Gaube bauen lassen in Berlin – Fachbetrieb für Dachgauben
Eine Gaube greift in die tragende Sparrenlage ein, erfordert eine Wechselkonstruktion im Schnittbereich und schafft nutzbaren Wohnraum mit aufrechter Stehhöhe. Statik, Dachentwässerung, Wärmeschutz und Baurecht müssen dabei gleichzeitig gelöst werden — ein Fehler in der Planung führt typischerweise erst Jahre später zu Schäden an Kehle oder Dampfbremse.
In Berlin bedürfen Gauben, die bestimmte Maßgrenzen überschreiten oder die festgesetzte Dachgestaltung verändern, einer Baugenehmigung nach BauO Bln. Hinzu kommen Bebauungsplan-Festsetzungen zu Firsthöhe, Dachneigung und Gaubenanteil sowie ggf. denkmalschutzrechtliche Auflagen, die Gaubentyp und Verkleidungsmaterial einschränken. Eine frühzeitige Voranfrage beim zuständigen Bezirksamt spart Planungskosten.
Was umfasst das Bauen einer Gaube?
- Planung und Statik: Wechselkonstruktion, Sparrenumlegung, Belastungsnachweis durch Tragwerksplaner
- Baugenehmigung: Bauantrag oder Voranfrage inkl. aller erforderlichen Bauvorlagen
- Zimmermannsarbeit: Gaubenstuhl, Gaubenwangen, Firstanschluss, Kehlsparren
- Dachdeckung und Klempnerarbeiten: Eindeckung Gaubendach, Kehlblech, Wandanschlüsse
- Wärmeschutz und Luftdichtheit: Dämmung Wangen/Decke, Dampfbremse lückenlos durchgeführt
- Gaubenverkleidung und Fenstereinbau: Zink, Faserzement oder Holz; Fensteranschlag und -abdichtung
Die Ausführung umfasst alle Gewerke koordiniert aus einer Hand: Zimmermannsarbeit, Dachdeckung, Klempnerarbeiten und Fenstermontage werden abgestimmt, da Kehlanschlüsse und Luftdichtheitsebene gewerkeübergreifend hergestellt werden müssen.

Baugenehmigung für Dachgauben in Berlin
In Berlin sind Dachgauben nach § 63 BauO Bln grundsätzlich genehmigungspflichtig — ein formeller Bauantrag beim zuständigen Bezirksamt ist erforderlich. Die in § 61 BauO Bln aufgeführten verfahrensfreien Vorhaben erfassen Gauben nicht; wer ohne Genehmigung baut, riskiert eine Rückbauverfügung.
Bei Gebäuden unter Denkmalschutz oder in Ensembleschutzbereichen tritt zusätzlich das Berliner Denkmalschutzgesetz (DSchG Bln) in Kraft — neben dem Bauantrag ist eine separate denkmalrechtliche Erlaubnis der Unteren Denkmalschutzbehörde erforderlich. Eine formlose Voranfrage beim Bezirksamt klärt frühzeitig, ob der Bebauungsplan bestimmte Gaubenformen oder -größen ausschließt.

Gaubentypen im Überblick
Schleppgaube
Flache einseitige Neigung (ab 10°, materialabhängig), die nahtlos in das Hauptdach übergeht. Bietet maximale nutzbare Breite und ist kostengünstig in der Ausführung — der häufigste Gaubentyp in Berliner Bestandsgebäuden.
Satteldachgaube (Dreiecksgaube)
Klassische Giebelform mit Stirnfenster. Geringere Raumtiefe als die Schleppgaube, dafür optisch klar abgesetzt. Mindest-Dachneigung der Gaubeneindeckung: 15° bei Ziegel/Betondachstein.
Stehgaube
Senkrechte Außenwand, dadurch maximale nutzbare Raumhöhe unmittelbar hinter dem Fenster. Statisch aufwendiger — der Gaubenstuhl muss die vertikale Windlast nach WZ 2 gesondert ableiten.
Fledermausgaube
Geschwungener Übergang zum Hauptdach ohne gerade Wange. Ausschließlich in Handarbeit ausführbar, kaum normierbar — hohe Anforderungen an Klempner und Dachdecker. Reparaturen sind aufwendig und kostspielig.
Walmdachgaube
Seitliche Schrägen (Walme) auf beiden Seiten. Optisch harmonisch bei Walm- und Krüppelwalmdächern; die seitlichen Walme reduzieren jedoch die nutzbare Innenbreite erheblich.
Statik: Ab wann ist ein Tragwerksplaner Pflicht?
Sobald für eine Gaube tragende Sparren durchtrennt werden müssen, ist ein statischer Nachweis erforderlich. In der Praxis tritt dies bei Gaubenbreiten ab ca. 1,50 m auf — Wechsel und Hängesäulen lassen sich dann nicht mehr ohne rechnerischen Nachweis dimensionieren. Der Standsicherheitsnachweis erfolgt nach DIN EN 1995-1-1 (Eurocode 5, Holzbau) durch einen bauvorlageberechtigten Tragwerksplaner.
Bei Gauben mit Balkon oder begehbarer Dachfläche steigen die Nutzlasten nach DIN EN 1991-1-1 auf 4,0 kN/m² — hier ist Tragwerksplanung unabhängig von der Breite zwingend. In Gründerzeit-Bestandsgebäuden arbeiten Sparren häufig bereits nahe ihrer Tragfähigkeitsgrenze; eine Bestandsaufnahme durch den Tragwerksplaner ist dann vor jeder Planung ratsam.
Kostenkalkulator Gaube: Richtwert nach Außenbreite
Basis: Schleppgaube, Eindeckung Betonziegel, Wangenverkleidung Titanzink, alle Gewerke inkl. Nebenleistungen (Berlin, mittlere Qualität). Satteldach-/Walmdachgaube: +20–30 % aufschlagen. Wangen in Rhombusschalung Lärche: –5 %; Kupfer statt Titanzink: +15–20 %. Typische Gewerke-Aufteilung je lfm Gaubenbreite: Zimmermann 40 %, Dachdecker 25 %, Klempner 15 %, Fenster 15 %, Statik/Planung 5 %.
Unverbindlicher Richtwert – der genaue Preis hängt von Untergrund, Aufwand und Ausführung ab.
Ablauf: Gaubenbau von der Planung bis zur Fertigstellung
Bestandsaufnahme & Planung
Aufmaß, Statik-Vorcheck, Klärung Bebauungsplan und Denkmalschutz. Architekt oder erfahrener Zimmermann erstellt Eingabeplan für den Bauantrag.
Baugenehmigung beantragen
Einreichung beim zuständigen Berliner Bezirksamt. Gesetzliche Bearbeitungsfrist: 3 Monate — in der Praxis 4–8 Monate. Vollständige Unterlagen inkl. Standsicherheitsnachweis einreichen.
Gerüst stellen & Provisorium vorbereiten
Gerüst muss die Dachfläche überragen. Vor dem Öffnen des Daches wird eine Schutzplane als Witterungsprovisiorium bereitgehalten — keine Tageslücke zwischen Öffnen und Schließen.
Zimmererarbeiten: Dach öffnen & Gaubenstuhl bauen
Sparren durchtrennen, Wechsel einbauen, Gaubenstuhl (Sattelhölzer, Stiele, Rähm) aufstellen und verstreben. Kernarbeit dauert 3–5 Arbeitstage.
Dachdeckerarbeiten & Kehlanschlüsse
Eindeckung der Gaubenflächen, Ausbildung der Kehlbereiche mit Kehlblech (Titanzink ≥ 0,7 mm nach EN 988), Anschluss an Hauptdach nach ZVDH-Regelwerk.
Fenstereinbau
Einbau des Gaubenfensters mit Anschlussdichtung zur Wangenverkleidung. Fugendichtheit nach ift-Rosenheim-Einbaurichtlinie ist Voraussetzung für den Energieausweis.
Wangenverkleidung
Außenseitige Bekleidung der Gaubenwangen mit Zinkblech, Schiefer oder Holzschalung. Hinterlüftungsebene (mind. 40 mm) und Unterlagsbahn müssen vor der Verkleidung fertiggestellt sein.
Innenausbau & Luftdichtheitsebene
Einbau Wärmedämmung (WLG 032–035), Dampfbremse (sd ≥ 10 m konventionell), Beplankung, Malerarbeiten. Blower-Door-Messung nach Fertigstellung empfohlen.

Kehlanschluss: Die häufigste Schadensursache
Der Kehlbereich zwischen Gaubenwange und Hauptdach ist die häufigste Ursache für Folgeschäden beim Gaubenbau. Wasser und Laub stauen sich, wenn die seitliche Überlappung des Kehlblechs unter 100 mm liegt — die Mindestanforderung nach den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks (ZVDH-Regelwerk, Abschnitt Metallarbeiten). Besonders kritisch: fehlende Trennlage (Unterlagsbahn) unter dem Kehlblech, die Reibkorrosion zwischen Blech und Holzunterlage verhindert.
Bei Verwendung von Kupferblechen in Kehlen, die an verzinkte Bauteile angrenzen, entsteht galvanische Korrosion. Titanzink nach EN 988 (mind. 0,7 mm) oder eloxiertes Aluminium sind die normengerechten Alternativen. Zu schmale Kehlen ohne ausreichende Hinterlüftung der Wange begünstigen zudem Staunässe — eine Situation, die sich erst nach 3–5 Jahren durch sichtbare Schäden bemerkbar macht.

Was kostet Gaube bauen?
Richtwerte für eine Dachgaube in Berlin (Bestand, inkl. aller Gewerke, ohne Innenausbau-Sonderausstattung). Abweichungen je nach Gaubentyp, Bestandssituation und Dacheindeckungsmaterial.
| Leistung | Preis-Spanne (Richtwert) |
|---|---|
| Schleppgaube komplett (ca. 3 m Breite) | 14.000–22.000 € |
| Satteldachgaube komplett (ca. 2 m Breite) | 17.000–28.000 € |
| Zimmererarbeiten (Gaubenstuhl, Sparrenwechsel) | 4.000–8.000 € |
| Dachdeckerarbeiten (Eindeckung + Kehlen) | 3.500–7.000 € |
| Wangenverkleidung (Zink oder Schiefer) | 1.200–3.500 € |
| Gaubenfenster (1-flügelig, Uw ≤ 1,1 W/(m²K)) | 1.500–3.500 € |
| Innenausbau (Dämmung, Dampfbremse, GK-Beplankung) | 2.500–5.500 € |
| Bauantrag + Tragwerksplanung | 1.500–4.000 € |
| Gerüst (Anteil Gaube) | 800–2.000 € |
Richtwerte für Berlin/Brandenburg, projektabhängig — kostenloses Festpreis-Angebot anfragen.
Kostenstruktur: Welches Gewerk kostet wie viel?
Beim Gaubenbau entfallen typisch 35–40 % der Gesamtkosten auf den Zimmerer (Tragwerk, Sparrenwechsel, Gaubenstuhl), 25–30 % auf den Dachdecker (Eindeckung, Kehlanschlüsse, Klempnerarbeiten Wange). Innenausbau und Dämmung schlagen mit 15–20 % zu Buche, Fenster und Montage mit 10–15 %.
Häufig unterschätzt werden Planungs- und Nebenkosten für Bauantrag, Tragwerksplanung und Gerüst, die zusammen 10–15 % der Bausumme ausmachen können. Ein Angebot, das diese Positionen nicht einzeln ausweist, ist kein belastbarer Vergleich — sie werden andernfalls oft als Nachtragsposition berechnet.
Gaubentyp-Finder: Welche Gaubenform passt zu Ihrem Vorhaben?
Welches Profil beschreibt Ihr Projekt am besten?
Technische Kennwerte Gaubenbau
| Mindest-Dachneigung Schleppgaube | 10° (materialabhängig, Herstellervorgabe) |
|---|---|
| Mindest-Dachneigung Sattelgaube | 15° (Ziegel/Betondachstein) |
| Uw-Wert Gaubenfenster (GEG) | ≤ 1,1 W/(m²K) Neubaustandard |
| Windlastzone Berlin | WZ 2 nach DIN EN 1991-1-4/NA |
| Freier Lüftungsquerschnitt Hinterlüftung | ≥ 2 cm² je lfd. m Trauflänge (DIN 4108-3) |
| Mindest-Überlappung Kehlblech seitlich | 100 mm (ZVDH-Regelwerk Metallarbeiten) |
| Mindest-Luftschicht Außenwandbekleidung | 40 mm (DIN 18516-1) |
| Dampfbremsfolie sd-Wert (konventionell) | ≥ 10 m (klimaadaptiv: 0,5–5 m dynamisch) |
| Nutzlast Balkon/Dachterrasse an Gaube | 4,0 kN/m² (DIN EN 1991-1-1, Kategorie C) |
| Kehlblech Titanzink Mindestdicke | 0,7 mm (EN 988) |

Gaubenfenster: Uw-Wert, Windlast und Einbautiefe
Gaubenfenster unterliegen den gleichen GEG-Anforderungen wie Vertikalfenster: Uw ≤ 1,1 W/(m²K) im Neubau, bei Sanierungsmaßnahmen gelten die Auslösewerte nach § 48 GEG. Berlin liegt in der Windlastzone WZ 2 nach DIN EN 1991-1-4/NA — Hersteller müssen die Windlasttauglichkeit über Baumusterprüfung nach DIN EN 14351-1 nachweisen, was bei Standardfenstern bis 2,0 m Breite in der Regel erfüllt ist.
Die Einbautiefe des Fensters in der Gaubenwange beeinflusst den solaren Wärmegewinn: Liegt das Fenster mehr als 200 mm hinter der Außenkante der Wange, sinkt der effektive Gesamtenergiedurchlassgrad g unter den Tabellenwert. Dieser Verschattungseffekt wird über den Abminderungsfaktor Fc im Energieausweis berücksichtigt und kann bei tiefen Laibungen energetisch relevant werden.

Dachöffnung ohne Abdichtung
Zwischen dem Öffnen des Dachs und dem provisorischen Verschließen darf keine Nacht liegen — Niederschlag kann den gesamten Dachstuhl und die darunter liegende Decke durchfeuchten. Bauzeitplan und Wetterprognose müssen abgestimmt sein, bevor mit den Zimmerarbeiten begonnen wird.
Kehlblech: Titanzink statt Kupfer
In Kehlen, die an verzinkte Stahlverbinder oder feuerverzinkte Sparrenwinkel angrenzen, führt Kupferblech zur galvanischen Korrosion. Titanzink nach EN 988 (≥ 0,7 mm) oder eloxiertes Aluminium sind hier die dauerhaltbaren Alternativen ohne Materialkombinationsproblem.
Voranfrage vor Bauantrag
Eine formlose Voranfrage beim Berliner Bezirksamt klärt, ob der Bebauungsplan eine bestimmte Gaubenform ausschließt oder Abstandsflächen entgegenstehen — und spart Planungskosten für ein möglicherweise nicht genehmigungsfähiges Projekt. Die Bearbeitungszeit beträgt meist 4–6 Wochen.
Wangenverkleidung: Zink, Schiefer oder Holz
Titanzink (0,7–1,0 mm, EN 988) ist der gängige Standard für Gaubenwangen: wartungsarm, formbar für komplexe Anschlussgeometrien, 40–60 Jahre Lebensdauer bei fachgerechter Verarbeitung. Voraussetzung ist eine diffusionsoffene Unterlagsbahn als Trennlage zwischen Blech und Holz. Naturschiefer (Rechteck- oder Bogenschnittdeckung) ist die historisch authentische Variante — höhere Flächenlast (ca. 30–40 kg/m²), kostspielig, aber in Altbauvierteln oft baugenehmigungsrechtlich vorgegeben.
Holzschalung aus Lärche oder Douglasie (unbehandelt) verwittert zu einem gleichmäßigen Silbergrau und eignet sich für zeitgenössische Dacharchitektur. Der Hinterlüftungsabstand von mindestens 40 mm nach DIN 18516-1 ist einzuhalten. Wichtig: Unbehandelte Hölzer dürfen keinen Kontakt zu Farbe oder Lasur haben — eine partielle Vorbehandlung führt zu ungleichmäßigem Vergrauen und optisch störenden Streifen.
Projektphasen und Zeitbedarf
- Planung, Voranfrage, Bauantrag Berlin4–8 Monate
- Ausschreibung & Auftragsvergabe4–6 Wochen
- Gerüst stellen & Materialanlieferungca. 1 Woche
- Zimmererarbeiten (Öffnung, Gaubenstuhl)3–5 Arbeitstage
- Dachdeckerarbeiten & Kehlanschlüsse3–5 Arbeitstage
- Fenstereinbau & Wangenverkleidung2–3 Arbeitstage
- Innenausbau (Dämmung, Dampfbremse, GK)1–2 Wochen
- Gerüst abbauen & Abnahme1–2 Tage

Dachbelüftung: Was der Gaubeneinbau erzwingt
Der Gaubeneinbau unterbricht die durchgehende Hinterlüftungsebene des Hauptdaches. Zuluft von der Traufe und Abluft zum First müssen auch nach dem Einbau beidseitig der Gaube funktionieren — üblicherweise über Lüftungsschienen am Gaubenanschluss und eine Überströmöffnung über der Gaubendecke. Der freie Lüftungsquerschnitt beträgt nach DIN 4108-3 mindestens 2 cm² je laufendem Meter Trauflänge — dieser Wert darf durch den Gaubeneinbau nicht unterschritten werden.
Kritisch sind hinterlüftete Kaltdächer mit knapper Luftschicht (Mindestmaß: 40 mm nach DIN 4108-3): Werden Kehlhölzer oder Wechsel zu hoch ausgeführt, entsteht eine Einschnürung der Lüftungsebene. Die Folge sind Kondensationszonen an der Dachinnenseite im Kehlbereich — erkennbar an Stockflecken oder Pilzbefall, die meist erst im ersten Winter nach dem Einbau auftreten.

Wichtige Begriffe rund um Gaube bauen
Gaubenstuhl
Wechsel
Kehle
Dampfbremse (sd-Wert)
Titanzink EN 988
Tageslichtquotient
Tageslicht: Wieviel Fensterfläche braucht ein Aufenthaltsraum mit Gaube?
Für Aufenthaltsräume fordert DIN 5034-1 einen Tageslichtquotienten von mindestens 0,9 %. Bei einem typischen Dachzimmer von 15–20 m² entspricht das einer lichten Fensterfläche von ca. 1,5–2,0 m². Eine einzelne Schleppgaube mit Fensterformat 1,00 × 1,20 m (1,2 m² lichte Fläche) unterschreitet diesen Wert — eine Kombination mit einem Dachflächenfenster oder eine breitere Gaube mit mehrflügeliger Verglasung ist dann erforderlich.


Die effektive Lichteinfallsfläche wird durch Einbautiefe und Laibungstiefe des Fensters reduziert: Eine Laibungstiefe über 300 mm kann den Tageslichtquotienten um 20–30 % gegenüber einem wandbündigen Einbau senken. Für Arbeitsräume in Dachgeschossen gilt zusätzlich die ASR A3.4 (Arbeitsstättenrichtlinie Beleuchtung), die über den Wohnraum-Standard hinausgeht und eine detaillierte Lichtberechnung erfordert.
Die Kehle zwischen Gaube und Hauptdach ist kein Standardanschluss — sie ist Einzelplanung. Wer hier mit Minimalüberlappungen und ohne Trennlage arbeitet, riskiert Wasserschäden, die sich erst nach drei bis fünf Jahren in ihrer vollen Konsequenz zeigen.
Fachregeln des Dachdeckerhandwerks, ZVDH-Regelwerk Metallarbeiten










