohne diese Daten bleibt das Sanierkonzept ein Raten auf Kosten des Bauherrn.

Praxis-Empfehlung aus der Fachbauleitung WDVS-Sanierung

WDVS sanieren Fragen & Antworten

Wann lohnt sich eine Instandsetzung des bestehenden WDVS – und wann ist Komplettaustausch wirtschaftlicher?
Maßgeblich ist die Haftzugfestigkeit des Untergrunds: Liegt sie flächendeckend unter dem Mindestwert von 0,08 N/mm² (Anforderung nach ETAG 004, den die meisten ETA-Bedingungen übernehmen), ist das Substrat als Träger eines neuen Systems ungeeignet. Als Faustformel gilt zusätzlich: Sind mehr als 30 % der Fassadenfläche hohlstellenbehaftet oder abgelöst, übersteigen die Instandsetzungskosten meist den Wert einer Neuerstellung. Thermografie und stichprobenartige Haftzugprüfung liefern die belastbare Entscheidungsgrundlage vor der Angebotserstellung.
Darf eine neue Dämmschicht direkt über ein bestehendes WDVS geklebt werden ('Überkleben')?
Ja – unter engen Bedingungen. Das Bestandssystem muss vollflächig haften (Haftzugfestigkeit ≥ 0,08 N/mm² im Mittel), die Oberfläche darf nicht mehr als 10 mm/m Unebenheit aufweisen, und die Gesamtdicke beider Lagen darf die statisch zulässige Dübellänge nicht überschreiten. Kritisch ist oft die Brandschutzklassifizierung: Ein EPS-System auf einem älteren EPS-System kann – abhängig von Gesamtdicke und Gebäudeklasse – neue Brandriegelanforderungen nach LBO auslösen, die im ursprünglichen System nicht vorgesehen waren.
Was schreibt das GEG bei der WDVS-Sanierung vor – gilt die sogenannte 10-%-Regel?
Ja. Nach § 48 GEG müssen bei Änderungen an bestehenden Gebäuden die betroffenen Bauteile die Höchstwerte aus GEG Anlage 7 einhalten, sofern mehr als 10 % der jeweiligen Bauteilfläche verändert werden. Für Außenwände gilt dabei U ≤ 0,24 W/(m²·K). Ausnahmen greifen, wenn der U-Wert des unberührten Bestandsbauteils den Anforderungswert bereits unterschreitet oder wenn wirtschaftliche Unzumutbarkeit gemäß § 102 GEG nachgewiesen wird.
Welche Brandschutzanforderungen gelten bei EPS-WDVS an Gebäuden der Gebäudeklasse 4 und 5?
Ab Gebäudeklasse 4 (FBOK des obersten Geschosses > 7 m nach MBO) fordern die ETA-Bedingungen der meisten EPS-Dämmsysteme umlaufende Brandriegel aus nichtbrennbarem Dämmstoff (Mineralwolle, Baustoffklasse A1 oder A2 nach DIN EN 13501-1) in Höhe jeder Geschossdecke. Viele ältere WDVS-Anlagen dieser Gebäudeklasse wurden vor Verschärfung der ETA-Anforderungen errichtet und verfügen über keine oder unzureichende Brandriegel. Die Sanierung ist der richtige Zeitpunkt zur Nachrüstung – in Berlin nach BauO Bln in der Regel Pflicht, wenn das System komplett erneuert wird.
Warum tritt Algen- und Pilzbefall bei WDVS so häufig auf, und was hilft dauerhaft?
Gut gedämmte WDVS-Oberflächen kühlen nachts durch reduzierte Wärmeabgabe aus dem Gebäudeinneren stärker ab als herkömmliche Putzfassaden – sie unterschreiten häufig den Taupunkt und bleiben länger feucht. Rein mechanische Reinigung bekämpft den sichtbaren Belag, nicht den Biofilm in der Putzstruktur. Wirksam ist die Kombination: biozidale Reinigung, Nachbehandlung mit biozidhaltigem Anstrich oder Deckputz. Seit dem HBCD-Verbot (EU-Verordnung Nr. 2016/293) werden EPS-Platten ohne den früheren Flammschutz verbaut – biozidhaltige Systemoberputze gewinnen dadurch zusätzlich an Bedeutung. Bewertungsgrundlage: BFS-Merkblatt Nr. 26.
Wie viele Dübel sind bei der WDVS-Sanierung erforderlich, und wie wird die Dübelanzahl nachgewiesen?
Die Dübelanzahl ergibt sich aus dem Standsicherheitsnachweis nach der jeweiligen ETA des Systems und dem Windlastansatz nach DIN EN 1991-1-4 für Standort und Gebäudehöhe. Typisch sind 6–10 Dübel/m² in der Fläche, an Rändern und Ecken mehr (Zoneneinteilung). Entscheidend ist die Auszugsprüfung vor Ort (in-situ-Prüfung nach EAD 040083-00-0404): Die charakteristischen Auszugswerte des tatsächlichen Untergrunds müssen den Bemessungswert erreichen. Dübel in Hohlstellen oder Stoßfugen der Dämmplatten gelten als nicht tragwirksam.
Welche Anforderungen gelten für die Armierungs- und Putzlagen bei der WDVS-Sanierung?
Das WDVS ist ein geschlossenes System: Klebemörtel, Dämmplatte, Armierungsmörtel, Gewebeeinlage und Deckputz müssen alle aus der gleichen ETA stammen. Das Mischen von Produkten verschiedener Hersteller hebt die Zulassung auf und begründet einen Gewährleistungsausschluss. Die Armierungsschicht muss das Glasfasergewebe vollflächig eingebettet enthalten (kein 'schwimmendes' Gewebe); nach DIN 55699 darf der Deckputz erst auf vollständig ausgehärteter und grundierter Armierungslage aufgebracht werden. Mindestdicke der Armierungsschicht: 3 mm nach ETA-Vorgabe.
Was kostet WDVS sanieren in Berlin – und welche Faktoren bestimmen den Preis?
Je nach Sanierungstiefe liegen die Brutto-Richtwerte in Berlin bei 60–110 €/m² für Überarbeitung (Putzinstandsetzung, neuer Deckputz ohne Systemaustausch) und 130–220 €/m² bei vollständiger Systemerneuerung inkl. Rückbau. Wesentliche Kostentreiber: Gerüstkosten (15–25 €/m² Fassadenfläche, oft der größte Einzelposten), Untergrundaufwand (Hohlstellenverfüllung, Kernbohrungen schließen), Brandriegel-Nachrüstung, Dämmstoffdicke (je 20-mm-Stufe ca. 5–8 €/m² Aufpreis) und aufwendige Anschlussdetails an Fenstern und Sockeln. Eine Zustandserfassung mit Thermografie und Probeöffnungen vor der Angebotsphase vermeidet Nachträge und ermöglicht eine belastbare Kalkulation.
Unsere Projekte

WDVS sanieren Referenzen & Beispiele

Weitere Referenzen ansehen

Technische Grundlage bilden DIN 55699, EAD 040083-00-0404 (ehem. ETAG 004), das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie BFS-Merkblatt Nr. 26 zum Schutz vor Algen- und Pilzbefall.

Bereit für Ihr Bauprojekt?

Kostenlose Besichtigung & Festpreis-Angebot – meist innerhalb von 24 Stunden.

Jetzt kostenlos anfragen